Pillnitzer Elbinsel



Die Pillnitzer Elbinsel ist zusammen mit der Insel bei Gauernitz letzte von einst 18 sächsischen Elbinseln und einzig verbliebene im Dresdner Stadtgebiet. Die Insel gegenüber dem Schloss umfasst ca. 10,5 Hektar und  ist ca. 970 m lang. Die Vegetation besteht aus einem Weiden-Pappel-Auenwald mit großen Rasenflächen und ist letzter verbliebener Rest des ursprünglichen Waldes im Elbtal. Zugleich ist sie Rückzugs- und Brutgebiet für zahlreiche Wasservögel und darf deshalb nicht betreten werden.

Schon im 15. Jahrhundert wurde die Pillnitzer Elbinsel erwähnt und diente damals als Fasanenzuchtgebiet für den kurfürstlichen Hof. Nach dem Bau des Schlosses wurde sie in der Barockzeit in die Gestaltung von Hoffesten einbezogen. Anfang des 19. Jh. entstand ein heute nicht mehr vorhandenes Badehäuschen für die königliche Familie . 1834 ließ sich der Luftschiffer Professor Reichardt mit seiner Tochter für einige Zeit auf der Insel nieder. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg war sie zeitweise ein Domizil für die Anhänger der Freikörperkultur, bevor die Insel 1924 unter Naturschutz gestellt wurde.

Foto: Schloss Pillnitz mit Elbinsel um 1910

 


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