Falkenbrauerei

 


Die Falkenbrauerei entstand 1872 außerhalb des Dorfes Plauen auf einem freien Grundstück an der Chemnitzer Straße 52. Ursprünglich trug dieses Unternehmen den Namen Brauerei “Plauenscher Lagerkeller”. Zum Brauereikomplex gehörte auch eine gleichnamige Gaststätte, die wegen ihres großen Biergartens beliebte Einkehrstätte der Plauener und Dresdner Bevölkerung war. 1907 wurde auf dem Gelände ein Brunnen gebohrt, der zur Wassergewinnung für die Bierherstellung genutzt wurde. Das Quellgebiet des wegen seiner Qualität hochgelobten Wassers befindet sich in der Nähe von Altfranken. Nach Schließung der 1911 in Niederpoyritz gegründeten Genossenschaftsbrauerei e.G.m.H. siedelte sich diese 1920 auf dem Grundstück an.

Die vor 1945 zu den wichtigsten Plauener Unternehmen gehörende Falkenbrauerei wurde beim letzten Luftangriff auf Dresden am 17. April 1945 schwer beschädigt. Dabei kamen auf dem Betriebsgelände ca. 70 Personen ums Leben, welche versucht hatten, in den Lagerkellern der Firma Schutz zu finden. Nach Beseitigung der Schäden konnte die Brauerei bereits im gleichen Jahr die Produktion wieder aufnehmen. Erst nach Fertigstellung der Coschützer Brauerei wurde die Bierherstellung 1981 eingestellt. Die mineralhaltige Quelle diente nun als Mineralbrunnen des Dresdner Betriebsteils der Firma MARGON, wobei das Wasser unter dem Namen Falken-Quelle in Dresden und Umgebung verkauft wurde. Nach 1990 wurde das Unternehmen geschlossen und vollständig abgetragen. An seiner Stelle entstand in den 90er Jahren der Bürokomplex “Falkenbrunnen” mit verschiedenen Geschäften und Gaststätten.

Verschiedene Flaschenetiketten aus den letzten Betriebsjahren der Falkenbrauerei Dresden-Plauen

 


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