Kaitz

Gemeindesiegel von Kaitz

Postleitzahl: 01217



Schulen in Kaitz


Vereine in Kaitz

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Sachsen Kaitz

 

Der Bauernweiler Kaitz wurde 1206 erstmals als Kiz (altsorbisch: Haus, Hütte) genannt und erstreckt sich zu beiden Seiten des Kaitzbachtales. 1473 ist ein Steinbruch bei Kaitz erwähnt, in dem Baumaterial für den Rathausbau gewonnen wurde. Wichtigster Erwerbszweig war jedoch die Landwirtschaft. Außerdem befanden sich an den Hängen des Kaitzbachtales Weinberge, an die noch ein altes Winzerhaus von 1686 erinnert. Noch bis ins 16. Jahrhundert war der Ort dem Meißner Hochstift abgabenpflichtig. Kirchlich gehörte Kaitz zur Frauenkirche, ab 1674 zur Kirche von Leubnitz.

1656 erwarb der Hauptsalzkassenverwalter Martin Lehmann ein größeres Kaitzer Bauerngut und erweiterte dadurch seinen Besitz in Kaitz, der bereits aus einer von insgesamt vier Wassermühlen bestand. 1667 überließ ihm Kurfürst Johann Georg II. auch die Rechte über vier Amtsuntertanen, womit fast der gesamte Ort in eine Hand kam. Das Herrschaftsgut Kaitz erhielt 1672 den Status eines Erb- und Allodialgutes und blieb bis 1920 als Amtslehngut selbstständiger Gutsbezirk mit einer Gesamtfläche von 111 Hektar. Lediglich zwei Hektar Land blieben in bäuerlichem Besitz. Zur Bewirtschaftung der ausgedehnten Flächen wurden Tagelöhner herangezogen, für die Wohnhäuser an der Possendorfer Straße entstanden. Ein besonderes Privileg besaßen die Kaitzer Bäcker, die ab 1670 in Dresden Brot- und Mehlhandel betreiben durften. Schwer getroffen wurde Kaitz während der Schlacht bei Dresden 1813, als französische Soldaten zahlreiche Gehöfte in Brand steckten.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden am Rande des alten Dorfkerns einige Mietshäuser errichtet. Später entstanden auch Einfamilienhäuser an Stelle der ehemaligen Weinbergsterrassen. 1905 kam die zwischen Boderitzer Straße und Kaitzbach gelegene Kleingartensparte “Frühauf Kaitz 1905” hinzu. Ort und Amtslehngut wurden erst 1920 zu einer Landgemeinde vereinigt, die am 1. April 1921 nach Dresden eingemeindet wurde. Das Gut bestand noch bis 1945 und fiel dann unter die Bestimmungen der Bodenreform. Insgesamt erhielten 12 Neubauern Land zugeteilt. Am 12. Dezember 1952 schlossen sich die Kaitzer Bauern zur LPG “Fortschritt” zusammen, deren Felder später von der Bannewitzer LPG bewirtschaftet wurden. Nach 1990 wurde die Landwirtschaft zugunsten einiger kleinerer Gewerbebetriebe zurückgedrängt.

 

Schulen in Kaitz:

Ursprünglich mussten die Kinder des Ortes die Kirchschule in Leubnitz besuchen. Wegen der großen Entfernung wurde jedoch bereits 1736 eine “Winkelschule” in Kaitz eingerichtet, die 1840 offiziell als Nebenschule von Leubnitz anerkannt wurde. Die Schulstube befand sich im 1. Obergeschoss des Wohnhauses Altkaitz Nr. 5.

1844 errichtete die Gemeinde ein eigenes Schulhaus am Franzweg, welches 1868, 1888 und 1906 erweitert wurde. Nach der Eingemeindung als 71. Volksschule bezeichnet, trug diese Schule zu DDR-Zeiten den Namen 71. POS “Wilhelm Dieckmann”. Heute nutzt die 71. Grundschule “Am Kaitzbach” dieses Gebäude (Foto).

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Kaitzer Straßen

 

Kaitzer Nachrichten

19. Januar 2012: Ende April soll der Bau des Hochwasser-Rückhaltebeckens für den Kaitzbach abgeschlossen werden. Schon im März wird der neue Damm als Kernstück der Anlage fertig gestellt. Das Bauwerk wird ca. 150 Meter lang und bis zu 3,25 Meter hoch werden und den Ortskern von Mockritz vor künftigen Hochwasserfluten schützen.

4. November 2011: Feierliche Übergabe der neuen Schulturnhalle für die 71. Grundschule „Am Kaitzbach“. Nach einem Jahr Bauzeit können die Schüler die neue Halle ab sofort nutzen. Bislang musste der Sportunterricht in der Halle der 70. Grundschule an der Südhöhe oder auf dem Schulhof durchgeführt werden.

1. Juli 2011: Im Herbst sollen die Arbeiten ein einem weiteren Hochwasserschutzbecken des Kaitzbaches beginnen. Insgesamt stehen 775.000 Euro für das vierte Becken am Bachlauf zur Verfügung. Alle Anlagen sollen den Hochwasserschutz für die Anlieger des Kaitzbaches verbessern.

12. April 2011: Der Neubau der Turnhalle für die 71. Grundschule „Am Kaitzbach“ wird vorausichtlich erst im Jahr 2012 fertig. Die Übergabe des Gebäudes war ursprünglich für Mai 2011 vorgesehen, verzögerte sich jedoch durch einen Wechsel des Planungsbüros .

9. April 2011: Die Freiwillige Feuerwehr Kaitz ist mit dem Titel „Kaitzer des Jahres“ ausgezeichnet worden. Mit der vom Geschichtsverein Kaitz vergebenen Ehrung soll das Engagement der Kameraden für den Ort gewürdigt werden. Der Preis besteht aus einem Sandsteinpokal, welcher vom ortsansässigen Steinmetz Jens Krämer angefertigt wurde.


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