Schönfelder Kirche






Ev.-luth.
Kirchgemeinde
Schönfeld
Borsbergstraße 6
01328 Dresden

Tel. 0351/2618572

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Ev.-Luth.
Kirchgemeinde
Schönfeld-Weißig

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Die Schönfelder Kirche entstand vermutlich bereits gleichzeitig mit der Ortsgründung um 1300 und bestand bereits vor der Reformation. Das Gotteshaus bildete den kirchlichen Mittelpunkt des Schönfelder Hochlandes und war auch für die Dörfer Bühlau, Quohren und Rochwitz zuständig. Erst 1898 schieden die letztgenannten Orte aus der Schönfelder Parochie aus und bildeten eine selbständige Gemeinde. Aus der romanischen und gotischen Frühzeit der Kirche sind noch einige Mauerteile und eine Grabstele im Vorraum erhalten. Mit der Reformation hielt 1539 auch in Schönfeld der evangelische Glauben Einzug.

Im 17. Jahrhundert erfolgten eine Reihe größerer Umbauarbeiten. Dabei erhielt die Kirche u.a. einen neuen Kirchturm, der 1660 vollendet werden konnte. 16 Jahre später erweiterte man das Kirchenschiff von 16 auf 25 Meter und fügte den Chorraum mit einer neuen Gruft hinzu. Mit der Anschaffung einiger neuer Ausstattungsstücke und dem Bau des Pfarrhauses 1691 konnten diese Arbeiten im Wesentlichen abgeschlossen werden.

Erst 1829 kam es erneut zu Veränderungen im Innenraum, dem nun die Emporen hinzugefügt wurden. Auch das Dach wurde verändert und mit Dachgauben versehen. Den einschneidendsten Eingriff in die überkommene Bausubstanz brachte jedoch die Aufstockung des Kirchturms auf 54 Meter im Jahr 1895. Wegen des störenden Gesamtbildes entschloss sich die Gemeinde bereits 1935 zu einem Rückbau des Turmaufsatzes, welcher jedoch erst 1974 im Zusammenhang mit einer grundlegenden Rekonstruktion des Gebäudes vorgenommen werden konnte. Weitere Restaurierungsarbeiten folgten in den 90er Jahren.

Die Schönfelder Kirche besitzt einige bemerkenswerte historische Ausstattungsstücke. Dazu gehören der der 1656 von Christoph Abraham Walther geschaffene Altar sowie die 1677 entstandene Kanzel des Graupaer Bildhauers Peter Nacke. Jüngeren Datums sind die Jahn-Orgel sowie ein Glasbild König Alberts, die beide 1904 nach Schönfeld kamen. 1974 schuf der Schullwitzer Kunstschmied Heini Ufer neue Kronleuchter sowie 1987 die Innengittertür im Kirchenschiff. Die drei Glocken stammen von 1850 und 1986, nachdem die Vorgänger im Ersten bzw. im Zweiten Weltkrieg zum Einschmelzen abgegeben werden mussten.

In der Kirche befindet sich auch eine Reihe wertvoller Grabdenkmäler. Ältestes ist das des 1575 auf Schloss Schönfeld verstorbenen kurfürstlichen Kanzlers Cracow in einer der Grüfte. Weitere historische Grabmale erinnern an die Adelsfamilie Dehn-Rothfelser, die sich Verdienste um die Landwirtschaft und den Obstbau im Schönfelder Hochland erwarben. Ernst Albert von Dehn-Rothfelser verfasste 1629 das erste sächsische Buch über den Obst- und Weinbau in diesem Gebiet. In der Großen Gruft unter dem 1678 angefügten Chorraum ruhen verschiedene Mitglieder der Familie von Friesen, darunter Augusta Constantia von Friesen (+ 1728). Diese war als legitimes Kind von August dem Starken und der Gräfin Cosel anerkannt und heiratete später den Schönfelder Schlossherren.


Friedhof:

Der erste Schönfelder Friedhof befand sich unmittelbar an der Kirche und entstand vermutlich bereits um 1300. Bis zum 18. Jahrhundert wurden hier die Toten aus den Dörfern zwischen Bühlau und Graupa beigesetzt. Als dieser Kirchhof zu klein geworden war, wurde 1790 der heutige Neue Friedhof außerhalb des Ortskerns angelegt. Auf dem 1855 stillgelegten alten Kirchhof sind noch einige wenige historische Grabdenkmale erhalten geblieben. Die älteste Grabplatte stammt von 1523.

Auf dem neuen Friedhof befinden sich einige Grüfte aus dem 18./19. Jahrhunert. Zu den hier beerdigten Personen gehört auch Johann Christoph Friedrich, der bis zu seinem Tod 1819 königlicher Forstzeichenschläger war. Die Friedhofskapelle stammt von 1895.
 


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