Straßen und Plätze in Coschütz

 

Achtbeeteweg

Der Name Achtbeeteweg geht auf eine alte Coschützer Flurbezeichnung zurück. Gleicher Herkunft ist auch der Name des nahegelegenen Vierbeeteweges. Früher hatte dieser Weg Bedeutung als Ortsverbindung zwischen Coschütz und Kaitz. Zwischen 1924 und 1928 wurde vom Deutschen Siedlerbund eine Reihenhaussiedlung am Achtbeeteweg errichtet.

Altcoschütz

Der sackgassenartige Dorfplatz des Ortes trägt heute den Namen Altcoschütz. Die Gesamtanlage mit ihren Bauerngehöften des 18. und 19. Jahrhunderts erhielt ihr heutiges Aussehen nach dem letzten großen Dorfbrand 1829 und steht heute unter Denkmalschutz (Foto) . An einigen Häusern haben sich noch Inschriftstafeln und Hausmarken erhalten, die u. a. an den früheren Weinbau erinnern. Außerdem sind noch Reste der früheren Umfassungsmauer des Dorfes zu sehen. An Stelle des 1899 verfüllten Dorfteiches besteht heute eine kleine Grünanlage.

Gasthof Coschütz: Der Gasthof an der Kleinnaundorfer Straße geht auf den früheren Reiheschank zurück, der bis ins 19. Jahrhundert in zahlreichen Orten üblich war. 1841 erwarb der Dorfschmied Karl Gebauer das Schankrecht und richtete eine feste Dorfschänke ein. 1879 wurde das Gebäude umgebaut und erweitert und erhielt den Namen “Gasthof zu Altcoschütz”. Seit 1919 befindet sich das Lokal im Besitz der Familie Glöckner. In den 50er Jahren und nach 1990 wurde der Gasthof renoviert und bietet seit 1994 auch Übernachtungsmöglichkeiten an.

Coselweg

Villa Cosel: Der Coselweg verbindet den Dorfkern von Coschütz mit dem Plauenschen Grund. 1767 wurde in der hier gelegenen Schlucht ein Kupferbergwerk aufgeschlossen, welches jedoch mangels Erträgen schon bald wieder einging. Das frühere Huthaus des Stollens erwarb nun Friedrich August von Cosel, ein Sohn August des Starken und der Gräfin Cosel. Dieser ließ das Gebäude zu einer Villa umbauen, die bis 1863 im Familienbesitz blieb. 1868 kam diese in den Besitz des Dresdner Apothekers Marquardt, der die Villa in ein Mietshaus umwandelte. Durch den Ausbau des Dachgeschosses verlor das Haus dabei sein ursprüngliches barockes Aussehen. Zuletzt wurde die frühere Villa Cosel von der Felsenkellerbrauerei genutzt und um 1970 wegen Baufälligkeit abgetragen.
 



Gebauerstraße

Die Gebauerstraße in der Nähe des Coschützer Rathauses erhielt ihren Namen nach dem ehemaligen Gemeindevorstand des Ortes Karl Traugott Gebauer (+ 1895). Gebauer übte dieses Amt ehrenamtlich aus und war im Haupterwerb als Schmied und Gastwirt tätig. 2010 entstand an Stelle eines früheren Wohnheims eine moderne Kindertagesstätte mit ca. 100 Plätzen (Nr. 4).

 

Karlsruher Straße

 

Kohlenstraße

Die Kohlenstraße ist Teil des alten Höhenweges auf den Südhängen des Elbtales und erhielt ihren Namen im Jahr 1911, da über diesen Weg die Steinkohle aus dem Gittersee - Burgker Revier transportiert wurde. Auch die heutige Karlsruher Straße wurde zeitweise als Kohlenstraße bezeichnet. Der zwischen dieser und der Bergstraße gelegene Straßenabschnitt trug zuvor den Namen Strehlener Straße. 1898 entstanden hier die ersten Wohnhäuser.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde auf dem Gelände einer früheren Ziegelei zwischen Karlsruher und Cunnersdorfer Straße eine Wohnsiedlung des Kriegerheimstättenvereins angelegt. Die Planungen stammten von Hans Waloschek, der als Leiter des Architekturbüros der GEWOG (Gemeinnützige Wohnungs- und Heimstätten-Gesellschaft für Arbeiter, Angestellte und Beamte m.b.H.) auch für die Trachauer Siedlung verantwortlich zeichnete. Wenig später folgten einige Reihenhäuser für die Beschäftigten des Wasserwerkes. Die übrigen Flächen blieben hingegen weitgehend unbebaut.

Erst 1981 begann der Bau eines Neubaugebietes auf den zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen zu beiden Seiten der Kohlenstraße. Neben Plattenbauten des Typs WBS 70, Schulen und Kindereinrichtungen entstanden an der Hangseite zum Kaitzbachtal auch insgesamt 86 Eigenheime in reihenhausartiger Bauweise. Nach 1990 wurde dieses Wohnviertel um ein Einkaufszentrum ergänzt. Von der integrierten Gaststätte ”Dresdner Aussicht” (früher “Panorama” bzw. “Dresden Blick”) bietet sich ein wunderschöner Blick über das gesamte Dresdner Elbtal.

Foto: Blick von der Terrasse des Restaurants ”Dresdner Aussicht”  über die Stadt

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Saarstraße

Die Wohnsiedlung an der Saarstraße entstand ab 1890 im Zusammenhang mit der Wandlung von Coschütz vom Bauerndorf zum Wohnvorort Dresdens. Vorrangig entstanden hier und den angrenzenden Straßen mehrgeschossige Mietshäuser in offener Bauweise. Nach dem Ersten Weltkrieg folgten weitere Gebäude am Saarplatz und auf den noch vorhandenen Freiflächen. Die Straßen erhielten ihre Namen nach Landschafts- und Städtenamen im Rheinland und im Saargebiet. Auch bei der Erschließung des neuen Coschützer Gewerbegebietes östlich der Karlsruher Straße wurde diese Tradition fortgesetzt.

Foto: Wohnanlage an der Saarstraße/ Mainzer Straße

Tharandter Straße


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