Straßen und Plätze in Mobschatz

 

Altmobschatz

Der Dorfplatz bildet mit seinen Gehöften den Kern des Ortes und lässt deutlich die Form eines slawischen Rundlings erkennen. Die Drei- bzw. Vierseithöfe entstanden nach dem großen Dorfbrand von 1816 und stehen heute unter Denkmalschutz. Bemerkenswert ist vor allem der Hof Altmobschatz Nr. 1, der sich seit 1550 ununterbrochen im Besitz der Bauernfamilie Kürbis befand. Auch dieses Gut brannte 1816 ab und wurde bis 1818 in heutiger Form wiederaufgebaut. Neben der historischen Toreinfahrt sind auch noch einige Inschriftentafeln an der Fassade erhalten geblieben (Foto).

 

 

Am Berg

Die steile und kurvenreiche Straße Am Berg verbindet Mobschatz mit dem Elbtal und wurde Ende des 19. Jh. ausgebaut. Bis zur Eingemeindung des Ortes hieß sie Bergstraße und wurde erst 2001 umbenannt. Um 1900 entstanden hier zahlreiche Villen für wohlhabende Zuzügler.

Am Hang

Die Straße Am Hang wurde nach 1900 angelegt und nach ihrer Lage am Elbtalhang benannt. Ab 1926 entstanden hier einige Siedlungshäuser. Hier bestand vor 1945 auch das beliebte Café “Himmelreich”.

Am Tummelsgrund

Die Straße Am Tummelsgrund wurde erst nach 1990 angelegt und nach einem alten Flurnamen benannt. Die Freifläche zwischen dem alten Dorfkern und der Villensiedlung Am Hang wurde ab 1993 mit einer neuen Wohnsiedlung bebaut.

An der Autobahn

Die Straße war ursprünglich Teil des alten Merbitz - Mobschatzer Kommunikationsweges. Durch den Autobahnbau wurde die Verbindung 1935 unterbrochen, woraufhin der verbliebene kurze Straßenteil den Namen An der Autobahn erhielt. Unweit davon führt eine Brücke über die Autobahntrasse, von der sich ein interessanter Blick über die Stadt bietet.

Buschweg

Der Buschweg führt vom alten Dorfkern von Mobschatz oberhalb des Leuteritzer Grundes bis zum Nachbarort Alt-Leuteritz. 1888 wurde hier ein Wasserhochbehälter zur besseren Versorgung des Ortes angelegt. Ein Teil des Weges wurde früher auch als Weinbergsweg bezeichnt. Reste der einstigen Weinbergsanlagen, die zu den ältesten im Cossebauder Gebiet gehören, sind noch erhalten geblieben. Der Weinbau war bis ins 19. Jh. neben dem Obstanbau wichtige Erwerbsquelle der Einwohner.

Elbhangstraße

Die Elbhangstraße entstand 2001 durch die Zusammenlegung der früheren Cossebauder Straße und der Ernst-Thälmann- Straße. Die Verbindungsstraße nach Cossebaude wurde 1906/07 angelegt und mit Ein- und Mehrfamilienhäusern bebaut. Die nach 1945 Ernst-Thälmann-Straße genannte Hauptstraße des Ortes wurde im 19. Jh. als Mobschatz - Merbitzer Kommunikationsweg, bis 1945 auch als Merbitzer Straße bezeichnet.

Gasthof Mobschatz: Ein Gasthof ist in Mobschatz bereits 1726 auf einer alten Poststraßenkarte verzeichnet, in der Mobschatz als “ein Dorff, da nur Bauernhäuser” mit einer “schlechten Schencke” verzeichnet ist. Ursprünglich wurde der Schankbetrieb im Nebenerwerb betrieben und befand sich im Gut Nr. 13, welches zugleich als Dorfschmiede diente. Der heutige Gasthof entstand 1897/98 und war bereits vor dem Ersten Weltkrieg als Veranstaltungslokal für Vereinsfeiern, Bälle und Theateraufführungen beliebt. Nach der Besitzerfamilie wurde er zu dieser Zeit  “Döhnerts Gasthof” genannt. Im hinteren Teil befand sich damals ein Saalgebäude, welches nach 1945 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Die Gaststätte selbst ist bis heute geöffnet.

 

Lößnitzblick

Die Straße Lößnitzblick, direkt am Elbhang gelegen, erhielt ihren Namen nach dem Blick auf die gegenüberliegenden Lößnitzhänge in Radebeul. Sie wurde 1926/27 angelegt und mit Siedlungshäusern bebaut.

Martin-Luther-Ring

Die Straße wurde als Lutherstraße 1911 auf dem Gelände der stillgelegten Mobschatzer Ziegelei angelegt. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges entstand hier eine Villenkolonie. 1919 erfolgte eine Verlängerung der Straße bis zur Bergstraße und die Bebauung der verbliebenen Freiflächen bis 1925. Um Verwechslungen mit der gleichnamigen Straße in Dresden vorzubeugen, wurde die Straße 2001 in Martin-Luther-Ring umbenannt.

Merbitzer Ring

Die Straße verbindet die Gehöfte des alten Dorfkerns von Merbitz und erhielt ihren Namen Merbitzer Ring erst nach 1990. Zu den interessantesten Gehöften gehören das Bauerngut Große (Nr. 2), in dem 1830 der Pfarrer und Verleger Karl Ernst Richter Unterschlupf fand, und der Hof  Nr. 9 mit einer Erinnerungstafel an den früheren Weinbau. Auch an anderen Gebäuden im Ort haben sich historische Inschriften und Türschlusssteine erhalten. Das 1843 erbaute Gut Nr. 11 beherbergt heute das Landhotel “Merbitzer Hof” (Foto).

Mobschatzer Meßweg

Der Weg bildete früher die Verbindung zwischen Mobschatz und der Briesnitzer Kirche. Da er von den Bewohnern zum Besuch der Messe genutzt wurde, erhielt er seinen Namen. 1886 erfolgte im unteren Teil der Ausbau zur Straße, die seit 1897 Merbitzer Straße genannt wird. Der Mobschatzer Meßweg ist in neueren Stadtplänen auch als Kirchenweg eingetragen.

 


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