Reitzendorf wurde vermutlich um 1200 von fränkischen Siedlern gegründet und 1378 erstmals urkundlich erwähnt. Politisch unterstand der Ort der Grundherrschaft Schönfeld, dem Reitzendorf auch kirchlich
zugeordnet war. An den einstigen Weg der Reitzendorfer und Zaschendorfer Einwohner zur Kirche erinnert noch der Meßweg am Ortsrand. Der Ort blieb bis in jüngste Vergangenheit landwirtschaftlich geprägt. In den letzten
Jahren begann die Entwicklung des Tourismus, für den in der Umgebung einige neue Wander- und Radwege angelegt wurden. Das bereits 1961 nach Schönfeld eingemeindete Dorf kam mit diesem 1994 zur Großgemeinde
Schönfeld-Weißig und ist seit dem 1. Januar 1999 Ortsteil von Dresden. Reitzendorfer Windmühle:
Die Reitzendorfer Windmühle entstand 1861 für den Müllermeister Karl Giert südöstlich des Dorfes und war bis 1919 als
Getreidemühle in Betrieb. Zuvor waren die Bauern des Ortes auf die Wassermühlen in Meix- und Keppgrund angewiesen. Nach Zerstörung der Mühlenflügel
bei einem Unwetter am 31. Oktober 1919 wurde ein Dieselmotor eingebaut, der noch bis 1927 zum Einsatz kam. Erst 1987 begann die Rekonstruktion der Windmühle, die heute zu
den Wahrzeichen des Schönfelder Hochlandes gehört. Die zum Wohnhaus umgebaute Mühle ist zugleich Sitz einer Firma, die sich mit der Rekonstruktion historischer Windmühlen beschäftigt. Kleinbauernmuseum:
Das Kleinbauernmuseum wurde 1992 in einem um 1825 erbauten Reitzendorfer Bauernhaus eingerichtet. Dieses war noch bis 1984 von einer Familie bewohnt, deren
Nachlass den Grundstock der Sammlung bildet. Hinzu kamen die private Sammlung des Heimatforschers Eberhard Pabst sowie zahlreiche Spenden der Bevölkerung. Zu sehen sind
Möbel und Alltagsgegenstände, die Leben und Wirtschaftsweise der Kleinbauern im Schönfelder Hochland dokumentieren. Geleitet wird das kleine Museum vom Heimatverein Schönfelder Hochland e.V.
Regelmäßig finden auch verschiedene Veranstaltungen statt. |