Söbrigen

Gemeindesiegel von Söbrigen

Postleitzahl: 01326




Das kleine Elbdorf Söbrigen wurde 1378 erstmals als Cebegrin erwähnt. Der Name wurde vom slawischen Ortsgründer abgeleitet (Ort des Sebekury). Söbrigen gehört zu den kleinsten Dresdner Stadtteilen und besteht nur aus dem ehemaligen Rundweiler Altsöbrigen und einer kurzen Häuserzeile am Elbufer. Ursprünglich war das Dorf ein Wohnplatz von Elbfischern und -schiffern. An diesen Wirtschaftszweig erinnert noch eine Inschrift am Wohnhaus Altsöbrigen Nr. 31 von 1795. Später waren hier auch einige Kleinbauern und Häusler ansässig, die etwas Obst-, Garten- und Weinbau betrieben. Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, verdingten sich viele Frauen des Dorfes als Wäscherinnen. Noch um 1900 verkehrte regelmäßig ein “Wäscheschiff” zwischen Dresden und Söbrigen, mit welchem die Auftraggeber ihre Wäschepakete zum Reinigen schickten.

Söbrigen gehörte im Mittelalter zur benachbarten Siedlung Groß-Graupa und unterstand der Familie Karas auf Schloss Schönfeld. 1569 erwarb Christoph von Loß die Herrschaft Pillnitz, zehn Jahre später auch das Rittergut Großgraupa mit Söbrigen. Aus dieser Zeit stammt die enge Bindung des Ortes an das benachbarte Pillnitz. Kirchlich unterstand Söbrigen bis 1539 der Parochie Dohna, anschließend der Hosterwitzer Kirche. Im 18. Jahrhundert wurde der Ort in die Hofhaltung der Wettiner in Pillnitz einbezogen. Bereits 1727 bezog der kurfürstliche Hegereiter ein neu errichtetes Forsthaus am Elbweg 8 und erhielt für dieses zugleich die Schankkonzession. Ab 1765 wohnten Teile der Wachmannschaften des Pillnitzer Schlosses im Dorf. Zu den bekanntesten Bewohnern des Ortes gehörte David Samuel Roller, der seine Jugendjahre zwischen 1786 und 1795 in Söbrigen verbrachte und später Pfarrer der Lausaer Kirche wurde. Roller war eng mit der Familie Kügelgen befreundet. Leider fiel sein Wohnhaus am Elbweg 6 1813 den Schanzarbeiten französischer Soldaten am Elbufer zum Opfer, wurde jedoch wenig später wieder aufgebaut

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zum Ausflugsziel, nachdem hier 1896 eine Anlegestelle der Elbschiffahrtsgesellschaft eingerichtet worden war. Aus dem früheren Dorfgasthof ging die beliebte, seit 1992 leider geschlossene Gaststätte “Sängerheim” hervor. Zwischen 1722 und 1992 bestand auch Fährverbindung nach Zschieren. Den für die zunehmende Schiffahrt erforderlichen Ausbauarbeiten der Elbe fiel eine kleine Insel zwischen Söbrigen und Zschieren zum Opfer, die zuvor von den Bauern als Weideland genutzt worden war. Am 10. August 1950 wurde Söbrigen Ortsteil von Dresden.

Foto: Der Gasthof “Sängerheim” in den 50er Jahren

Weiterführende Literatur und Quellen

Söbrigener Nachrichten

25. Juli 2008: Die seit 2005 am Rande des Dorfplatzes entstandene Neubausiedlung ist fast fertig. In den vergangenen Monaten sind hier zehn neue Wohnhäuser entstanden, welche modernsten Energiestandards entsprechen. Äußerlich sind die Gebäude an skandinavischen Vorbildern orientiert und entsprechend farbenfoh gestaltet.

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