Straßen und Plätze in Strehlen

 

Altstrehlen

 

An der Pikardie

Der kleine Platz An der Pikardie, am Schnittpunkt der Hauptallee des Großen Gartens mit der Karcherallee gelegen, erhielt seinen Namen nach einem Bauern Picard, der einst hier ein Grundstück besaß. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden Villen, die jedoch 1945 zum Teil zerstört wurden. Die Baulücken wurden 1992/93 mit modernen Bürohäusern nach Entwürfen von C. Krieger geschlossen (Foto) . Vor 1945 existierte im Großen Garten auch ein Ausflugslokal “Pikardie”. Das landhausartige Gebäude an der Karcherallee ist noch erhalten und wird heute von der Technischen Universität genutzt.

 

August-Bebel-Straße


 


Barlachstraße

Die heutige Barlachstraße entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem Ausbau des Strehlener Villenviertels um den Wasaplatz. Bis 1945 wurde sie nach dem bekannten preußischen Generalfeldmarschall Blücherstraße genannt. In der Nachkriegszeit erhielt sie den Namen des Bildhauers und Dichters Ernst Barlach (1870-1938), der vor allem durch seine vom Expressionismus beeinflussten Skulpturen bekannt wurde. Die Villen der Barlachstraße, in der Zeit zwischen 1900 und 1920 entstanden, dienen heute meist gewerblichen Zwecken bzw. als Ärztehäuser.

Basteistraße

Sowohl Basteistraße als auch der benachbarte Basteiplatz erhielten ihre Namen nach dem bekannten Felsplateau in der Sächsischen Schweiz. 1953/55 entstanden am Basteiplatz neue Gebäude für die Palucca-Schule für künstlerischen Tanz. Bemerkenswert ist auch die Villa Basteistraße 26, die 1910 vom Architektenbüro Schilling & Gräbner errichtet wurde und Auftakt für weitere Wohnbauten in diesem Teil Strehlens wurde.

Buchnerstraße

Die Buchnerstraße im Wohnviertel an der Teplitzer Straße verdankt ihren Namen dem Dresdner Festungsbaumeister Paul Buchner (1531-1607). Buchner war ab 1559 Handwerker im Dienste Kurfürst Augusts und wurde 1576 zum Oberzeugmeister ernannt. Maßgeblich war er am Ausbau der Stadtbefestigung, am Bau des Zeughauses (Albertinum) und am Umbau des Residenzschlosses unter Kurfürst Christian I. beteiligt. Die Straße erhielt ihren Namen 1938 im Zuge des Ausbaus einer Reihenhaussiedlung oberhalb der Teplitzer Straße.

Cauerstraße

Die Cauerstraße entstand 1938 im Zusammenhang mit der Anlage einer Kleinhaussiedlung zwischen Strehlen und Zschertnitz. Ihren Namen erhielt sie nach dem Maler Emil Cauer d. Ä. (1800-1867) , der einer Dresdner Bildhauer- und Malerfamilie entstammte und 1867 in Bad Kreuznach verstarb.

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Cäcilienstraße

Die Herkunft des Namens dieser Straße im Osten Strehlens ist unklar, vermutlich wurde sie nach einer Privatperson benannt. Die Heilige Cäcilia gilt als Schutzpatronin der Musik, speziell der Kirchenmusik. Das Straßenbild prägen bis heute villenartige Landhäuser aus der Zeit um 1900. Die Straßenbahn nach Reick fährt hingegen erst seit 1946 durch diese Straße, nachdem die ursprüngliche Streckenführung über Hugo-Bürkner, Dohnaer und Dorotheenstraße aufgegeben wurde.

Defreggerstraße

Die Defreggerstraße wurde 1923 angelegt und verbindet die Lockwitzer mit der Teplitzer Straße. Wenig später entstanden hier einige Reihenhäuser der Heimstättengesellschaft Sachsen, welche bevorzugt an Angestellte der Deutschen Post vermietet wurden. Ihren Namen erhielt die Straße nach dem Maler Franz von Defregger (1835-1921), der Ende des 19. Jahrhunderts zur den bekanntesten Vertretern der Münchner Kunstszene gehörte. Defregger schuf vor allem Historienbilder und Szenen aus dem Volksleben seiner Tiroler Heimat.

