Die Fluren rund um Klotzsche waren bereits in der Steinzeit besiedelt, wie die
Entdeckung einer Grabanlage auf dem Gelände des heutigen Bahnhofes 1890 beweist. Auch aus der Bronzezeit konnten an verschiedenen Stellen der Ortsflur Grabbeigaben
und Gefäße freigelegt werden. Klotzsche selbst entstand aus einer slawischen Siedlung und wurde in einer Urkunde vom 9. Oktober 1309 erstmals als Kloiczowe (slawisch =
Rodung) erwähnt. Darin überließ der Burggraf von Dohna anlässlich der Hochzeit seiner Tochter mit Bernhard von Pulsnitz den Ort gemeinsam mit fünf weiteren Dörfern zum Lehen. Mehrfach wechselte die
Schreibweise, bevor am 14. April 1883 der Name “Klotzsche” offiziell durch die Amtshauptmannschaft Dresden-
Neustadt eingeführt wurde. Der Ort blieb bis ins 19. Jahrhundert ein Bauerndorf. Außerdem waren die Imkerei und die
Vogelstellerei von Bedeutung. Nebenher musste die Einwohner verschiedene Frondienste leisten, vor allem im
Zusammenhang mit der Nutzung des Heidewaldes und zur Durchführung der kurfürstlichen Jagden. Ursprünglich gehörte das Dorf zur Dresdner Frauenkirche, erhielt aber um 1320 eine eigene Kirche. Nach mehrfachem Besitzerwechsel kam Klotzsche 1440 an das Amt Dresden.
Stark betroffen wurde der unweit der wichtigen Straße nach Osten gelegene Ort durch kriegerische Handlungen und
Truppendurchzüge. So plünderten 1637 schwedische Soldaten das Dorf und brannten das Schänkgut nieder. Die
Schäden in Klotzsche und anderen Orten der Umgebung waren so schwer, das Kurfürst Johann Georg das Dorf zur
Finanzierung des Wiederaufbaus sogar verpfänden musste. Auch 1813 gab es Gefechte auf den Klotzscher Feldern,
wobei ein Soldat ums Leben kam. Bis zum Eisenbahnbau erinnerte das “Kosakengrab” an der Langebrücker Straße an dieses Ereignis. Schwer beschädigt wurde das Dorf bei mehreren verheerenden Feuersbrünsten, so
1637, 1729 und 1746. Ein Großbrand am 30. Oktober 1802 vernichtete fast den gesamten Ort mit seiner Kirche. Lediglich sieben Häuser blieben von den Flammen
verschont. Die heute erhaltenen Fachwerkgehöfte und die neue Kirche entstanden beim Wiederaufbau, wurden jedoch 1868 erneut durch ein Großfeuer beschädigt. Zu Klotzsche gehörte auch der Schänkhübel, eine 1835 durch ein festes Gebäude
ersetzte Raststätte an der Königsbrücker Landstraße (Foto).
Im 19. Jahrhundert wurde Klotzsche zum Kur- und Villenort. Aufschwung
brachte vor allem die 1845 eröffnete Eisenbahnstrecke, der 1884 die Schmalspurbahn nach Königsbrück folgte. Als neue Stadtteile entstanden ab
1875 die Alberthöhe und der Ortsteil Königswald. Neben den Villen wohlhabender Zuzügler wurden Kur- und Erholungseinrichtungen erbaut und Teile der Dresdner Heide als Waldpark gestaltet. Als Verbindung nach Dresden verkehrte zwischen 1903 und 1904 die “Haidebahn”, einer der ersten O-Busse der Welt. 1910 wurde die Straßenbahnlinie bis zum
Schänkhübel eröffnet, die 1925 bis zum Kurhaus und 1929 bis nach Weixdorf verlängert wurde. Gesellschaftlicher Mittelpunkt der Gemeinde war das Kurhaus an der Königsbrücker Landstraße (Foto) sowie die 1888 gegründete Gaststätte “Alberthöhe”.
