Rochwitz

Gemeindesiegel von Rochwitz

Postleitzahl: 01326


 


Schulen in Rochwitz:

Der Stadtteil Rochwitz, bestehend aus drei Ortsteilen auf der Hochfläche zwischen Loschwitz- und Wachwitzgrund und an der Grundstraße, wurde 1378 als Rochewitz erstmals urkundlich erwähnt. Der Name geht vermutlich auf einen slawischen Ortsgründer Roch zurück. Altrochwitz, später auch Oberrochwitz genannt, bildete ursprünglich ein Straßenangerdorf mit Blockstreifenflur in einer Geländesenke und gehörte 1463 der Dresdner Bürgerfamilie Kundig. Die Gerichtsbarkeit oblag dem Rittergut Helfenberg. Im 16. Jahrhundert kam Rochwitz unter die Herrschaft der Familie Karras auf Schönfeld und unterstand zwischen 1609 und 1839 dem Rittergut Gönnsdorf. Zur Rochwitzer Flur gehören auch das Rochwitzer Tännicht, welches 1832 dem Staatsforstrevier Pillnitz zugeordnet wurde, und die im Wachwitzgrund gelegene Pappritzmühle. 1869 wurde ein Großteil des Ortes bei einem Dorfbrand zerstört, so dass nur noch acht Gehöfte erhalten blieben (Foto).

Mitte des 16. Jahrhunderts bildete sich abseits vom Dorfkern die kleine Häuslergemeinde Niederrochwitz an der Einmündung der heutigen Tännichtstraße in den Loschwitzgrund (Foto: Grundstraße 153). Hier befindet sich auch das zu den ältesten sächsischen Schankwirtschaften gehörende Gasthaus “Zur Eule”. 1883 kam als dritter Ortsteil die Villensiedlung Neurochwitz hinzu, die von den Gebrüdern Karl und Gustav Pietzsch auf unbebautem Gebiet oberhalb des Loschwitzgrundes angelegt wurde. Wegen seiner abseitigen und schwer erreichbaren Lage erhielten dieser Ortsteil und ein 1893 hier eröffnetes Gasthaus im Volksmund den Namen “Kamerun”. Erst einige Jahre nach Gründung der Siedlung entstand eine Holzbrücke über den Loschwitzbach mit einer neuen Zufahrtsstraße, die die Verkehrsverhältnisse in diesem Gebiet verbesserten. 1899 wechselte die kirchliche Zugehörigkeit von Rochwitz von der Schönfelder zur Bühlauer Kirche.

Foto: Blick von Oberrochwitz nach Bühlau (historische Postkarte von 1908)

Am 1. April 1921 wurde Rochwitz gemeinsam mit seinen Nachbarorten nach Dresden eingemeindet. Nach dem Ausbau der Karpatenstraße entstanden Mitte der 20er Jahre neue Wohnhäuser durch die Siedlervereinigung Dresden - Loschwitz - Rochwitz. Durch den Rochwitzer Verschönerungsverein wurden außerdem Ruheplätze, Spazierwege und eine Bergrodelbahn geschaffen. Eine weitere Kleinhaussiedlung folgte 1937/38 an der Hutbergstraße. Im gleichen Jahr erhielt der Ort mit der Buslinie C Anschluss an das öffentliche Nahverkehrsnetz. Nach 1945 wurde diese zunächst durch einen Pendelverkehr zur Bergstation der Schwebebahn, 1950 durch die Buslinie 84 ersetzt. Bis heute ist Rochwitz vor allem Wohnvorort geblieben. Einige Neubausiedlungen entstanden nach 1990 an der Karpaten- und der Herrenbergstraße. Auf Rochwitzer Flur liegt auch die Hedwigsquelle, deren Wasser der Sage nach Jugend und Schönheit geben soll. Gleiches wird von der nahen Ziegengrundquelle an der Grundstraße behauptet.

 

Schulen in Rochwitz:

Rochwitz gehörte ursprünglich zur Schönfelder Kirche. Die Kinder des Ortes besuchten deshalb zunächst die dortige Kirchschule, später bis 1882 die Schule im Nachbarort Bühlau. Im diesem Jahr entstand für die Gemeinde Rochwitz ein eigenes Schulhaus an der Hutbergstraße 2, welches heute von der 61. Grundschule “Heinrich Schütz”  genutzt wird.

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Rochwitzer Straßen

Weiterführende Literatur und Quellen

Rochwitzer Nachrichten

12. Oktober 2011: Grün- und Ackerflächen in Rochwitz sollen künftig nicht mehr bebaut werden dürfen. Diesen Antrag brachten die Grünen im Loschwitzer Ortsbeirat ein. Die noch unbebauten Freiflächen sollen wegen ihrer Bedeutung als Kaltluftentstehungsgebiet für das Stadtklima erhalten bleiben.

25. August 2011: Die Siedlung Oberrochwitz feiert am 3. / 4. September den 75. Jahrestag ihrer Gründung. In Zusammenarbeit mit der Schule, ortsansässigen Handwerkern und Künstlern hat der Siedlungsverein „Oberrochwitz“ ein buntes Programm zusammengestellt.

28. Juli 2011: Auf dem Gelände neben der 61. Grundschule sollen in den kommenden Monaten ein leer stehendes Wohnhaus und mehrere Nebengebäude abgerissen werden. Künftig kann auf dem Areal dann bei Bedarf ein Erweiterungsbau für die Schule entstehen.

4. Juni 2011: Im Juli wird der Abriss der ehemaligen Gewerbegebäude und -baracken auf dem Grundstück Karpatenstraße 20 fortgesetzt. Mit dem Abriß verschwindet ein Schandfleck im Ortsbild. Teile der Fläche sollen künftig wieder aufgeforstet werden.

14. Januar 2011: Voraussichtlich im Spätsommer wird die Ortsdurchfahrt an der Hutberg-, Gönnsdorfer und Bühlauer Straße sowie in Altrochwitz und Teilen der Krügerstraße ausgebaut. Die Arbeiten werden ca. 12 Monate dauern und sollen die immensen Straßenschäden im Ortskern beseitigen.

  Feinste Christollen
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