 

Dohnaer Straße

 

Donndorfstraße

Die 1935 angelegte Donndorfstraße erinnert an den Bildhauer Adolf von Donndorf (1835-1880), der als Rietschel-Schüler u.a. das Lutherdenkmal vor der Frauenkirche schuf. 1864 wurde er zum Ehrenmitglied der Dresdner Kunstakademie ernannt und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Stuttgart. Das zuvor als Lehmgrube einer Zschertnitzer Ziegelei genutzte Gelände wurde bis zum Zweiten Weltkrieg mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebaut. Nach 1945 hatten hier die Malerinnen Lea Grundig und Eva Schulze-Knabe ihre Ateliers.

Elsa-Brändström-Straße

Die heutige Elsa-Brändström-Straße trug einst den Namen Auf dem Berge, da sich hier die mit 127 Metern höchste Erhebung der Dorfflur befand. Später wurde sie nach dem nahen Dorf Niedersedlitz Sedlitzer Straße genannt. Ihren jetzigen Namen erhielt sie nach der schwedischen Krankenpflegerin Elsa Brändström (1888-1948), die als “Engel von Sibirien” an der Rettung hunderter Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg beteiligt war. Die verdienstvolle Aktivistin des Deutschen Roten Kreuzes war bis zu ihrer Emigration in die USA 1933 auch in Sachsen aktiv, wo sie sich der Betreuung kriegsbeschädigter Soldaten widmete.

Auf dem Grundstück Elsa-Brändström-Straße 16 ist noch ein historischer Weichbildstein erhalten geblieben, wie er früher zur Begrenzung des städtischen Weichbildes verwendet wurde. Der Stein trägt die Nr. 34 und die Jahreszahl 1729 und befindet sich als einer der wenigen seiner Art noch am ursprünglichen Standort. Ein weiterer Stein dieser Art mit der Nr. 35 ist am anderen Ende des “Schindergässchens” erhalten geblieben, welches die Elsa-Brändström-Straße mit der Dohnaer Straße verbindet. Der aus dem Jahr 1543 stammende Stein wurde in den 90er Jahren restauriert und ergänzt. Auf dem benachbarten “Napoleonhügel” weilte 1813 Napoleon, um seine Truppen während der Schlacht bei Dresden zu beobachten.

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Eugen-Bracht-Straße

Die Eugen-Bracht-Straße entstand in den Dreißiger Jahren im Zusammenhang mit dem Bau einer kleinen Wohnanlage an der Reicker Straße. Benannt wurde sie nach dem Kunstmaler und Akademieprofessor Eugen Felix Prosper Bracht (1842-1921). Bracht war an der Berliner und ab 1884 an der Dresdner Kunstakademie tätig und schuf vor allem Landschaftsdarstellungen und historische Monumentalgemälde. Die Pläne für die hier errichteten Mehrfamilienhäuser stammen von Lothar Schie, welcher auch in Leubnitz-Neuostra und Torna als Architekt tätig war.

Foto: Wohnhäuser an der Eugen-Bracht-Straße

 

Franz-Liszt-Straße

Die Franz-Liszt-Straße hieß bis 1945 Palaisstraße, da sie unmittelbar auf das Palais im Großen Garten zuführt. Hier befand sich auch die 1945 zerstörte Königliche Villa auf dem späteren Gelände der Militärakademie. In ihrer Nachbarschaft entstanden nach 1870 repräsentative Villenbauten für wohlhabende Dresdner. Einige Gebäude wurden 1945 zerstört, darunter die Villa Nr. 6. Hier wohnte der frühere Verleger und Chefredakteur der “Dresdner Neuesten Nachrichten” Julius Wollf, der 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft aus seinem Verlag gedrängt wurde. 1942 nahm sich Wollf wegen zunehmender Diskriminierung durch die Nazis in seinem Haus das Leben.

Nach 1945 wurde die Palaisstraße in Franz-Liszt-Straße umbenannt und damit die Tradition fortgesetzt, Nebenstraßen der Tiergartenstraße nach bekannten Komponisten zu benennen (Mozartstraße, Richard-Wagner-Straße, Beethovenstraße). Franz Liszt (1811-1886) gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 19. Jh. und schuf vor allem Klaviermusik und Sinfonien.