Der Gemeinderat des Ortes förderte diese Entwicklung durch die Schaffung neuer kommunaler
Versorgungseinrichtungen. Klotzsche erhielt ein eigenes Gas- und Wasserwerk, neue Schulbauten und 1907 ein Rathaus an der Kieler Straße sowie die Christuskirche am Boltenhagener Platz. 1902 wurde das Waldbad Klotzsche
als erstes Freibad in der Dresdner Heide eröffnet. Der Ort war bis zum Ersten Weltkrieg nicht nur das Ziel zahlreicher
Kurgäste, sondern zog auch bedeutende Dresdner Künstler an, die Klotzsche zu ihrem Wohnsitz machten. Zu ihnen
gehörten der Bildhauer Johannes Schilling, der Maler Conrad Felixmüller und der Literatur-Nobelpreisträger Karl Gjellerup. Nach dem Ersten Weltkrieg verlor Klotzsche als Kurort an Bedeutung, blieb jedoch beliebter
Wohnort. Neue Siedlungen wurden in den Zwanziger Jahren u. a. am Dörnichtweg und am Trobischberg angelegt. 1926 entstand an der Goethestraße das Institut für Wirbeltuberkulose des
Arztes Julius von Finck. Als humanistisches Reformgymnasium wurde 1927 die Landesschule eröffnet, welche nach 1933 die Nazis als Nationalsozialistische Erziehungsanstalt missbrauchten.
Ein neues Kapitel in der Ortsgeschichte brachte das Jahr 1935, als in Klotzsche der vom Heller verlegte Dresdner Flughafen
eröffnet wurde. Gleichzeitig wurde Klotzsche Garnison mit einer Luftkriegsschule und einigen Kasernenbauten. Im gleichen Jahr erhielt der Ort am 18. November
von Gauleiter Mutschmann das Stadtrecht verliehen. Weitere Planungen, wie der Bau eines Stadions und einer Stadthalle, blieben unrealisiert. Noch am 7. Mai 1945 fielen Bomben auf Klotzsche, die
16 Einwohnern den Tod brachten. Am 1. Juli 1950 wurde der kurz zuvor noch zur Rayonstadt (Bezirksstadt) erhobene Ort als bislang einzige Stadt nach Dresden eingemeindet.
In den 50er Jahren erhielt der Stadtteil als Standort zahlreicher Industriebetriebe Bedeutung. 1955 wurden auf dem Gelände der früheren Luftkriegsschule die Flugzeugwerke gegründet, die Ausgangspunkt des zivilen Flugzeugbaus in
der DDR werden sollten. 1959 entstand hier das einzige DDR-Verkehrsflugzeug. Nach einem Absturz des Prototyps
am 4. März 1959 musste der Flugzeugbau auf Weisung der DDR-Führung 1961 eingestellt werden. Auf dem Gelände
siedelten sich neue Unternehmen an, die zum Teil bis heute als Wartungs- und Zulieferfirmen der Luftfahrtindustrie tätig
sind. Für diese wurden 1973-75 eine Reihe neuer Wohnblöcke am Dörnichtweg und der Karl-Marx-Straße errichtet. Nach 1990 entstanden in Klotzsche
weitere neue Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete. Der Dresdner Flughafen wurde erweitert und modernisiert und 2001 mit neuem Terminal eröffnet. Mit dem Bau einer Siemens-Chipfabrik auf
Klotzscher Flur, dem 2009 in Insolvenz gegangenen Chiphersteller Qimonda und weiteren Unternehmen der Forschung
und Hochtechnologie entwickelte sich der Stadtteil zum wichtigen Wirtschaftsstandort der Landeshauptstadt. Ortsteil Königswald: Der Klotzscher Ortsteil Königswald entstand 1875 als Kur- und Villenort am Rande der
Dresdner Heide. Gründer war August Wilhelm Quosdorf, der am kurz zuvor neu eröffneten Eisenbahnhaltepunkt Klotzsche einige Grundstücke aus königlichem Besitz erwarb und diese zur
Bebauung mit Villen weiterverkaufte. 1884 ließ er sich am Bahnhof ein Haus im Schweizerstil errichten, welches er als “Sommerfrische Quosdorf” mit Kursaal und Bad einrichtete. Dieses
Gebäude war Ausgangspunkt des Kurbetriebes. Später diente es als “Hotel zum Bahnhof”, nach
1945 als Lager der Konsumgenossenschaft. An Quosdorf erinnert seit 1896 ein vom Klotzscher Verschönerungsverein gestifteter Gedenkstein gegenüber vom Bahnhof. Die neu angelegten
Straßen wurden unter weitgehender Bewahrung des vorhandenen Waldbestandes mit repräsentativen Villen bebaut (Foto: Darwinstraße 4).
