Schullwitz

Postleitzahl: 01328



Bibliothek Schullwitz
Bühlauer Str. 35
01328 Dresden

Schullwitz entstand im 12. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Besiedlung der Schönfelder Hochlandes durch deutsche Siedler. 1908 erhielt der Ort Anschluss an die Hochlandbahn Dürrröhrsdorf - Weißig, blieb jedoch trotzdem bis zur Gegenwart landwirtschaftlich geprägt. 1994 schloss sich Schullwitz der Gemeinde Schönfeld-Weißig an und gehört seit dem 1. Januar 1999 zu Dresden. Nach 1990 entstand am südlichen Ortsausgang ein kleiner Wohnpark.

Am alten Verbindungsweg nach Eschdorf befand sich bis 2005 ein mittelalterliches Steinkreuz. Das über 1 Meter hohe Kreuz wurde im 15./16. Jahrhundert vermutlich als Sühnekreuz bzw. als Erinnerung an einen Unglücksfall aufgestellt und später in eine Feldsteinmauer einbezogen. 1860 wurde es vom Eschdorfer Pfarrer Seidemann erstmals beschrieben, geriet jedoch danach wieder in Vergessenheit. Erst 2005 konnte das historische Objekt geborgen, restauriert und an einen neuen Platz an der Bühlauer Straße umgesetzt werden.

 

Schullwitzer Schule:

Nachdem die Kinder des Dorfes lange Zeit die Schulen der Nachbarorte besuchen mussten, entschloss man sich 1897 zum Bau eines eigenen Schulhauses an der Bühlauer Straße 35. Der ein Jahr später eröffnete Neubau wurde teilweise von dem aus dem benachbarten Eschdorf stammenden Mühlenbesitzer Gottlieb Traugott Bienert finanziert. Bis 2004 nutzte eine Grundschule das Gebäude. Heute beherbergt das frühere Schulhaus ein Kindertagesstätte. In der oberen Etage ist die Ortsbibliothek untergebracht. Weitere Räume sollen künftig von örtlichen Vereinen bzw. als Heimatstube genutzt werden.

  Schulfreunde wiederfinden!

Triebenberg:

Südlich des Ortes liegt der Triebenberg, der mit 383 m höchster Berg des Schönfelder Hochlandes ist. Der Berg war bereits vor 1945 Ausflugsziel für Wanderer und Flugbegeisterte. 1931 starteten hier erstmals die Segelflieger. Nach 1945 wurde der Berg von der Sowjetarmee besetzt, die auf dem Triebenberg bis zu ihrem Abzug am 12. 10. 1992 eine Radarstation betrieb. Dafür entstanden einige Wohn- und Wirtschaftsgebäude, die 1998 abgerissen wurden. 1999 wurde an gleicher Stelle eine Forschungseinrichtung der Technischen Universität erbaut, die hier hochempfindliche Elektronenmikroskope installierte. 2006 kam eine Außenstelle des Lohrmann-Observatorium der TU für astronomische Beobachtungen hinzu. Herzstück ist ein modernes Spiegelteleskop für die Erforschung von Asteroiden.

Schullwitzer Nachrichten

28. Februar 2011: Gegen den geplanten Bau eines Windkraftparks am Nordosthang des Triebenbergs regt sich Widerstand. Während Natur- und Heimatschützer die Verschandelung der Landschaft kritisieren, befürchten Wissenschaftler der TU die Beeinflussung ihrer hochempfindlichen Messinstrumente des Labors für Elektronenmikroskopie und für die Asteroidenbeobachtung.

22. September 2010: Die Schullwitzer Agrikultur GmbH will die Leistung ihrer Biogasanlage schrittweise erhöhen.  Künftig sollen dann bis zu 2 MW Strom erzeugt werden. Als Rohstoff der Anlage werden die bei der Rinderzucht anfallende Gülle sowie Gras- und Maissilage genutzt, welche in einem Blockheizkraftwerk verbrannt werden.
 

 

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