Gerhard-Hauptmann-Straße

Die Gerhard-Hauptmann-Straße entstand im 19. Jahrhundert als Verbindung zwischen Strehlen und dem Stadtzentrum und wurde ursprünglich Residenzstraße genannt. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt sie den Namen des deutschen Dichters Gerhard Hauptmann (1862-1946), der regelmäßig in Dresden zu Gast war und in der nahen Lößnitz auch seine erste Frau Marie Thienemann kennengelernt hatte. Mit der Namensgebung wurde mit ausdrücklicher Genehmigung der Stadtverordneten ausnahmsweise vom Grundsatz abgewichen, Straßen nur nach bereits verstorbenen Personen zu benennen.

Im Zusammenhang mit dem Bau des Luftgaukommandos der Wehrmacht auf dem Areal der früheren Königlichen Villa wurde der östliche Straßenabschnitt zwischen Strehlener Platz und Wasaplatz 1934 in General-Wever-Straße umbenannt (heute August-Bebel-Straße). Das verbliebene Reststück behielt seinen Namen und war bis 1945 von Villenbauten geprägt. Heute befinden sich hier neben Resten der historischen Bebauung am Richard-Strauss-Platz u.a. eine Großtankstelle und ein 1960 errichtetes Bürohochhaus.

Bürohochhaus (Nr. 1): Das neungeschossigeGebäude entstand 1958/60 nach Plänen von Georg Wolf  und wurde bis 1989 vom Zentralen Forschungsinstitut für Arbeit genutzt. Am Verbindungsbau zum angrenzenden Speise- und Festsaal befindet sich ein Wandbild aus Meißner Keramik von Dietmar Gubsch. Nach 1990 nutzte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz das Haus, welches seit 1999 leer steht. Gegenwärtig ist ein Umbau zum Hotel geplant.

Nr. 3: Der moderne Gebäudekomplex entstand 2008/09 als Seniorenresidenz “Domizil am Zoo” und beherbergt mehrere Appartements für betreutes Wohnen sowie ein Pflegeheim mit ca. 140 Plätzen. Die aus drei Einzelgebäuden bestehende Anlage erhielt außerdem Räume für eine Arztpraxis, eine Cafeteria, Friseursalon und einen Kiosk. Zuvor waren einige Nebengebäude des ehemaligen Forschungsinstitutes für Arbeit abgerissen wordne.

Geystraße

Die in den Dreißiger Jahren angelegte und durch die GAGFAH mit Wohnhäusern bebaute Geystraße im Süden von Strehlen verdankt ihren Namen dem Maler Leonhard Gey. Gey besuchte die Dresdner Kunstakademie und gehört zu den bedeutendsten Historienmalern des 19. Jahrhunderts. 1972/74 entstand auf Freiflächen an der Geystraße an der Flurgrenze zu Zschertnitz das Seniorenheim “Olga Körner”, welches in den letzten Jahren modernisiert und durch einen modernen Neubau ersetzt wurde. An Stelle der abgerissenen Plattenbauten aus DDR-Zeiten sollen künftig Einfamilienhäuser gebaut werden.

Foto: Seniorenheim “Olga Körner” vor dem Abriss und Neubau 2005

Gotthardt-Kuehl-Straße

Die Gotthardt-Kuehl-Straße wurde im Zusammenhang mit dem Bau von Siedlungshäusern im Bereich Lockwitzer/Teplitzer Straße Ende der Zwanziger Jahre angelegt. Ihren Namen erhielt sie nach dem Maler Gotthardt Kuehl (1850-1915), der bis zu seinem Tod als Professor an der Dresdner Kunstakademie wirkte und zahlreiche Darstellungen seiner Heimatstadt schuf. Sein Atelier hatte Kuehl zeitweise in der Villa Wasa am Wasaplatz. Die Gebäude entstanden zwischen 1920 und 1926 im Auftrag der Heimstättengesellschaft Sachsen GmbH und wurden vom Büro Klette & Böttcher entworfen.

 

Gußmannstraße

Die Gußmannstraße erinnert an den Maler Otto Gußmann (1869-1926), der um 1900 als bedeutendster Vertreter der Monumentalmalerei in Dresden galt. Gußmann schuf u. a. die Innenausstattung des Neuen Rathauses und des Italienischen Dörfchens sowie die Glasfenster der Christuskirche in Strehlen. In den Dreißiger Jahren entstand zwischen Gey- und Gußmannstraße eine Wohnsiedlung der GAGFAH. Die letzten Wohnungen wurden kurz nach Kriegsbeginn 1940 übergeben.