Schulen in Klotzsche: Alte Schule:
Bereits 1688 wurde erstmals eine Dorfschule in Klotzsche erwähnt. Zuvor fand der Unterricht der Dorfjugend im Wohnhaus des Küsters statt. 1791 wurde dieses Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Die heute noch erhaltene Alte Schule entstand 1840 in der Nähe der Kirche im alten Dorfkern an der Klotzscher
Hauptstraße (heute Altklotzsche 30) und wurde am 27. November 1840 eingeweiht. Das Gebäude dient heute als
Wohnhaus. Die Inschrift “Gott schirme dieses Haus und segne unsre Kinder” über dem Eingang erinnert noch an die
ursprüngliche Nutzung. 1840 erwarb die Gemeinde Teile des Pfarrgartens neben der Kirche und errichtete hier ein weiteres Schulgebäude (Altklotzsche 63). 82. Grundschule:
Nachdem der Schulunterricht der Kinder des Ortsteils Königswald zunächst im “Carolaschlösschen” (später Kurhaus Klotzsche) stattfand, entstand 1896 auf
Anregung des vier Jahre zuvor gegründeten Schulbauvereins Königswald ein eigenes Schulhaus des Villenortes an der Auenstraße (Gertrud-Caspari-Straße) Nr. 9. 1906 kam noch
eine Turnhalle hinzu. Bereits 1901 hatte die Gemeinde den Betrieb dieser Schule übernommen. Heute befindet sich hier die 82. Grundschule “Am Königswald”, die 1993/94 einen moderner Erweiterungsbau erhielt.
82. Mittelschule:
1914 entstand an der damaligen Florastraße (heute Korolenkostraße 6) ein weiterer Schulbau. Das meist als “Neue Schule” bezeichnete Gebäude wurde von den Gebrüdern Kießling aus Kötzschenbroda entworfen und
zunächst als Volksschule genutzt. Später wurden hier die Kinder der “Höheren Knaben-und Mädchenschule” Klotzsche-Königswald unterrichtet. Bis 1989 war
dieses Haus als “Siegfried-Rädel-Schule” bekannt und beherbergt jetzt die 82. Mittelschule “Am Flughafen”.
83. Grundschule:
Diese Schule wurde, um dem Einwohnerzuwachs Rechnung zu tragen, 1875 auf einem ehemaligen Weinbergsgrundstück an der Hauptstraße errichtet und am 30. November eröffnet. 1888 entstand daneben noch ein
Erweiterungsbau. An dieser “Höheren Knaben- und Mädchenschule” gab es von Beginn an Gemeinschaftsunterricht,
ein Novum für diese Zeit. Der ursprünglich über dem Eingang befindliche Bibelspruch sowie das Uhrtürmchen sind
nicht mehr erhalten. Die Gebäude an der Klotzscher Hauptstraße 26, zu DDR-Zeiten 83. POS “Siegfried Krebs”
genannt, wurden zuletzt als 83. Grundschule genutzt und im Sommer 2001 geschlossen. Heute befindet sich im Haus ein Kindergarten.
Weitere Schulen entstanden in den 1970er und 80er Jahren im Zusammenhang mit dem Bau einiger Neubaugebiete. Die ehemalige 105. POS an der Karl-Marx-Straße 44 dient heute als
Gymnasium Klotzsche, die 86. POS an der Alexander-Herzen-Straße als 86. Mittelschule (2004 geschlossen - heute Kindertagesstätte) und die 50. POS am Dörnichtweg 54 als Grundschule “Gertrud Caspari”. Pollatzschule: Die Einrichtung entstand während des Ersten Weltkrieges als Privatschule des Studienrates Manfred
Pollatz und nutzte die Villa “Silvana” auf der Königsbrücker Landstraße 82. Das pädagogische Konzept sah neben
Freiluftunterricht auch Kurse in Sport, Fremdsprachen, Naturkunde und Handarbeit vor und verzichtete auf die
Vergabe von Zensuren. Für sozial benachteiligte Kinder wurden zudem preiswerte Mittagsmahlzeiten angeboten. Ende
der Zwanziger Jahre verließ Pollatz Deutschland und emigrierte in die USA, womit die Geschichte der Privatschule endete. Landesschule:
