Blasewitz wurde als slawischer Rundweiler auf einer kleinen Rodungsfläche am Elbufer gegründet
und 1349 erstmals als Blasenwicz erwähnt. Der aus dem altsorbischen stammende Name bedeutet Leute des Blazen (“der Glückliche”) und weist auf den Ortsgründer bzw. Sippenältesten hin. 1384
erhielt der aus einer wohlhabenden Dresdner Bürgerfamilie stammende Peter Münzmeister Blasewitz zum Lehen. Abgaben mussten auch an die Burggrafen von Dohna geleistet werden, nach
deren Entmachtung 1302 an die Markgrafen von Meißen. 1480 gehörte das Dorf in den Verantwortungsbereich der Dresdner Kreuzkirche, deren Zinsrechte später vom Religionsamt
bzw. vom Brückenamt zur Unterhaltung der Dresdner Elbbrücke verwendet wurden. 1666 wurden acht Höfe des Ortes durch einen Großbrand vernichtet, jedoch schnell wiederaufgebaut.
Schwere Verwüstungen richteten auch die häufigen Elbehochwasser und Eisfluten an. 1683 ließ Kurfürst Johann Georg III. im Blasewitzer Tännicht sein Heer zusammen stellen, mit dem er später die Türken vor Wien
in die Flucht schlug.
Wichtigster Wirtschaftszweig des Dorfes, welches im 17. Jh. 16 Bauernstellen besaß, war die Landwirtschaft. Hinzu
kamen Garten- und Weinbau. Ein Großteil der Ortsflur wurde jedoch vom Waldgebiet des Blasewitzer Tännichts eingenommen. Aus diesem Grund war Blasewitz
ab 1697 wichtiges Jagdrevier der Wettiner. Aus einem früheren Forsthaus am alten Dorfplatz (heute Schillerplatz) entwickelte sich der Gasthof, der durch Schillers “Gustel von Blasewitz” in die Geschichte einging (Foto:
Plastik am ehemaligen Rathaus). Bereits zu diesem Zeitpunkt war das romantisch am Elbufer gelegene kleine Dorf beliebte Sommerfrische der Dresdner, die hier die ersten Landhäuser
errichteten. 1855 entstand die 1898 nach Laubegast verlegte Blasewitzer Schiffswerft. Im 19. Jh. nahm die Anzahl dieser Villen immer mehr zu. Zunächst entstanden die Gebäude
weitgehend planlos auf verschiedenen Parzellen, die von den Bauern an ihre neuen Besitzer verkauft worden waren. Die ältesten dieser Häuser blieben bis heute an der Brucknerstraße
erhalten. 1863 erließ die Gemeinde eine Bauordnung, die Vorschriften über die künftige bauliche Entwicklung des Ortes festlegte. Maßgeblichen Einfluß hatte der Regierungsrat Arthur Willibald Königsheim, der 1867 den Waldparkverein gründete. Seinen Bemühungen ist die Erhaltung der
Reste des Blasewitzer Tännichts zu verdanken, die er in die architektonische Gestaltung der neuen Villenviertel einbezog. Das Foto zeigt die um 1894 erbaute Villa Vogesenweg 4.
