Planetarium






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Das Dresdner Planetarium entstand 1926 an der Stübelallee am Rande des Großen Gartens und existierte nur wenige Jahre. Nachdem der Direktor der Jenaer Zeiss-Werke, der Ingenieur Professor Dr. Bauersfeld 1924 ein Gerät zur Projektion des künstlichen Sternenhimmels entwickelt hatte, interessierten sich auch Astronomiebegeisterte in Dresden für die Anschaffung eines solchen Apparates. Finanziert wurde dessen Anschaffung mit Hilfe der Dr. Güntzschen Stiftung, wobei die Tilgung des Darlehens aus den Betriebseinnahmen erfolgen sollte. Das Gebäude wurde von Stadtbaurat Paul Wolf entworfen und innerhalb weniger Monate realisiert.

Die Besucher betraten das Haus durch eine offene Vorhalle, in der sich auch der Kassenschalter befand. Der eigentliche Vorführsaal hatte einen Durchmesser von ca. 25 Metern und war 15 Meter hoch. Insgesamt fanden in ihm 600 Personen Platz. Hinzu kamen Garderoben-, Büro- und Sanitärräume. Die Eröffnung des Planetariums erfolgte am 24. Juli 1926. Zu den Besuchern gehörten vor allem Schulklassen und Studenten. Trotz der günstigen Lage am Rande des Ausstellungsgeländes blieben die Besucherzahlen jedoch schon bald hinter den Erwartungen zurück. Zur Verbesserung der finanziellen Situation wurden deshalb vergünstigte Karten für mittellose Arbeiter ausgegeben und der Raum gelegentlich für Konzerte und Kinovorführungen genutzt. Außerdem bildete sich ein “Freundeskreis Planetarium”.

Trotz aller Bemühungen führten diese Aktionen nicht zum dauerhaften Erfolg. Nicht zuletzt die Folgen der Weltwirtschaftskrise führten zur Überschuldung der Betreibergesellschaft, welche im Februar 1931 von der Stadt übernommen wurde. Wenig später wurden die Mitarbeiter entlassen und das Planetarium zum Jahresende geschlossen. Danach fanden noch in größeren Abständen Vorführungen unter Leitung der Dresdner Ingenieurschule statt, bevor man die technischen Anlagen demontierte. Teile des Planetariumsapparates sind heute in der Adolf-Diesterweg-Sternwarte in Radebeul als Museumsstücke zu sehen. Das zuletzt als Versammlungsraum und Lager genutzte Gebäude wurde 1945 durch Bomben zerstört.

 


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