Die bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Schule wurde 1927 aus der Albertstadt in die
neu entstandene Schulstadt in Klotzsche verlegt. Als größte Internatsschule Sachsens mit ca. 250 Plätzen sollte sie als
Nachfolgerin des aufgelösten Kadettencorps ihre Schüler im Sinne eines humanistisch-bürgerlichen Bildungsideals
erziehen. Der aus mehreren Gebäuden bestehende Komplex wurde von den Architekten Heinrich Tessenow und Oskar Kramer entworfen und bis 1934 als Internatsschule genutzt. Neben dem Schulgebäude entstanden sechs
Internatsbauten, ein Festsaal, Turnhalle, Sportstadion und Verwaltungsgebäude. Foto: Luftaufnahme der früheren Landesschule aus den Dreißiger Jahren
Nach Schließung der Landesschule richteten die Nazis hier eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA) ein
und benannten die Einrichtung in “Rudolf-Schröter-Schule” um. Im Geiste des 1931 bei Auseinandersetzungen in
Leipzig erschossenen Nationalsozialisten Rudolf Schröter sollten hier junge deutsche Männer zu Führungsnachwuchs
des NS-Staates erzogen werden. Auf dem Lehrplan der einzigen “Eliteschule” ihrer Art in Sachsen standen deshalb
neben den klassischen Unterrichtsfächern die politische Erziehung und eine straffe vormilitärische Ausbildung. Von
1945 bis 1992 dienten die Gebäude der Sowjetarmee. Nach deren Abzug wurde die ehemalige Landesschule
rekonstruiert und 2001 als Berufsgenossenschaftliche Akademie für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz eröffnet (seit 2010 Institut für Arbeit und Gesundheit). Luftkriegsschule: Die Grundsteinlegung für diese Schule erfolgte am 1. Mai 1935 an der Königsbrücker Landstraße
159. Bis zur Eröffnung der Einrichtung im August 1936 entstanden nach Plänen von Ernst Sagebiel verschiedene Schul-
und Wohngebäude, Kasernen und technische Anlagen. Hier wurden bis 1945 Offiziere der Luftwaffe ausgebildet.
Obwohl die Luftkriegsschule von den schweren Luftangriffen im Februar 1945 verschont blieb, wurde sie im März
nach Straubing evakuiert. Die zu Kriegsende geplante Sprengung des Gebäudekomplexes konnte verhindert werden.
Das Gelände war ab 1955 Sitz der Flugzeugwerke und ist heute als Gewerbepark “Micropolis” Sitz verschiedener Unternehmen. Außerdem nutzen die Staatlichen Kunstsammlungen einige Gebäude als Depot und
Restaurierungswerkstätten. Postwesen in Klotzsche:
Die erste Poststelle in Klotzsche wurde 1873 im Haus Hauptstraße 1 eingerichtet. 1883 wurde diese zur Postagentur,
1890 zum Kaiserlichen Postamt erhoben. Im Jahr 1899 entstand ein Neubau an der Königsbrücker Straße 79. 1936
wurde das Klotzscher Postamt zur Gertrud-Caspari-Straße verlegt. Grund war vor allem die spürbare Zunahme des
Briefverkehrs nach Eröffnung des Flughafens, der 1937 ein eigenes Luftpostamt erhielt. Das neue Postamt besaß neben
den Diensträumen auch ein modernes Telegrafenamt, eine Rentenstelle, zwei Beamtenwohnungen sowie einen Betriebshof mit Tankstelle für die hier stationierten Kraftwagen.
In den letzten Kriegsmonaten hatte Klotzsche eine besondere postalische Bedeutung, da sich hier in einem
Bahnpostwagen der Ersatz für das zerstörte Dresdner Bahnpostamt befand. Dieses war zeitweise für die gesamte
Briefpost in Sachsen zuständig und übernahm auch die Verteilung von Paketen für die Stadt Dresden. Dieses ungewöhnliche Postamt bestand noch bis zum 12. Juli 1945.
