Die Ziegelei Kunath wurde um 1870 von Friedrich Kunath gegründet und nahm ursprünglich das gesamte Areal bis zur Dohnaer Straße ein. Nach bescheidenen Anfängen entstand 1873 ein moderner
Vierkammer-Brennofen, der vor allem zur Produktion hochwertiger Dachziegel genutzt wurde. 1887 stellte Kunath die Produktion von Hand- auf Dampfbetrieb um und erweiterte zehn Jahre seine Ziegelei um einen weiteren
Brennofen. Später übernahmen die Söhne Ernst Richard und Karl Hugo Kunath den Betrieb, der bis Ende 1924 in der Ziegelherstellung tätig war. Anschließend wurde durch die Dresdner Baufirma K. F. Bretschneider in den
Lehmgruben noch Kies abgebaut. Bei den Abbauarbeiten entdeckte man im Herbst 1929 ein gut erhaltenes Mammutskelett. Bereits 1924 hatten die Besitzer auf dem ehemaligen Ziegelofen einen kleinen Natur- und Blumengarten
geschaffen, der als Prohliser Naturpark öffentlich zugänglich war. Die nach der endgültigen Stillegung der Grube 1953 nicht mehr benötigten Flächen erhielten im Anschluss ebenfalls eine parkartige Gestaltung, wobei
sowohl ein als Restloch verbliebener Teich als auch Reste der Ziegeleigebäude mit einbezogen wurden. Die geplante Verfüllung der Lehmgrube in den 60er Jahren wurde durch die Unterschutzstellung des Parks als Natur- und
Vogelschutzgebiet verhindert. Seit 2006 befindet sich hier eine Außenstelle des Umweltzentrums Dresden. Das Restloch der früheren Lehmgrube steht als Naturdenkmal unter Schutz und ist Brutplatz von über 40 Vogelarten.
Auch verschiedene Eidechsen und Kleinsäuger wie Kaninchen und Füchse sind hier heimisch. |