Die katholische Kirche St. Hubertus entstand 1936 für die Betreuung der katholischen Kurgäste
und Bewohner des Ortes. Bereits 1928 hatte Vikariatsrat Karl Rothe das Grundstück Am Hochwald 6-8 erworben, um hier ein Gotteshaus zu errichten. Für den Bau wählte man einen
Entwurf des Architekten Robert Witte, welcher jedoch aus Kostengründen überarbeitet wurde. Nach knapp einjähriger Bauzeit konnte die zunächst als Kapelle Weißer Hirsch bezeichnete
Kirche am 31. Januar 1937 eingeweiht werden. Gestühl, Kanzel und eine Pieta wurden aus dem kurz zuvor von den Nazis geschlossenen St.-Benno-Gymnasium übernommen.
Wegen des Zuzugs vertriebener Katholiken aus dem Osten wuchs die kleine Gemeinde nach 1945 deutlich an. Deshalb entschied man sich 1957, die bisherige Außenstelle der Neustädter
St.-Franziskus-Xaverius-Gemeinde zur selbstständigen Pfarrei zu erheben. Kurz darauf entstand auf dem Grundstück
eine kleine Baracke, die viele Jahre für den Religionsunterricht genutzt wurde. Unweit davon steht das bis heute genutzte Gemeindehaus (Am Hochwald 2). Im Inneren der
Kirche befinden sich drei Deckengemälde von Bruno Seener, die Szenen aus dem Leben der Heiligen Hubertus und Lambertus zeigen. Diese Bilder entstanden erst nach 1945. Weitere Plastiken und Gemälde befassen
sich mit der gleichen Thematik. Der Legende nach soll Hubertus an einem Karfreitag auf der Jagd ein Hirsch mit
einem leuchtenden Kreuz im Geweih erschienen sein, weshalb er bis heute als Schutzpatron der Jäger verehrt wird.
Der Innenraum der Hubertuskirche wurde zwischen 1975 und 1979 von Lothar Gonschor neu gestaltet und erhielt dabei ein Altarkreuz des Dresdner Künstlers Peter Makolies.
Eine erneute Sanierung erfolgte 2008 durch das Architektenbüro Harmel + Löser. Die neue Altargestaltung bezieht
zwei Reliquien der heiligen Donata und des heiligen Innozenz mit ein, welche aus der Kapelle des alten St.-Benno-
Gymnasiums stammen. Im Turm läuten seit 1956 drei Glocken der Apoldaer Glockengießerei Schilling & Lattmann. Zugleich erwarb die Gemeinde damals eine Orgel der Firma Jehmlich, welche bis heute in Gebrauch ist.
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