Nach Erlass eines weiteren Bebauungsplanes im Jahr 1874 wuchs Blasewitz endgültig zum wohlhabenden Villenvorort,
in dem zahlreiche Fabrikbesitzer, Kommerzienräte und Staatsbeamte, aber auch Künstler und Wissenschaftler ihren
Wohnsitz nahmen. Die Baupläne für die neuen Häuser stammten teilweise von bedeutenden Architekten wie Julius
Gräbner und Johannes Schilling (Schilling & Gräbner), Konstantin Lipsius, Emil Scherz, Martin Pietzsch und Karl
Diestel. Bereits 1879 waren die letzten Bauerngüter zugunsten neuer Wohngebäude verschwunden. Als Ortszentrum entstand ab 1890 am ehemaligen Dorfplatz die großstädtisch- geschlossene Bebauung des Schillerplatzes. 1893 folgte die bekannte Elbbrücke “Blaues Wunder”, womit der Platz endgültig sein ländliches Bild verlor
(Foto). Um die Bedürfnisse der reichen Blasewitzer Neubürger immer besser befriedigen zu können, errichtete die Gemeinde
eine Reihe kommunaler Einrichtungen. So entstanden ein modernes Rathaus an der Naumannstraße, mehrere Schulen sowie die 1893 eingeweihte Heilig-Geist-Kirche. Bereits 1872 hatte Blasewitz Anschluss an die erste Dresdner
Straßenbahnlinie erhalten. Um die Jahrhundertwende gehörte der Ort mit einem durchschnittlichen Steueraufkommen
von fast 38 Mark (Dresden: 18,54 Mark) zu den reichsten Gemeinden in Sachsen. Dieser Wohlstand des Ortes war auch der Grund, dass sich Blasewitz allen Einverleibungsversuchen der Stadt entgegenstellte. Sogar ein eigenes
Gymnasium wurde eingerichtet, nachdem die Stadt Dresden 1903 die Aufnahme Blasewitzer Schüler an städtische
Schulen verweigert hatte. Erst am 1. April 1921 wurde der Ort gegen den Widerstand eines Großteils der Bevölkerung per Zwangsverordnung des Innenministeriums Stadtteil von Dresden. Trotz des Verlustes der Selbstständigkeit blieb Blasewitz auch nach dem Ersten Weltkrieg ein
beliebter Wohnort der “höheren Kreise”. 1945 fielen einige Gebäude um den Schillerplatz und im westlichen Teil den Bomben zum Opfer. Neben Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden
wurden auch mehrere Gaststätten und die Bootshäuser der Rudervereine zerstört. Als Ersatz entstand für letztere ein moderner Neubau in der Nähe der Reinhold-Becker-Straße. Neben den
Wassersportlern nutzten auch die Dresdner Segelflugvereine die Elbwiesen als Start- und Landeplatz. Pläne für eine komplette Umgestaltung des Blasewitzer Ortskerns, die 1967 völlig
neue Straßenführungen, den Abriss des “Blauen Wunders” und zahlreicher Villen vorsahen, kamen glücklicherweise nicht zustande. Nach 1990 wurden die noch verbliebenen
Bombenlücken durch moderne Wohn- und Geschäftshäuser geschlossen. Hauptanziehungspunkt ist die 2000 eingeweihte Schillergalerie auf dem Grundstück des früheren Naumann-Palais. Dennoch behielt Blasewitz
bis zur Gegenwart sein Flair als großbürgerlicher Wohnvorort, in dem vor allem Villen und Landhäuser das Straßenbild dominieren. Das Foto zeigt ein typisches Haus aus der Zeit um 1880 (Ecke Preller-/Wägnerstrße).
Rathaus: Das Blasewitzer Rathaus entstand in mehreren Bauetappen ab 1850 auf einem Grundstück in
der Nähe der Elbe. Ältester Teil ist das 1851 eingeweihte alte Schulhaus, welches nach Plänen von Gottfried Semper entworfen wurde. 1876 zog in diese Räume die Gemeindeverwaltung und
das Standesamt ein. 1890 wurde das Rathaus vom Architekten Wägner umgebaut und 1904 von Karl Emil Scherz nochmals erweitert. In diesem Zusammenhang wurden drei Relieftafeln mit
Bildnissen sächsischer Könige an der Fassade angebracht, die jedoch der “Bilderstürmerei” nach dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fielen. Eine weitere, ebenfalls von Martin Engelke
geschaffene Plastik, erinnert an die berühmteste Einwohnerin des Ortes, die “Gustel von Blasewitz”. Heute hat hier das Ortsamt Blasewitz seinen Sitz.