Nach der Eingemeindung kam Klotzsche 1950 auch postalisch zu Dresden. Das Postamt Klotzsche blieb jedoch
weiterhin bestehen. 1993 wurde zudem eine Außenstelle am Flughafen eingerichtet. Im Jahr 2000 eröffnete im
Fontane-Center am Sagarder Weg eine neue Postfiliale, woraufhin das bisherige Postamt Gertrud-Caspari-Straße geschlossen wurde. Rathaus Klotzsche:
Das Rathaus wurde 1907 an der Kieler Straße errichtet und war bis 1950 Sitz der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung. Architekt des Gebäudes an der damaligen Gartenstraße
52 war C. Rudolph. Für den Ratssaal schuf der Maler Friedrich Alfred Oehme 1934/35 ein Gemälde, welches einen Blick über den Ort zeigt. Das Bild wurde nach 1950 entfernt
und kehrte erst 2000 wieder an seinen Ursprungsort zurück. Das Rathaus dient heute als Sitz des Ortsamtes Klotzsche (Foto). 1916 wurde vor dem Gebäude ein Gedenkstein für
Theodor Körner aufgestellt. Schöpfer war der Bildhauer Gröne, Mitglied des Königlich-Sächsischen Militärvereins Klotzsche. Wasserwerk Klotzsche: Das Klotzscher Wasserwerk wurde 1899 an der Königsbrücker Landstraße durch den Ingenieur
und Architekten F. Salbach errichtet. Die Wasserförderung erfolgte über mehrere Tiefbrunnen und den Flossertgraben. Im Werksgelände befand sich ein unterirdischer Wasserbehälter, aus welchem
das Trinkwasser zu einem zweiten Hochbehälter auf die Rähnitzer Höhe gepumpt und anschließend in die Haushalte geleitet wurde. Wegen des Flughafenbaus musste 1935 dieser
Behälter abgetragen und als Ersatz ein neuer Wasserturm errichtet werden, der bis heute den Ort überragt und Wahrzeichen Klotzsches ist (Foto 1999). Der 28 Meter hohe Turm war zeitweise
auch Bestandteil des früheren Stadtwappens.
Nach 1945 wurde das Wasserwerk, dessen technische Einrichtung noch erhalten ist, stillgelegt. Der architektonisch
interessante Turm mit einer Relieftafel an der Fassade war noch bis in die 1960er Jahre in Betrieb und wurde zugleich
als Feuerwachturm genutzt. Pläne für einen Umbau zum Jugendclub scheiterten an den hohen Kosten. Nach dem
Verkauf des denkmalgeschützten Gebäudes entstanden 2003/04 nach Entwürfen des Architekturbüros Gast mehrere
Eigentumswohnungen. Dabei erhielt der Turm einige zusätzliche Fenster, Balkons und eine verglaste Veranda im
obersten Geschoss. Das Relief von der Fassade mit Darstellung einer Dame mit Wassergefäß ist heute im Garten aufgestellt. Gaswerk Klotzsche:
Das Klotzscher Gaswerk entstand 1904 auf Beschluss des Gemeinderates am Ortsausgang in Richtung Weixdorf in
unmittelbarer Nachbarschaft des Wasserwerkes und wurde am 13. April 1905 in Betrieb genommen. Zunächst besaß
dieses Werk drei Öfen, Geräte- und Personalräume sowie ein Gasometer mit 800 Kubikmetern Inhalt. Zwischen 1908
und 1911 erfolgten Erweiterungen des Betriebes, u. a. der Neubau eines zweiten Gasometers. Weitere Verbesserungen und Modernisierungen wurden nach dem Ersten Weltkrieg vorgenommen. Hauptaufgabe des Werkes
war die Versorgung der örtlichen Bevölkerung und Industrie mit Stadtgas sowie die Sicherung der Straßenbeleuchtung. Das Gaswerk überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschädigt und wurde 1950 stillgelegt. Weiterführende Literatur und Quellen
Klotzscher Nachrichten
23. August 2010:
Der Spielplatz an der Ecke Zinnowitzer / Rostocker Straße wird bis Mitte Oktober umgestaltet. U.a. wird ein neues Klettergerüst aufgestellt und eine Seilschaukel installiert. Außerdem ist eine Neubepflanzung des Geländes vorgesehen.
14. Juli 2010:
Das zwischen 1934 und 1935 erbaute “Hansa-Haus” des Flughafens mit dem ehemaligen Empfangsgebäude soll bis zum Jahresende abgerissen werden. Das Gebäude war mehrfach umgebaut worden und steht wegen dieser starken Veränderungen nicht unter Denkmal- schutz. Zuletzt hatten hier nur noch gelegentliche Veranstaltungen stattgefunden.
3. Juni 2010:
Einweihung eines neuen Parkhauses am Flughafen Klotzsche. Das Gebäude bietet künftig ca. 1300 zusätzliche Stellplätze an und kostete ca. 9 Millionen Euro. Das Haus ist mit einer gläsernen Fußgängerbrücke unmittelbar mit dem Terminal verbunden.
