Pappritz

Gemeindesiegel von Pappritz

Postleitzahl: 01328


Pappritz wurde 1278 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name des von slawischen Siedlern gegründeten Ortes bedeutet “die im Farn sitzenden”. Möglicherweise wurde der Ortsname auch vom slawischen Wort paprzyca abgeleitet, welches einen Teil des Mühlsteins bezeichnet und auf eine Wassermühle hinweisen könnte. 1420 unterstand Pappritz dem Rittergut Helfenberg und gehörte ab 1572 zum Rittergut Pillnitz. Kirchlich war der Ort der Weißiger Kirche unterstellt. 

Im nahen Wachwitzgrund bestand seit dem 16. Jahrhundert eine Wassermühle, die unter dem Namen Pappritzmühle noch bis 1886 in Betrieb war und heute als Wohnhaus genutzt wird. Bis ins 20. Jahrhundert blieb der Ort ein unbedeutendes kleines Bauerndorf am Rande des Schönfelder Hochlandes über dem Elbtal. Erst durch den Bau der Staffelsteinstraße zwischen Pappritz und Niederpoyritz 1914 verbesserten sich die Verkehrsverbindungen, was zur Entstehung neuer Wohnsiedlungen führte.

Pappritz schloss sich 1994 der neu entstandenen Großgemeinde Schönfeld-Weißig an. Durch den Bau weiterer Wohnsiedlungen vergrößerte sich die Einwohnerzahl deutlich. Gemeinsam mit den anderen Hochlandgemeinden wurde der Ort am 1. Januar 1999 Stadtteil von Dresden.

 

Pappritzer Hof:

Der heutige “Pappritzer Hof” geht auf einen 1726 erstmals erwähnten Gasthof zurück. 1846 kehrte Richard Wagner in diesem Lokal ein. Das heutige Gebäude entstand 1871 und befand sich ab 1916 im Besitz des Dresdner Gastwirts Karl Wilhelm Fleischer. Fleischer ließ den Gasthof deutlich erweitern und machte ihn zu einem beliebten Ausflugslokal . Neben den Restaurationsräumen und einem großen Saal gab es ab 1928 den “Lindengarten”, der bei sommerlichen Konzerten und Tanzveranstaltungen bis zu 1000 Personen Platz bot.

Nach Fleischers Tod 1932 wurde die Gaststätte von dessen Ehefrau, später von der Tochter weitergeführt. 1948 verkaufte die Familie das Anwesen, welches zu DDR-Zeiten als Kinderferienlager des Kaliwerkes Volkenroda diente.  In diesem Zusammenhang entstand auch ein neues Bettenhaus. Der 1992 privatisierte Gasthof wird heute als Gaststätte und Hotel “Pappritzer Hof” betrieben.

Weiterführende Literatur und Quellen

Pappritzer Nachrichten

  Feinste Christollen

6. November 2009: Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes darf die umstrittene Tennishalle in Pappritz auch künftig für Sportveranstaltungen genutzt werden. Allerdings ist eine maximale Auslastung mit 16 Spielern und Zuschauern erlaubt. Die Stadt Dresden hatte die Nutzung des Gebäudes zuvor aus Brandschützgründen verboten, nachdem es hier mehrfach Veranstaltungen der rechten Szene gegeben hatte.

12. März 2009: Auf dem Gelände neben dem neuen Feuerwehrhaus soll ein neuer Spielplatz entstehen. Außerdem sind ein Bolzplatz sowie weitere Sportmöglichkeiten vorgesehen. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Konjunkturpaketes.

20. Juni 2008: Der neu gestaltete “Froschbrunnen” am Pappritzer Dorfteich ist seit kurzem in Betrieb. Die nach einer Terrakottafigur von Ludwig Godenschweg gegossene Bronzefigur wird mit Hilfe einer Solaranlage betrieben und gehört zum Verschönerungskonzept des Ortsteils.

19. Juni 2008: Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrgerätehaus Pappritz/Gönnsdorf. Das neue Gebäude soll im kommenden Frühjahr übergeben werden. Vorgesehen sind eine Fahrzeughalle für drei Feuerwehreinsatzfahrzeuge sowie Sozial- und Umkleideräume.


  Gratis iPod Shuffle3 zur Doppel-Flat 6000 für nur 29,90 EUR monatlich
[Home] [Nord] [Nordwest] [Neustadt] [Nordost] [West] [Zentrum] [Südwest] [Süd] [Südost] [Ost] [Register] [Kontakt] [Impressum]