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Schullwitz entstand im 12. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Besiedlung der Schönfelder Hochlandes durch deutsche Siedler. 1908 erhielt der Ort Anschluss an die Hochlandbahn
Dürrröhrsdorf - Weißig, blieb jedoch trotzdem bis zur Gegenwart landwirtschaftlich geprägt. 1994 schloss sich Schullwitz der Gemeinde Schönfeld-Weißig an und gehört seit dem 1. Januar 1999 zu Dresden. Nach 1990 entstand am südlichen Ortsausgang ein kleiner Wohnpark.
Am alten Verbindungsweg nach Eschdorf befand sich bis 2005 ein mittelalterliches Steinkreuz. Das über 1 Meter hohe Kreuz wurde im 15./16. Jahrhundert vermutlich als Sühnekreuz bzw. als Erinnerung an einen
Unglücksfall aufgestellt und später in eine Feldsteinmauer einbezogen. 1860 wurde es vom Eschdorfer Pfarrer Seidemann erstmals beschrieben, geriet jedoch danach wieder in Vergessenheit. Erst 2005 konnte das historische
Objekt geborgen, restauriert und an einen neuen Platz an der Bühlauer Straße umgesetzt werden. Schullwitzer Schule: Nachdem die Kinder des Dorfes lange
Zeit die Schulen der Nachbarorte besuchen mussten, entschloss man sich 1897 zum Bau eines eigenen Schulhauses an der Bühlauer Straße 35. Der ein Jahr später eröffnete Neubau wurde teilweise von dem aus dem benachbarten
Eschdorf stammenden Mühlenbesitzer Gottlieb Traugott Bienert finanziert. Bis 2004 nutzte eine Grundschule das Gebäude. Heute beherbergt das frühere Schulhaus ein Kindertagesstätte. In der oberen Etage ist die
Ortsbibliothek untergebracht. Weitere Räume sollen künftig von örtlichen Vereinen bzw. als Heimatstube genutzt werden. Triebenberg: Südlich des Ortes
liegt der Triebenberg, der mit 383 m höchster Berg des Schönfelder Hochlandes ist. Der Berg war bereits vor 1945 Ausflugsziel für Wanderer und Flugbegeisterte. 1931 starteten hier erstmals die Segelflieger. Nach 1945
wurde der Berg von der Sowjetarmee besetzt, die auf dem Triebenberg bis zu ihrem Abzug am 12. 10. 1992 eine Radarstation betrieb. Dafür entstanden einige Wohn- und Wirtschaftsgebäude, die 1998 abgerissen wurden. 1999
wurde an gleicher Stelle eine Forschungseinrichtung der Technischen Universität erbaut, die hier hochempfindliche Elektronenmikroskope installierte. 2006 kam eine Außenstelle des Lohrmann-Observatorium der TU für
astronomische Beobachtungen hinzu. Herzstück ist ein modernes Spiegelteleskop für die Erforschung von Asteroiden.
Schullwitzer Nachrichten 15. Oktober 2009:
Am Triebenberg wurde eine neue Schutzhütte für Wanderer eingeweiht. Das Holzhaus stammt von einem Dresdner Spielplatz und gehört zum ca. 30 km langen Schönfeld- Weißiger Bergweg, einem seit 5 Jahren ausgewiesenen Rundwanderweg durch das Hochland.
20. August 2008:
Die ehemalige Eisenbahnbrücke über die Weißiger Straße wird derzeit eneuert. Grund ist der schlechte bauliche Zustand des Bauwerks, welches heute für einen Fuß- und Radweg genutzt wird. Ende August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
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