Straßen und Plätze in Kemnitz

 

Brückenstraße

Die Brückenstraße hieß ursprünglich Bahnstraße, da sie an der 1875 erbauten Eisenbahnlinie entlangführte. In ihrer Nähe entstand eine Straßenbrücke im Verlauf der Meißner Landstraße, die diese Bahnstrecke überspannt. 1926 wurde die Bahnstraße deshalb in Brückenstraße umbenannt.

Holsteiner Straße

Die Holsteiner Straße hieß vor der Eingemeindung von Kemnitz Bergstraße. Um Verwechslungen zu vermeiden, wurde sie 1926 in Skagerrakstraße umbenannt. Dieser Name sollte an die Seeschlacht des Ersten Weltkrieges erinnern, die 1916 in einem Meeresarm der Nordsee stattfand. 1936 erhielt die Straße ihren heutigen Namen nach der Region Holstein in Norddeutschland.

Nr. 8: Die Villa wurde 1912 als privates Wohnhaus des Zimmerermeisters Ernst Noack errichtet. In Tradition seines Handwerks ließ der Erbauer sein Haus und den zugehörigen Gartenpavillon mit zahlreichen dekorativen Holzelementen versehen, welche sich an angelsächsischen Vorbildern orientieren.

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Lindenplatz

Der Platz wurde in den 20er Jahren angelegt und erhielt seinen Namen 1934 nach den hier stehenden Lindenbäumen. Bereits seit 1913 gab es die in unmittelbarer Nachbarschaft verlaufende Lindenstraße (heute Lindenheim). Die Siedlung um den Lindenplatz gehört zu den nach der Jahrhundertwende in Kemnitz entstandenen neuen Wohnvierteln außerhalb des alten Dorfkerns.

Foto: Lindenplatz in Kemnitz


Meißner Landstraße

 

Merbitzer Straße

Die heutige Merbitzer Straße ist Teil des früheren Bischofsweges, der von Meißen über Klipphausen - Merbitz und Kemnitz zum Briesnitzer Burgward führte und zu den ältesten Verkehrsverbindungen der Region gehört. Da er von den Bewohnern der umliegenden Orte als Weg zur Kirche genutzt wurde, wurde er auch Mobschatzer Meßweg genannt. Erst 1886 erfolgte ein Ausbau zur Straße, die 1897 den Namen Merbitzer Straße erhielt. Die um 1900 erfolgte Bebauung führte zur weitgehenden Zerstörung einer zuvor noch in Resten erhaltenen slawischen Wallanlage auf Briesnitzer Flur.

1888 errichtete die Gemeinde Briesnitz an der Merbitzer Straße ein neues Schulhaus, welches die alte Dorfschule an der Meißner Landstraße ablöste. In den 30er Jahren wurde in Kemnitz eine Wohnsiedlung oberhalb des Zschonergrundes errichtet (Foto) . 2008 begann in der Nähe der Umbau der ehemaligen Gummifabrik Leupold zu einer kleinen Wohnanlage.

Pfaffengrund

Die frühere Kemnitzer Talstraße wurde 1926 nach einem alten Flurnamen in Pfaffengrund umbenannt. Die hier liegenden Wiesen wurden einst Pfaffenwiesen genannt, da deren ertrag dem Briesnitzer Pfarrer zustand. Bis zum Umbau diente die Straße als Autobahnzufahrt zur Anschlussstelle Dresden-Altstadt.

Foto: Blick vom Briesnitzer Kirchberg über den Pfaffengrund nach Kemnitz

Weltestraße

Die Weltestraße wurde bis zur Eingemeindung von Kemnitz Hohe Straße genannt. Der heutige Name erinnert an die MüllerfamilieWelte, die bis 1899 die gleichnamige Mühle am Eingang zum Zschonergrund betrieb. 1899 wurde die Weltemühle zur Gaststätte umgebaut.

Zschonergrundstraße

An der Zschonergrundstraße sind bis heute einige Gehöfte des alten Kemnitzer Dorfkerns erhalten geblieben, der 1935 zum Großteil dem Autobahnbau weichen musste. Bemerkenswert sind die Höfe Nr. 4 und 6. Im erstgenannten befindet sich seit 1998 die Erlebnisgaststätte “Merlins Wunderland”.

Foto: Altes Kemnitzer Gehöft - heute Restauranttheater “Merlins Wunderland”

Zwergstraße

Die Straße wurde ursprünglich Querstraße und gehört zu den kürzesten Straßen in Dresden. Dies war auch der Grund, die Straße 1926 in Zwergstraße umzubenennen.


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