Seit 1902 befindet sich am Rathaus eine Gedenktafel für den Komponisten Johann Gottlieb Naumann (Enthüllung am
23. Oktober 1902). Diese Tafel wurde von Prof. Kurt Diestel entworfen und von Bruno Fischer angefertigt, der sein
Atelier auf der Tolkewitzer Straße hatte. Im Zweiten Weltkrieg für Rüstungszwecke eingeschmolzen wurde diese 1991
als Kopie wieder am Gebäude angebracht. Zwei weitere Tafeln wurden 2007 bei Sanierungsarbeiten entdeckt. Diese stammen aus dem Jahr 1841 und erinnern an das ehemalige “Naumannstift” in Blasewitz. Postamt:
Die erste Blasewitzer Poststelle befand sich in einem Bauernhaus auf der Tolkewitzer Straße 7. Später diente dieses Gebäude als Restaurant “Zur alten Post” und wurde nach seinem Besitzer
auch “Böttgers Restaurant” genannt. Als neue Postdienststelle entstand 1892 ein repräsentativer Neubau im Landhausstil an der Justinenstraße/ Ecke Berggartenstraße. Leider ging der ursprünglich
vorhandene Dachreiter bei einem späteren Umbau verloren. Das Postamt wurde nach 1990 geschlossen und wird heute als Weinhandlung genutzt. Schulen in Blasewitz: Alte Schule (Naumannstift):
Das erste Blasewitzer Schulhaus entstand 1850/51 auf einem Grundstück an der heutigen Naumannstraße. Der später etwas veränderte Entwurf für das
Gebäude stammt von Gottfried Semper. Die finanziellen Mittel für den Schulbau wurden zum Großteil durch die 1841 ins Leben gerufene Naumann-Stiftung zur Verfügung
gestellt, wobei sich sogar der Komponist Franz Liszt durch ein Benefiz-Konzert 1844 an den Kosten beteiligte. Am 14. November 1851 erfolgte die feierliche Einweihung dieser
Schule. Das Haus ist bis heute erhalten geblieben und gehört jetzt zum Komplex des Blasewitzer Rathauses (Foto). 1876 wurde diese Schule in einen Neubau an der Kretschmerstraße verlegt.
Bürgerschule: Nachdem die alte Schule nicht mehr den Anforderungen genügte, entstand
1875/76 ein Neubau an der Kretschmerstraße. Entworfen wurde dieses Gebäude von Ernst Giese und Paul Weidner. Neben dem eigentlichen Schulhaus gehörte auch eine
Turnhalle dazu. Am 16. Juni 1876 konnte das Haus als Einfache Volksschule eingeweiht werden. Mit wachsender Schülerzahl wurde diese 1894 in eine Mittlere, 1898 in eine
Höhere Volksschule (Bürgerschule) umgewandelt. Ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen Klassenräumen und einem großen Saal folgte nach Plänen von Karl Emil Scherz 1900.
Nach der Eingemeindung übernahm die Stadt Dresden diese Schule, die nun als 63. Volksschule bezeichnet wurde. Heute wird das Haus von der 63. Grundschule genutzt (Foto)
. Im Hof entdeckten Schüler 1995 ein Denkmal, welches in Erinnerung an drei im Ersten Weltkrieg gefallene Blasewitzer Lehrer aufgestellt worden war. Seit Oktober 2006 trägt
die Schule den Namen des Komponisten Johann Gottlieb Naumann. Gymnasium:
Erste Pläne zur Schaffung eines eigenen Gymnasiums kamen in der wohlhabenden Gemeinde bereits 1901 auf, wurden vom Kultusministerium jedoch zunächst nicht genehmigt.