Gustav-Adolf-Straße

Die Gustav-Adolf-Straße wurde im Zusammenhang mit dem Ausbau des Villenviertels rund um den Wasaplatz angelegt und weist noch heute einige interessante Gebäude aus der Zeit um 1900 auf. Zu den bemerkenswertesten Häusern gehört die 1903 von Otto Foerster für den Kaufmann Carl Heinoldt und den Fabrikdirektor Emil Schiff errichtete Doppelvilla Gustav-Adolf- Straße 13 (Foto). Das Haus wurde unter Verwendung von Jugendstilelementen im Landhausstil gestaltet und bildet zusammen mit der Villa Julius-Otto-Straße 10 eine bauliche Einheit.

Die Namensgebung der Straße nach dem schwedischen König Gustav Adolf  II. Wasa (1594-1632) erfolgte als Referenz an die Gemahlin des sächsischen Königs Albert, die aus dieser Familie stammte. Gustav Adolf nahm als Feldherr am Dreißigjährigen Krieg teil und fiel 1632 bei Lützen.

Gustav-Adolf-Platz

An ihrem Ende trifft die Gustav-Adolf-Straße auf den gleichnamigen Platz, in den auch die Oskarstraße, die Julius-Otto- Straße und der Kaitzbachweg einmünden. In der Mitte steht seit 1998 eine Stahl-Acryl-Plastik der Dresdner Künstlerin Kerstin Franke-Gneuß, die den Verlauf des unter dem Platz hindurchfließenden Kaitzbaches symbolisieren soll. Das Kunstwerk ist Teil des Wasser-Kunst-Projektes “Mnemosyne”, welches die oft wenig beachteten Stadtgewässer wieder erlebbar machen will. Begrenzt wird der Gustav-Adolf-Platz von einigen repräsentativen Villen, der Bahnstrecke nach Pirna sowie einer Kleingartenanlage.

Foto: Doppelvilla am Gustav-Adolf-Platz / Julius-Otto-Straße 10


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Hagedornplatz

Der Hagedornplatz entstand in den Dreißiger Jahren in der Nähe der Einmündung Eugen-Bracht-/ Reicker Straße. Neben einem Wohnblock aus dieser Zeit befinden sich hier die Kleingartensparte “Sommerlaune” sowie die Tennisplätze des Eisenbahner-Sportvereins. Seinen Namen verdankt der Platz dem Kunstsammler und Schriftsteller Christian Ludwig von Hagedorn (1712-1780). Hagedorn gilt als einer der wichtigsten Kunsthistoriker des 18. Jahrhunderts und war ab 1764 Generaldirektor der Dresdner Kunstakademie sowie Leiter der kurfürstlichen Sammlungen.

Heinrich-Zille-Straße

Die Heinrich-Zille-Straße wurde um 1900 als Waterloostraße angelegt und erst nach dem Zweiten Weltkrieg nach dem Maler und Zeichner Heinrich Zille (1858-1929) benannt. Seit 1930 befindet sich hier das Postamt Dresden A 20, welches zuvor auf der Mockritzer Straße untergebracht war. Im Keller des Hauses Nr. 6 bestand zwischen 1996/98 das erste arabische Restaurant Dresdens “Sindbad”.

Hermannstraße

Der Name Hermannstraße wie auch die Bezeichnung der benachbarten Dorotheenstraße gehen auf Goethes Versepos “Hermann und Dorothea” zurück. Beide Straßen wurden im Zusammenhang mit der Bebauung dieses Teils von Strehlen angelegt und waren einst auch Endpunkt der Straßenbahnlinie. An der Dorotheenstraße befand sich bis Ende der 80er Jahre das beliebte Lokal “Dorotheenhof”.

Foto: Blick in die Dorotheenstraße mit dem früheren “Dorotheenhof”

Hildebrandstraße

Die kurze Hildebrandstraße zwischen August-Bebel- und Teplitzer Straße verdankt ihren Namen dem Bildhauer Adolf von Hildebrand (1847-1921), der vor allem Werke im Stil der griechischen Antike schuf. Um 1960 entstanden hier einige Gebäude für die Militärakademie mit Offizierswohnungen.

