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Der “Klenckesche Kurberg”, auch als Kurberg Wachwitz bezeichnet, entstand 1896 als erste Kuranstalt des Ortes. In diesem Jahr beantragte der Arzt und Besitzer einer Klinik für reformierte Medizin in
Dresden, Julius Hermann Klencke, die Erweiterung seines “hygienischen Pensionates” auf dem früheren Wachwitzer Plantagengut. Zur Kuranstalt gehörte neben dem Hauptgebäude ein ca. 100.000 m² großes Grundstück, auf
dem mehrere “Lufthütten” für die geplanten Licht- und Luftbäder entstanden. Im Angebot der Anstalt waren Diät- und Erholungskuren, die an die Ideen des von Kneipp inspirierten Gründers anknüpften und Teil der
damals modernen “ganzheitlichen Behandlung” waren. Zu den ersten Gästen gehörte der junge Bildhauer Ernst Barlach, der die Wände im Obergeschoss mit Malereien verschönerte.
An Klenckes Kurberg erinnert bis heute noch der Barfußweg, der von den Kurgästen als Laufstrecke genutzt wurde. Das ehemalige Kurhaus, welches in einem bereits vorhandenen Winzerhäuschen eingerichtet wurde, ist
nicht mehr erhalten. 1904 verstarb Hermann Klencke. Dessen Erben gaben die Kuranstalt kurze Zeit später auf. Die neuen Besitzer richteten hier eine Ziegenwirtschaft ein, für die der frühere Speisesaal zum Stall umgebaut
wurde. Ziegenmilch und -käse waren die hauptsächlichen Produkte der Wirtschaft, die jedoch bereits vor dem Ersten Weltkrieg geschlossen wurde. Die Gebäude wurden kurz darauf abgebrochen und im früheren Kurberg ein neues
Wohnhaus errichtet. |
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