Erst nachdem sich die Stadt Dresden 1903 geweigert hatte, Blasewitzer Kinder an städtische Schulen aufzunehmen, um so die Eingemeindung des Ortes zu erzwingen, entstand in Blasewitz
ein eigenes Gymnasium. Zunächst befand sich dieses in Form einer Gymnasialklasse in den Räumen der Bürgerschule, später im Haus der Thürmerschen Lehranstalt auf der Loschwitzer
Straße. 1906/08 konnte schließlich von Karl Emil Scherz ein Neubau an der Kretschmerstraße 27 errichtet werden. Ursprünglich Realgymnasium Blasewitz, ab 1939 Schillerschule genannt,
trug die Schule nach ihrer Zusammenlegung mit dem früheren König-Georg-Gymnasiums ab
1946 den Namen Oberschule Dresden-Ost.
Im November 1954 wurde diese Schule in Erinnerung an den am 1. Juni 1954 verstorbenen Schriftsteller und
Ehrenbürger Dresdens in “Martin-Andersen-Nexö-Oberschule” umbenannt. Nachdem diese Namensgebung 1991 vorübergehend aufgehoben wurde, erfolgte im Juni 2001 die Rückbenennung als “Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium
Dresden-Blasewitz”. An den Schriftsteller erinnerte seit 1969 ein von Rudolf Löhner geschaffenes Denkmal (Foto) vor der Schule. 2008 wurden die Einrichtung und auch das Denkmal zur Haydnstraße verlegt.
Privatschulen: Neben den von der Gemeinde finanzierten Bildungseinrichtungen existierten im wohlhabenden
Villenvorort in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch mehrere Privatschulen. 1864 gründete der Vater des
Architekten Martin Pietzsch auf der Loschwitzer Straße 34 das Ländliche Knaben-Lehr- und Erziehungsinstitut, an
welches noch eine Inschrift an der Fassade erinnert. Eine Höhere Töchterschule entstand wenig später auf der Kretschmerstraße. Höhere Mädchenschule:
Die Schule ging aus der Blasewitzer Bürgerschule und der zehnstufigen Mädchenschule zu Blasewitz hervor und befand sich ursprünglich auf der Schulstraße 9. Später gehörte sie als spezielle Mädchenabteilung
zur Blasewitzer Volksschule und wurde 1925 in Städtische Höhere Mädchenschule umbenannt. Ab 1933 nutze sie bis zu ihrer Umwandlung in eine normale Oberschule 1939 das Gebäude der ehemaligen 52. Volksschule auf der
Markgraf-Heinrich-Straße (Rosa-Menzer-Straße). Kinderbewahranstalt: Die Einrichtung entstand 1879 auf Anregung des zwei Jahre zuvor gegründeten “Frauenvereins für
Blasewitz” und befand sich zunächst in den Räumen der Blasewitzer Volksschule. 1882 erwarb der Verein ein Grundstück an der damaligen Striesener Straße (heute Hüblerstraße), wobei die Finanzierung durch den Medizinalrat
Dr. Günz erfolgte. Da auch dieses Gebäude schon bald nicht mehr den Anforderungen genügte, entschloss man sich
1894 zum Bau eines neuen Kindergartens an der Voglerstraße 2. Der von Karl Emil Scherz errichtete Neubau konnte am 24. Juni 1895 eingeweiht werden.
Der vorrangig mit Spenden und Elternbeiträgen finanzierte Kindergarten existierte bis nach dem Ersten Weltkrieg, musste jedoch 1923
mangels Kinderzahl vorerst geschlossen werden. Zeitweise befand sich in den Räumen eine Armenküche, bevor 1925 ein Neubeginn in Angriff genommen werden konnte. Nach Vereinigung des Frauenvereins zu
Blasewitz mit einer kirchlichen Frauengruppe erfolgte 1927 die Umbenennung der Einrichtung in “Kinderheim”.