Hugo-Bürkner-Straße

Die Hugo-Bürkner-Straße wurde Mitte der 20er Jahre angelegt, als hier eine Wohnsiedlung der Heimstätten-Gesellschaft Sachsen errichtet wurde. In diesem Zusammenhang entstand auch die als “Hugo-Bürkner-Park” bezeichnete Grünanlage zwischen Teplitzer und Lockwitzer Straße, die zugleich als Rückhaltebecken für den Kaitzbach dient. Ihren Namen erhielt die Straße nach dem Maler Hugo Bürkner, der von 1840 bis 1897 als Lehrer an der Dresdner Kunstakademie wirkte.

 

Julius-Otto-Straße

Die Julius-Otto-Straße wurde um 1890 angelegt und in den Folgejahren mit repräsentativen Villen bebaut. Die Gebäude weisen verschiedene Stilformen auf und sind typisches Beispiel einer Strehlener Vorstadtstraße der Gründerzeit. Bemerkenswert sind u. a. die Häuser Nr. 3 (1887), 4 (1893) und 5 (1898) im französischen Renaissancestil sowie die beiden vom Architekten Martin für sich selbst erbauten Landhäuser Nr. 13 und 15. Wie fast alle Gebäude stehen auch diese beiden Villen im altdeutschen Stil unter Denkmalschutz.

Ihren Namen verdankt die Julius-Otto-Straße dem langjährigten Dresdner Kreuzkantor Ernst Julius Otto (1804-1877), der mit seinen Kompositionen das Dresdner Musikleben des 19. Jh. wesentlich mitbestimmte. Ein 1886 vor der Kreuzschule enthülltes Denkmal wurde 1942 für Rüstungszwecke eingeschmolzen.

Karcherallee

Die Karcherallee verbindet Strehlen mit dem Nachbarort Gruna und bildet zugleich die östliche Begrenzung des Großen Gartens. Ihren Namen erhielt sie nach dem Gartenarchitekten und sächsischen Oberlandbaumeister Johann Friedrich Karcher (1650-1726), der maßgeblich an der Gestaltung des Großen Gartens beteiligt war. Karcher übernahm 1699 das Amt des kurfürstlich-sächsich-polnischen Oberlandbaumeisters und entwickelte auch eine der ersten Bauordnungen in Dresden. Die Wohnhäuser im Landhausstil an der Ostseite entstanden meist Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts.

Foto: Die Karcherallee im Winter 2006

Kerstingstraße

Die 1938 angelegte Kerstingstraße erhielt ihren Namen nach dem Maler Georg Friedrich Kersting (1785-1847), der zum Romantikerkreis um Kügelgen und Körner gehörte und eng mit Caspar David Friedrich befreundet war. Zeitweise arbeitete er auch als Lehrer und Malervorsteher der Meißner Porzellanmanufaktur. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges entstand an der Kerstingstraße eine kleine Reihenhaussiedlung.

Knöffelstraße

Die Knöffelstraße erinnert an den Architekten Johann Christoph Knöffel (1686-1752), welcher als Schüler Pöppelmanns 1708 in den Staatsdienst trat und ab 1728 Oberlandbaumeister war. 1750 trat er die Nachfolge seines Ausbilders als Generalakzisebaudirektor an. Von Knöffel stammen u.a. die Pläne für das Kurländer Palais sowie für die 1945 zerstörte Ritterakademie und das Alte Rathaus. Außerdem wirkte er beim Bau des Brühlschen Palais und der Umgestaltung des Marcolinipalais in der Friedrichstadt mit. Die Wohnhäuser an der Knöffelstraße entstanden Ende der Dreißiger Jahre.

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Kreischaer Straße

Die Kreischaer Straße verbindet den Wasaplatz mit dem alten Strehlener Dorfkern und wurde nach dem kleinen Ort Kreischa im Lockwitztal benannt. Trotz baulicher Veränderungen seit Ende des 19. Jahrhunderts und einiger Abbrüche in jüngerer Vergangenheit sind hier noch Teile der früheren dörflichen Bebauung Strehlens erhalten geblieben. Bemerkenswert ist der Vierseithof  Kreischaer Straße 34, dessen Geschichte sich bis 1697 zurückverfolgen lässt. Im 18. Jahrhundert befand er sich im Besitz der Familie Palitzsch. Später dienten die Gebäude u.a. als Tankstelle, Autowerkstatt und Stellmacherei. 1991 begann eine umfassende Sanierung des Hofes, welcher heute als Wohnanlage dient.

