Loschwitzhöhe






Loschwitzhöhe:

Die erste Gaststätte auf dem Grundstück der späteren Loschwitzhöhe entstand bereits 1892, nachdem zwei Jahre zuvor die Bau- und Schankkonzession für das frühere Weinbergsgrundstück erteilt worden war. Anfangs bestand das Lokal nur aus einem kleinen Hauptgebäude mit Veranda und einer angebauten Kegelbahn. Im Zusammenhang mit dem Bau der Bergschwebebahn erwarb im September 1900 die Dresdner Elektra AG das Areal, um hier ein modernes großes Ausflugslokal zu errichten. Die Gesellschaft war zugleich Betreiber der Schwebebahn und wollte durch das Restaurant zusätzliche Fahrgäste gewinnen. Die Planungen übertrug man dem Loschwitzer Architekten Martin Pietsch, der das Umbauprojekt 1901/02 realisierte. In den Anfangsjahren wurde das Gebäude auch als “Schwebebahnhotel” bezeichnet.

Das neue Haus besaß zwei Gasträume mit über 100 Plätzen, einen Saal für 170 Personen, eine verglaste Veranda mit Kegelbahn im Untergeschoss und eine große Gartenterrasse mit weiteren 280 Plätzen. Hinzu kamen Lager- und Küchenräume, vier Gästezimmer sowie eine Wohnung für die Wirtsfamilie. Vor allem wegen des herrlichen Fernblicks über das Elbtal war die “Loschwitzhöhe” beliebtes Ausflugslokal und bildete ein Pendant zum “Luisenhof” auf dem benachbarten Berg. Da sich die Gaststätte schnell großer Beliebtheit erfreute, planten ihre Besitzer 1909 ein Erweiterung um einen weiteren Saal und einen Ausbau des Dachgeschosses, was jedoch bedingt durch den Ersten Weltkrieg unterblieb. Lediglich die Gartenterrassen wurden später erweitert und erhielten einen zusätzlichen Zugang von der Schwebebahn.

Auch nach 1945 blieb die “Loschwitzhöhe” zunächst geöffnet und wurde 1953 von der volkseigenen HO übernommen. Da notwendige Reparaturen unterblieben und sich der Zustand des Gebäudes zunehmend verschlechterte, musste 1968 der Gaststättenbetrieb wegen baulicher Mängel aufgegeben werden. Die Gebäude wurden anschließend noch einige Jahre als Lagerraum genutzt, bevor 1977 der Abriss erfolgte. Nach mehreren erfolglosen Versuchen ist derzeit der Bau eines neuen Hotels an dieser Stelle geplant, welches zugleich als Ausflugslokal der Bevölkerung offen stehen soll. Vorgesehen ist ein Gaststättenkomplex mit ca. 700 Plätzen und 70 Hotelbetten.

 

Schöne Aussicht:

Die Gaststätte “Schöne Aussicht” an der Krügerstraße 1 entstand zeitgleich mit der “Loschwitzhöhe” unweit des Endpunktes der Schwebebahn und war ebenfalls beliebtes Tanz- und Ausflugslokal der Besucher von Oberloschwitz. Nach 1945 wurde sie geschlossen und bis 1990 vom Otto-Buchwitz-Werk als Gästehaus genutzt. 1991 erfolgte eine umfassende Renovierung, so dass die “Schöne Aussicht” 1992 als Restaurant und Hotel wieder eröffnet werden konnte. Eine von den Eigentümern des Grundstücks 2009 geplante Schließung und den anschließenden Umbau des Hauses zu Wohnzwecken verhinderte eine Bürgerinitatiative Loschwitzer Einwohner. Nach erfolgter Renovierung soll hier wieder eine Gaststätte entstehen.

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