Während der NS-Zeit musste die Kinderbetreuung der nationalsozialistischen “Volkswohlfahrt” überlassen werden. Seit
1945 wird das Gebäude wieder als Kindergarten der evangelischen Kirche genutzt. Eine umfassende Sanierung erfolgte nach 1990. Wasserwerk: Das Blasewitzer Wasserwerk entstand 1893 am heutigen Vogesenweg, nachdem
Verhandlungen mit der Stadt Dresden zur Sicherung der Trinkwasserversorgung zuvor gescheitert waren. Für das Werk entstand ein Brunnen in der Nähe des Waldparkes,
über den das durch die Kiesschichten des Untergrundes gereinigte Elbwasser an die Oberfläche befördert wurde. Um Spitzenbelastungen abzufangen, wurde das über den
momentanen Bedarf hinaus gewonnene Wasser in einen Wasserturm an der Bahnhofstraße (jetzt Heinrich-Schütz-Straße) gepumpt und dort gesammelt. Im August 1885 konnte die gesamte
Anlage in Betrieb genommen werden. Mit der Eingemeindung des Ortes wurde das Wasserwerk stillgelegt, später
jedoch zeitweise wieder reaktiviert. Die vom Architektenbüro Schilling & Gräbner entworfenen Gebäude sind noch erhalten und dienen heute als Sporthalle.
Blasewitzer Elbfähre:
Die Blasewitzer Elbfähre verband schon im 13. Jahrhundert den Ort mit dem benachbarten Loschwitz und gehört somit
zu den ältesten nachgewiesenen Fährverbindungen überhaupt. Während die Fuhrleute und Händler ihre Überfahrt regelmäßig bezahlen mussten, hatten die Bewohner von Blasewitz, Loschwitz und einigen weiteren Gemeinden früher
das Privileg, kostenlos übersetzen zu dürfen. Allerdings mussten diese Dörfer jährlich einen festgelegten Lohn an den
Fährmeister zahlen. Am 5. Januar 1722 ereignete sich ein tragisches Unglück, als beim Kentern eines überladenen Fährbootes 19 Fahrgäste ums Leben kamen. Im 19. Jahrhundert beförderte die Blasewitzer Fähre, begünstigt durch die Eröffnung der
Straßenbahn, bis zu 6000 Personen am Tag. Hinzu kamen Fuhrwagen, Lastkarren und verschiedene Güter. 1863 übernahm die Sächsisch-Böhmische Dampfschiffahrts-
Gesellschaft den Fährbetrieb und setzte erstmals auch dampfbetriebene Fährschiffe ein. Zu diesen gehörte das 1888 gebaute Fährschiff “Pfeil”, welches noch heute unter dem Namen
“Fröhliche Dörte” als Ausflugsdampfer auf der Unstrut bei Naumburg zum Einsatz kommt.
Da diese Form der Flussquerung kaum noch dem gewachsenen Verkehrsaufkommen entsprach, wurde 1891-93 das
“Blaue Wunder” als Verbindung zwischen Blasewitz und Loschwitz eröffnet. Mit Fertigstellung der Brücke stellte die
Wagenfähre ihren Betrieb ein. Während des Ersten Weltkrieges endete auch die Personenbeförderung an dieser Stelle.
Heute erinnert noch das Fährgässchen in der Nähe des Schillerplatzes an die alte Blasewitzer Elbfähre. Allerdings gab
es zwischen 1927 und 1955 noch eine weitere Überfahrt, deren Anlegestelle sich in Höhe der Oehmestraße befand. Elbebäder:
Blasewitz besaß seit Ende des 19. Jahrhunderts an wechselnden Standorten Badestellen am Elbufer. Ältestes war das
von Paul Starke gepachtete “Schwimmbad für Frauen”, welches er mit geschickten Werbeaktionen (“Kaffeeklatsch bei
Wellengang”) zum Treffpunkt junger Damen aus den angrenzenden Stadtteilen machte. Das Bad bestand aus einem mit
hölzernen Blickschutzwänden umgebenen Bassin und mehreren Umkleidekabinen und hatte seinen Standort unterhalb
des Blauen Wunders. Wirtschaftliche Gründe und der Holzmangel infolge des Ersten Weltkrieges führten letztlich zur Schließung der Badeanstalt.