Lannerstraße

Die Lannerstraße in Nachbarschaft des Wasaplatzes wurde um 1880 angelegt und nach dem österreichischen Komponisten Joseph Lanner (1801-1843) benannt. Lanner schuf vor allem zahlreiche Wiener Walzer. Gemeinsam mit dem Wasaplatz und der Kreischaer Straße bildet die Lannerstraße seitdem das neue Geschäftszentrum Strehlens mit mehrgeschossigen Wohngebäuden und Läden im Erdgeschoss.

Lenbachstraße

Die bereits Ende des 19. Jahrhunderts mit mehrgeschossigen Wohnhäusern bebaute Lenbachstraße erhielt ihren Namen nach dem Porträtmaler Franz von Lenbach (1836-1904), der zu den bedeutendsten Künstlern seiner Zeit gehörte und in München lebte. Ende der Zwanziger Jahre errichtete die Eisenbahner-Baugenossenschaft zwischen Lenbach- und Teplitzer Straße eine kleine Wohnanlage.

Lockwitzer Straße

Die Lockwitzer Straße wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem Bau neuer Wohn- und Geschäftshäuser am Rande des Strehlener Dorfkerns angelegt. Nach Verlegung der Straßenbahnlinie aus der Kreischaer in die Lockwitzer Straße entwickelte sich diese zur wichtigsten Strehlener Geschäftsstraße. 1925/26 entstanden nach Plänen des Architekten Walter Seidler zwischen Lockwitzer und Dohnaer Straße einige Wohnhäuser für den 1868 gegründeten “Allgemeinen Mietbewohnerverein in Dresden” (Nr. 31-67). Wenig später folgten die Wohnblocks der Heimstättengesellschaft Sachsen. Einige 1945 zerstörte Gebäude in der Nähe des Wasaplatzes wurden nach 1990 durch moderne Geschäftshäuser ersetzt.

 

Fotos: Interessante architektonische Details prägen die Gründerzeitbebauung der Lockwitzer Straße

 

Mary-Krebs-Straße

Die Mary-Krebs-Straße am Rande des alten Dorfkerns verdankt ihren Namen der Dresdner Klaviervirtuosin Mary Krebs- Brenning (1851-1900). Die zu den bekanntesten Pianistinnen ihrer Zeit gehörende Künstlerin bewohnte ab 1887 bis zu ihrem Tod gemeinsam mit ihrem Mann Theodor Brenning das Wohnhaus Nr. 1. Brenning war Königlicher Stallmeister und Besitzer eines Rennstalls, dessen Stallanlagen und ein Brunnen im Hof noch erhalten sind. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 1999 saniert. Im Dezember 2002 eröffnete im Keller des Hauses das private Kabaretttheater “Zur Raspel”. Das Doppelhaus Mary-Krebs- Straße 2/4 entstand 1910 als Auftakt einer geplanten, jedoch nie realisierten großstädtischen Bebauung des Dorfplatzes.

Mockritzer Straße

Die Mockritzer Straße wurde Ende des 19. Jh. angelegt. Neben dem 1874 erbauten neuen Strehlener Schulhaus (heute 47. Grundschule) entstanden repräsentative Wohn- und Geschäftshäuser. Im Wohnhaus Nr. 6, 1904 von P. Marcu errichtet, lebte zeitweise die bekannte Dresdner Opernsängerin Liesel von Schuch. Die verbliebenen Baulücken wurden nach dem Ersten Weltkrieg mit einer Wohnanlage der Eisenbahner- Baugenossenschaft Dresden geschlossen.

 

Fotos: Mietshaus Mockritzer Straße 6 und Wohnhaus der Eisenbahner-WG

Mozartstraße

Die Mozartstraße entstand Mitte des 19. Jahrhunderts im Villenviertel an der Tiergartenstraße und erhielt ihren Namen nach dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Mozart weilte 1785 und 1789 auch für einige Tage in Dresden und gab hier Konzerte. Die Gebäude der Mozartstraße wurden 1945 zum Großteil zerstört, die Straße selbst durch den Bau des Zooparkplatzes unterbrochen.

