Fichtepark



Öffnungszeiten
Fichteturm:

Mo. geschlossen
Di.-Fr. 11-18 Uhr
Sa. + So. 10-18 Uhr

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des
Fichteturms
Dresden-Plauen

Der heutige Fichtepark wurde 1890/91 als Westendpark angelegt und am 26. September 1891 aus Anlass des 100. Geburtstages von Theodor Körner feierlich eingeweiht. Der ca. 2,4 Hektar große Park war ursprünglich als Mittelpunkt eines neuen Wohngebietes gedacht, dessen geplantes Straßensystem heute noch in der Halbkreisstraße zu sehen ist. Die Gestaltung der Parkanlage oblag dem aus Berlin-Treptow stammenden preußischen Hofgartendirektor Carl Hampel. Das Grundstück stiftete die Familie Bienert sowie die in Plauen tätige Baugesellschaft “Dresdner Westend”. Zur gastronomischen Versorgung der Besucher des Parkes wurde an der Bernhardstraße/ Großmannstraße 1895 die Gaststätte “Parkschänke” eröffnet, an der auch die Straßenbahn ihre Endhaltestelle hatte. Leider fiel das Gasthaus 1945 den Bomben zum Opfer. An seiner Stelle befindet sich heute ein Kinderspielplatz.

1902/03 wurde im Westendpark eine Teichanlage geschaffen, der 1906 noch ein Spielplatz und eine Rodelbahn folgten. Auch nach Schließung der Parkschänke, die 1918 zum Wohnhaus umgewandelt wurde, blieb der Park beliebter Treffpunkt der Plauener Bevölkerung. In den Zwanziger Jahren wurde er architektonisch neu gestaltet. In diesem Zusammenhang entstanden auch die Figurengruppen von Kindern mit Tieren, die die vier menschlichen Temperamente darstellen sollen. Heute sind nur noch die Gruppe “Kind mit Schildkröte” (von Paul Polte) und “Kind mit Delphin” (von Franz Weschke) erhalten geblieben. 1929 erfolgte die Anpflanzung von Azaleen- und Rhododendronsträuchern. Außerdem kam kurz vor dem Zweiten Weltkrieg noch ein Rondell hinzu, welches als Ort für Veranstaltungen vorgesehen war. 1937 erhielt der Park aus Anlass des 175. Geburtstages von Johann Gottlieb Fichte den Namen Fichtepark. In den letzten Jahren erfolgte eine umfangreiche Rekonstruktion, wobei das ursprüngliche Erscheinungsbild des Parks weitgehend wiederhergestellt werden konnte.

 

Fichteturm:

Auf Betreiben deutsch-nationaler Kreise um den Plauener Eisenbahnsekretär Müller wurde 1896 aus Anlass des 25. Jahrestages der Gründung des Deutschen Reiches der Bismarckturm erbaut. Das Gebäude entstand in nur fünf Monaten Bauzeit und wurde von der Plauener Baufirma Fichtner aus heimischen Gesteinsarten wie Sandstein und Syenodiorit errichtet. Die Finanzierung des Turmbaus übernahmen verschiedene private Stifter. Am 2. September 1896 konnte der Turm eingeweiht werden.

Das Gebäude ist 25 Meter hoch und bietet von seiner Aussichtsplattform einen weiten Blick über Dresden bis in die Sächsische Schweiz. Ursprünglich befand sich über dem Eingang ein Bronzerelief des Reichskanzlers, welches jedoch Anfang der 50er Jahre aus ideologischen Gründen entfernt wurde. 1954 benannte man den früheren Bismarckturm in Fichteturm um. 1962 erhielt er aus Anlass des 200. Geburtstages Johann Gottlieb Fichtes ein Porträtmedaillon des Philosophen. Eine umfassende Sanierung des Aussichtsturmes erfolgte zwischen 1992 und 1998.

 

 

Fotos: Rundblick vom Fichteturm über die Südhöhe und in Richtung Coschütz
 


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