11. Mai 2010:
An der Karl-Marx-Straße / Ecke Boltenhagener Straße wird ein neues Einkaufszentrum übergeben. Das architektonisch ungewöhnliche Gebäude wird künftig einen Konsum-Markt und mehrere kleinere Geschäfte beherbergen und soll am 1. Juni eröffnet werden. Entworfen wurde der geschwungene Bau vom Dresdner Architekten Dieter Gechter.
23. April 2010:
An der Traubelstraße und der Straße Am Wasserwerk sollen in den kommenden Monaten insgesamt 16 neue Einfamilienhäuser entstehen. Moderne Stadthäuser sind bereits an der Traubelstraße im Bau.
5. März 2010:
Am früheren Wohnhaus des Bildhauers Johannes Schilling soll aus Anlass seines 100. Todestages eine Gedenktafel angebracht werden. Finanziert wird die Tafel durch Spenden von Klotzscher Bürgern sowie aus Mitteln des Amtes für Kultur und Denkmalschutz.
13. Februar 2010:
Ein von 1950 bis 2001 als Kindergarten genutztes Gebäude der ehemaligen Luftkriegsschule wird neuer Firmensitz der IT-Firma pdv-Systeme. Das in den 1930er Jahren gebaute Haus wurde dafür denkmalgerecht saniert und beherbergt nun die Büros des auf Netzwerke und Systemtechnik spezialisierten Unternehmens.
6. Januar 2010:
In Erinnerung an das 700. Ortsjubiläum Klotzsches ist eine DVD mit den Höhepunkten des Festjahres erschienen. Diese enthält auch zahlreiche Bildes des Festumzuges vom September 2009 und ist in vielen Geschäften des Stadtteils erhältlich.
7. Dezember 2009:
Richtfest für das neue Einkaufszentrum an der Karl-Marx- / Ecke Boltenhagener Straße. Zuvor befand sich auf dem Grundstück ein Einkaufsmarkt aus DDR-Zeiten. Nach der Fertigstellung im April 2010 sollen hier ein Konsum- und ein Drogeriemarkt sowie mehrere kleine Läden einziehen.
2. Dezember 2009:
Mit einem symbolischen Baggerhub begannen auf dem Areal des früheren Heizkraftwerkes die Arbeiten zum Bau einer modernen Biogasanlage. Ab August 2010 soll hier aus
Maissilage und Gülle Biogas erzeugt werden, welches dann zur Stromerzeugung für ca. 1000 Haushalte genutzt wird. Die erzeugte Abwärme dient der Beheizung von Wohn- und Büroräumen in
Klotzsche.6. November 2009: Das Gymnasium Klotzsche erhält voraussichtlich 2011 eine neue Sporthalle.
Der Neubau an der Karl-Marx-Straße soll als Dreifeld-Halle gestaltet und im August 2012 übergeben werden. 7. Oktober 2009:
Die Kindertagesstätte “Koboldland” an der Klotzscher Hauptstraße 26 soll zum Jahreswechsel vom Omse e.V. übernommen werden. 1. Oktober 2009:
Auf dem Göhrener Weg wird ein neuer Pflegestützpunkt des DRK eröffnet. Angeboten werden u.a. Pflegeberatungen, häusliche Pflegedienstleistungen, Essen auf Rädern und
Gesundheitsseminare. 14. September 2009:
Aus Anlass der 700-Jahr-Feier von Klotzsche ist ein neues Fotobuch mit zahlreichen Aufnahmen des Stadtteils erschienen. Das
Buch ist für 20 Euro bei CEWE Color auf der Karl-Marx-Straße erhältlich.
Im Oktober wird außerdem ein neuer Band der Reihe “Aus der Geschichte
eines Dresdner Stadtteils” sowie ein Buch über die Geschichte der ehemaligen Landesschule (“Lernträume”) herausgebracht. Die offizielle
Präsentation erfolgt am 8. Oktober im Akademie-Hotel auf der Königsbrücker Landstraße 2. Erhältlich sind die Bücher im Buchhandel und einigen Klotzscher Geschäften.
9. September 2009:
Grundsteinlegung für das neue Flughafen-Parkhaus. Fertiggestellt werden soll das Haus bis zum Juni 2010.15. Juli 2009:
Voraussichtlich im September soll mit dem Erweiterungsbau des Flughafen- Parkhauses begonnen werden. Vorgesehen ist ein siebengeschossiges Gebäude mit ca. 1300
neuen Stellplätzen. Zu Spitzenzeiten und bei Veranstaltungen war das bisherige Parkhaus bereits an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. |
|
|