Oskar-Kokoschka-Straße

Die als Seitenstraße der Rayskistraße erst nach 1990 angelegte Oskar-Kokoschka-Straße erinnert an den österreichischen Maler und Dramatiker Oskar Kokoschka (1886-1980), der 1916 als Patient des Lahmann-Sanatoriums nach Dresden kam und hier bis 1923 lebte. Kokoschka bemühte sich als jüngster Professor an der Kunstakademie um eine Erneuerung des Kunstbetriebes in Dresden und schuf auch einige Darstellungen der Stadt.

 

Rayskistraße

Die Rayskistraße wurde Mitte der 20er Jahre auf Strehlener Flur angelegt und anschließend mit Kleinhäusern bebaut. Gleichzeitig waren hier einige Wohngebäude im Bauhausstil entstanden. Ihren Namen erhielt sie 1931 nach dem Maler Ferdinand von Rayski (1806-1890). Rayski studierte an der Kunstakademie in Dresden und schuf vor allem Porträtgemälde, von denen sich viele in der Gemäldegalerie Neue Meister befinden. Sein Grab liegt auf dem Trinitatisfriedhof.

Reicker Straße

Die Flächen an der Reicker Straße wurden ursprünglich als Felder “hinter dem Steine” bezeichnet, da sie sich hinter der markanten Erhebung des heutigen “Kirchberges” befanden. Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich hier mehrere Gärtnereien an. Zuletzt wurden die Flächen von der GPG “Floradres” bewirtschaftet.  Im Anschluss an die bereits um 1930 entstandene Bebauung wurde ab 1986 auf ehemaligem Gartenland ein Neubaugebiet errichtet. 2001 folgte das moderne Einkaufszentrum ODC (“Otto-Dix-Center”).

Foto: Blick von der Reicker Straße zum Otto-Dix-Center

Gärtnerei Simmgen: Die Gärtnerei wurde 1892 von Ernst Theodor Simmgen im östlichen Teil von Strehlen gegründet und befand sich bis 1953 in Familienbesitz. Ernst Theodor Simmgen war als Stadtrat und Ökonomierat ein geachteter Bürger und erwarb sich durch seine Rosenzucht hohe Anerkennung. In den Zwanziger Jahren übernahm Sohn Rudolf den Betrieb auf der Reicker Strasse 44 gegenüber dem Hagedornplatz. Er setzte den Anbau von Rosenstöcken fort und konnte die Gärtnerei weiter ausbauen. Für seiner züchterischen Erfolge wurde er als “Rosenkönig von Dresden” geehrt und konnte seine Pflanzen überregional, z. T. auch im Ausland verkaufen.

Nach 1945 musste Rudolf Simmgen sein Unternehmen teilweise zur Obst- und Gemüsegärtnerei umwandeln und war einige Zeit auch Pächter eines Gutes in Goppeln. 1953 verließ die Familie Simmgen wegen zunehmender Repressalien Dresden und ließ sich später in Philadelphia nieder, wo sie bis ins hohe Alter ein Blumengeschäft betrieben. Die Strehlener Rosenfelder übernahm die volkseigene Gärtnerei “Floradres”, welche hier noch bis nach 1990 Zierpflanzen anbaute. Heute befinden sich auf dem Gelände Wohnblocks des Neubaugebietes Reicker Straße. Erhalten blieb das frühere Wohnhaus der Familie.  

Sportplatz Reicker Straße: Die Sportstätte entstand 1927/28 als Trainings- und Wettkampfplatz für den “Verein für Leibesübungen Reichsbahn Dresden” und wurde am 9. September 1928 feierlich eingeweiht. Für die Sportler standen ein Fuß- und Handballplatz, eine 400-m-Aschenbahn und Sprunggruben zur Verfügung. Später kam noch ein Schießstand hinzu. Der in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges als Standort einer Flakbatterie missbrauchte Platz musste erst in der Nachkriegszeit wiederhergestellt werden, bevor 1948 die neu gegründete BSG Reichsbahn (ab 1950 BSG Lokomotive) das Gelände übernehmen konnte. Seit den 50er Jahren diente der Platz bis 1999 als Domizil der vereinseigenen Hockeysektion, die hier 1958 und 1959 sogar Länderspiele veranstaltete. Da die vorhandenen Anlagen nicht mehr den Anforderungen genügten, verlegten die Hockeysportler 2000 ihr Traningsgelände in die Friedrichstadt. Ein Brand des Vereinsheims im Februar 2004 besiegelte schließlich die Geschichte der Sportstätte, deren Reste heute fast völlig verschwunden sind.