Eine weiteres Elbebad wurde 1876 erstmals erwähnt und anfangs als “Kießlingsche Badeanstalt” bezeichnet. Später
befand es sich in städtischem Besitz. Dieses Bad erfreute sich als Kinderbad (“Schnippelbad”) großer Beliebtheit und
wurde auch für den Schwimmunterricht genutzt. Das Stadtbad Blasewitz schloß in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg aus wirtschaftlichen Gründen. Weiterführende Literatur und Quellen
Blasewitzer Nachrichten 20. August 2010:
Am Geburtshaus der Kunstmaler Woldemar (1802-1894) und Edmund Hottenroth (1805-1889) am Schillerplatz 10 wird eine Gedenktafel angebracht. Die Tafel wurde von Elke und Peter Ressel angefertigt und vom Ortsverein Loschwitz-Wachwitz finanziert.
24. Juni 2010:
Der historische Brunnen im Garten der Villa Rothermund wurde mit einer modernen Plastik des Künstlers Hans-Volker Mixsa ergänzt. Die Edelstahlskulptur “Wassermusik” weist auf die heutige Nutzung des Gebäudes als Landesmusikgymnasium hin und dreht sich bei Wind sowie durch den Wasserdruck.
9. Mai 2010:
Am Grundstück der ehemaligen Villa “Fliederhof” auf der Goetheallee 26 wird eine Gedenktafel für den russischen Komponisten Rachmaninow und die Musikerfamilie Schuncke eingeweiht. Das Haus befand sich lange Zeit im Besitz der Familie, deren Gast Rachmaninow war.
7. April 2010:
Derzeit werden die in den 1970er Jahren errichteten Wohnhäuser am Königsheimplatz rekonstruiert. U.a. ist eine Neugestaltung der Fassaden und der Anbau neuer Balkons vorgesehen. Mit der Sanierung der Plattenbauten beendet die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) ihr Modernisierungsprogramm
1. April 2010:
Gegenwärtig wird das alte Vereinshaus des Blasewitzer Sportzentrums an der Oehmestraße abgerissen. An gleicher Stelle ist ein moderner Funktionsbau vorgesehen, welcher sich der architektonisch wertvollen Turnhalle unterordnen wird. Im Inneren entstehen Sanitärt- und Umkleideräume für verschiedene Blasewitzer Sportvereine.
15. März 2010: Im derzeit sanierten ehemaligen Busbahnhof wird künftig ein Konsum-Supermarkt einziehen. Geplanter Eröffnungstermin ist im Oktober.
11. März 2010:
Die Treppenanlage am Café Toscana ist ab sofort wieder zugänglich. In den letzten Wochen war der Abgang vom Blauen Wunder zum Elbufer komplett saniert und mit neuen Steinplatten belegt worden. 4. März 2010:
Bis 2012 sollen in Blasewitz fast 1000 zusätzliche Kindergartenplätze entstehen. Derzeit wird im Ortsamtsbereich an fünf Kitas gearbeitet, die in den kommenden Monaten vollendet werden. 8. Februar 2010:
Am 17. März öffnet im Schreibwaren- und Zeitschriftenladen Knauer auf der Tolkewitzer Straße 8 eine neue Postfiliale. Angeboten werden fast alle postalischen Leistungen von der Brief- und Paketannahme bis zum Postbankservice.
29. Dezember 2009:
Mit dem Bezug der Wohnhäuser Schillerplatz 4 und 5 ist die Sanierung der Häuser rund um den Platz abgeschlossen. Das 1892 errichtete Gebäude stand seit 1996 leer und wurde in den vergangenen Monaten umfassend saniert. In die Erdgeschossräume werden u.a. ein Schuhgeschäft, eine Krankenkassenfiliale und ein Friseur einziehgen.
