Das Waldbad Weixdorf entstand unter dem Namen Prinz-Hermann-Bad 1906 am
Lausaer Großteich und wurde am 17. Juni des Jahres feierlich eingeweiht. Initiator war der Rittergutsbesitzer von Hermsdorf, Prinz Hermann von Schönburg-Waldenburg,
der das Gelände zu günstigen Konditionen an die Gemeinde verpachtet hatte. Neben den für den Badebetrieb erforderlichen Anlagen gab es auch eine Bootsverleihstation
sowie eine Sommerhaussiedlung. 1919 erfolgten erste Erweiterungen des Areals und der Bau neuer Umkleidekabinen. Um Kosten zu sparen, erwarb die Gemeinde das
ehemalige Elbebad Heinrich Mätschkes sowie eine zuvor militärisch genutzte Baracke, ließ die hölzernen Gebäude abtragen und im Bad wieder zusammenbauen. Der Turnverein Lausa übernahm die Anlage eines am 10. Juli 1921
eingeweihten Sportplatzes. 1926 folgte die heute unter dem Namen Gaststätte “Waldbad” betriebene Teichwirtschaft (Foto).
Für Probleme sorgte das sumpfige Gelände in der Umgebung des Teiches, welches erst 1928 trockengelegt wurde. Umweltverschmutzungen durch Industrie- und Haushaltabwässer sowie durch die Rote Armee machten 1957 den
Anschluss an das Schleusensystem der Stadt Dresden erfoderlich. Trotzdem kam es wiederholt zu Schließungen durch
die Bezirkshygieneinspektion. Ab 1962 erfolgten umfassende Modernisierungsarbeiten im Waldbad Weixdorf. Die
bestehende Gaststätte wurde auf Selbstbedienung umgestellt. Im Obergeschoss richtete man 1970 einen Kindergarten
ein. 1965 konnte der alte hölzerne Sprungturm durch einen Neubau ersetzt werden. Später kamen noch modernere
Toilettenanlagen und ein Kinderplanschbecken hinzu. Das Freibad am Rand der Dresdner Heide ist bis heute beliebtes Erholungsziel der Bewohner der Umgebung. Gespeist wird das Naturbad vom Seifzerbach und zwei weiteren
Kleingewässern. Foto: Das Weixdorfer Waldbad auf einer historischen Postkarte
Literatur zu Weixdorf und anderen Stadtteilen finden Sie auch hier:
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