Straßen und Plätze in Roßthal-Neunimptsch

 

Altroßthal

Altroßthal bildet den Mittelpunkt des früheren selbstständigen Gutsbezirkes Roßthal. Neben dem 1657 entstandenen Herrenhaus sind hier auch noch einige Gebäude des Rittergutes erhalten geblieben. Bemerkenswert ist das frühere Gladewitz-Gut (Nr. 7) mit einer historischen Inschriftentafel von 1802.

 

Foto: Bauernghöft in Altroßthal

Beerenhut

Der ungewöhnliche Straßenname Beerenhut im Ortsteil Neunimptsch erinnert an eine frühere mittelalterliche Siedlung mit Namen Beerhut, die um 1430 zur Wüstung wurde. Noch bis 1667 wurde diese Gemarkung Bärenhut oder Bärenhaut genannt. An ihrer Stelle entstanden Mitte des 18. Jahrhunderts einige Drescherhäuser für den Gutsbesitzer von Nimptsch. Bis um 1930 befand sich hier auch der bekannte Gasthof Roßthal mit großem Saal und Gartenterrasse. Dieses Gebäude musste später dem Bau der Siedlung an der Rütlistraße weichen. Nach dem Ersten Weltkrieg waren auch einige Kleingärten entstanden.

Jochhöh

Der Name Jochhöh geht auf das nahegelegene Jochhöhschlößchen zurück, welches sich bereits auf Freitaler Flur befindet. Das Gebäude entstand 1795 als Weinbergshaus für den Roßthaler Rittergutsbesitzer Günther Carl Albrecht von Nimptsch. Zum kleinen Ortsteil Jochhöh, ursprünglich Juchhe genannt, gehörten einst auch einige Weinberge, eine Winzerei und ein kleines Gasthaus. Das Schlößchen war ab 1847 für einige Jahre Wohnsitz des Freiherrn von Burgk und wurde nach dessen Umzug nur noch als Lusthaus genutzt. Die vor dem Haus aufgestellten Böllerkanonen waren 1849 einzige schwere Bewaffnung der Aufständischen des Dresdner Maiaufstandes und befinden sich heute im Besitz des Stadtmuseums. Seit 1953 dient das Jochhöhschlösschen als Seniorenheim der Stadt Freital.

Kuntzschberg

Der Name der kleinen Straße an der Ortsgrenze zu Niedergorbitz erinnert an die einst hier ansässige Bauernfamilie Kuntzsch. Neben den im 18. Jh. entstandenen Gutsarbeiterhäusern entstanden nach 1930 weitere Siedlungshäuser am Kuntzschberg.

Neunimptscher Straße

Der Name der Verbindungsstraße zwischen Gorbitz und Roßthal geht auf den Roßthaler Rittergutsbesitzer Günther Karl Albrecht von Nimptsch zurück, der 1785 die ersten Drescherhäuser in diesem Bereich errichten ließ. Gemeinsam mit weiteren verstreut liegenden Gebäuden erhielt die Siedlung den Namen Neunimptsch . Zu den wenigen erhaltenenen Sachzeugen der Entstehungszeit gehört ein Gedenkstein an der Neunimptscher Straße 3, der eine Adelskrone und die Jahreszahl 1804 trägt. Die meisten der heutigen Mietshäuser wurden erst Ende des 19. Jh. erbaut. Bekannt ist auch das hier gelegene Café Grießbach (Foto), welches bereits seit den Dreißiger Jahren wegen seiner herrlichen Aussichtsterrasse zu den beliebtesten Ausflugslokalen der Umgebung gehört.

Rote Häuser

Die Siedlung Rote Häuser, unmittelbar an der Ortsgrenze zu Pesterwitz gelegen, entstand vermutlich im 18. Jh. Zu den Häusern gehörten neben einer Schmiede mit Schankgerechtigkeit auch die sogenannten Jägerhäuser, die während der Hofjagden als Unterkunft für die Jagdgesellschaft genutzt wurden. 1794 wurde diese Häusergruppe an die neu gebildete Siedlung Neunimptsch angeschlossen.

Rütlistraße

Die Siedlung an der Rütlistraße wurde Ende der Dreißiger Jahre an Stelle des abgerissenen Gasthofes Roßthal angelegt. Der Name erinnert an die berühmte Bergwiese in der Schweiz, auf der die Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft beschlossen wurde (“Rütlischwur”).

 

 


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