24. Dezember 2009:
Der seit vielen Jahren leerstehende Blasewitzer Busbahnhof an der Tolkewitzer Straße wird derzeit zu einem kleinen Einkaufszentrum umgebaut. Das 1872 als Pferdebahnhof errichtet und unter Denkmalschutz stehende Gebäude war bereits 1998 an einen Investor verkauft worden. Im kommenden Sommer soll die Sanierung beendet sein.
16. Dezember 2009:
Im kommenden Jahr ist im Juni in der “Alten Feuerwache” in Loschwitz eine Ausstellung zur Villa Marie 1970-1990 geplant. Gesucht werden dafür noch Dokumente und Erinnerungsstücke an das Haus und seine Bewohner sowie deren künstlerische Tätigkeit. Wer helfen möchte, kann sich per Mail an
moosrose@kulturverein-feuerwache.de oder telefonisch unter 0174-9173039 melden.15. Dezember 2009:
Die Wohnungsgenossenschaft Aufbau hat die Sanierung von vier Wohnblocks an der Hüblerstraße und Justinenstraße abgeschlossen. U.a. wurden Dächer, Loggien und Fassaden sowie die Elektroanlagen erneuert. Auch die Freiflächen wurden neu gestaltet.
25. November 2009:
Aus Anlass des 250. Geburtstages von Friedrich Schiller wurde am Schillerplatz eine neue Schillerlinde gepflanzt. Zur Linde gehört auch eine Rundbank, welche mit Hilfe
von privaten Spendern angefertigt werden konnte.9. November 2009: Am Grundstück der ehemaligen Villa “Fliederhof” an der Goetheallee soll im
kommenden Jahr eine Gedenktafel für die Musikerfamilien Schuncke und Rachmaninoff eingeweiht werden. Sergej Rachmaninoff war mehrfach im Haus zu Gast. 3. November 2009:
Am Schillerplatz wird eine neu gestaltete Umspannstation der DREWAG eingeweiht. Das 1934 entstandene pavillonartige Bauwerk war in den vergangenen Wochen vom
Dresdner Künstler Helmut Zschiesche mit Farbsprühbildern verziert worden, welche an Schiller und die Gustel von Blasewitz erinnern. 12. Oktober 2009:
Im Gebäude des Kinder- und Jugendhauses “Pats Colour Box” wird künftig eine Kindertagesstätte mit 83 Plätzen eingerichtet. Ab Oktober 2010 wird die neue Kita das Angebot des
bis dahin komplett sanierten Hauses ergänzen. 9. September 2009: Neueröffnung des privaten Kindergartens “Villa für Kinder” auf der Loschwitzer
Straße 23. Die Einrichtung bietet berufstätigen Eltern eine Rundumbetreuung für ihre Kinder an und setzt die Tradition der nach ausbleibenden Mietzahlungen geschlossenen “Kindervilla” am Großen
Garten fort. 20. August 2009: Ende September wird am Schillerplatz ein neues Weincafé eröffnet. Das Café
befindet sich in den Räumen der “Pension am Blauen Wunder”, einem der letzten erhaltenen Gebäude des alten Blasewitzer Dorfkerns direkt neben dem Schillergarten. 7. August 2009:
Noch in diesem Jahr soll am Barteldesplatz eine Verkehrsinsel angelegt werden. Mit dem Bau erhoffen sich die Stadtplaner eine erhöung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Fußgänger. 22. Juli 2009: Die Sanierungsarbeiten am Gebäude des ehemaligen Martin-Andersen-Nexö-
Gymnasiums kommen voran. Neben der Renovierung des Altbaus ist auch ein moderner Neubau mit zusätzlichen Probenräumen geplant. Ab März 2010 soll das Haus vom Musikgymnasium genutzt werden.
Literatur über Blasewitz und andere Stadtteile finden Sie auch hier: |
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