Robert-Koch-Straße

Die bereits vor dem Ersten Weltkrieg angelegte und mit Mietshäusern bebaute Robert-Koch-Straße erhielt ihren Namen in Erinnerung an den Arzt und Bakteriologen Robert Koch (1843-1910), der 1882 das Tuberkelbazillus und ein Jahr später den Choleraerreger entdeckte und maßgeblich an der Entwicklung der modernen Bakteriologie beteiligt war.

 

Schurichtstraße

Die Schurichtstraße wurde in den Dreißiger Jahren als durchgehend geplante Wohnstraße zwischen Strehlen und Zschertnitz angelegt. Da infolge des Zweiten Weltkriegs diese Pläne nicht vollständig realisiert wurden, blieb die zunächst Rungestraße genannte Straße zweigeteilt, was immer wieder zu Verwechslungen führte. Nach 1990 erhielt der auf Strehlener Flur gelegene Straßenteil den Namen Schurichtstraße nach dem Architekten und Zeichner Christian Friedrich Schuricht (1753-1832), der u. a. die Erweiterungsbauten des Pillnitzer Schlosses schuf.

 

Strehlener Platz

 

Teplitzer Straße

Die Teplitzer Straße verbindet den Strehlener Platz mit der Dohnaer Straße und gehört als Teil der Bundesstraße B 172 zu den am stärksten frequentierten Verkehrswegen der Stadt. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, ist sie vollständig vierspurig mit getrennten Richtungsfahrbahnen ausgebaut. Ihren Namen erhielt sie nach der nordböhmischen Stadt Teplitz (Teplice).

Während der westliche Teil bis zur Caspar-David-Friedrich-Straße kaum bebaut ist und im wesentlichen von Grundstücken der Technischen Universität eingenommen wird, befinden sich im Ostteil mehrere Wohnanlagen. Bemerkenswert ist die 1926/28 von der Heimstättengesellschaft Sachsen errichtete Siedlung Teplitzer Straße 80-96/ Corinthstraße 1-5. Die nach einem einheitlichen Konzept von Paul Löffler im expressionistischen Stil gestalteten Häuser befanden sich seit 1959 im Besitz der Deutschen Post und wurden bevorzugt an deren Angestellte vermietet. Im Jahr 2000 wurde die seit 1991 unter Denkmalschutz stehende “Postsiedlung” verkauft und 2006/07 saniert.

Unweit davon wurden 1955/56 die ersten Wohnhäuser der damaligen AWG Dresden-Süd (heute Wohnungsgenossenschaft “Glückauf” Süd) bezogen. Auf ehemaligem Acker- und Gartenland entstanden unter Mithilfe der späteren Bewohner viergeschossige Häuser mit insgesamt 48 Wohnungen (Teplitzer Str. 42-52). Am 29. Oktober 1956 konnten die ersten Mieter einziehen. Wegen der bevorzugten Vergabe an junge Familien mit Kinderwunsch wurden diese Häuser im Volksmund auch “Storchenhäuser” genannt.

Thormeyerstraße

Die Thormeyerstraße im Wohngebiet zwischen Strehlen und Zschertnitz entstand in den Dreißiger Jahren und wurde nach dem Architekten Gottlob Friedrich Thormeyer (1775-1842) benannt. Thormeyer entwarf u. a. die Freitreppe zur Brühlschen Terrasse und das Moreaudenkmal in Räcknitz.

 

Tiergartenstraße


 


Vogelsteinstraße

Die nach 1990 im Zusammenhang mit einem Wohnpark an der Reicker Straße angelegte Vogelsteinstraße verdankt ihren Namen dem Maler und Zeichner Carl Christian Vogel von Vogelstein (1788-1868), der als Nachfolger Kügelgens Professor an der Dresdner Kunstakademie wurde. Vogelstein schuf einige Gemälde zur Ausgestaltung des Pillnitzer Schlosses und wohnte viele Jahre in “Helbigs Etablissement”, Vorgängerbau des “Italienischen Dörfchens”.

Voßstraße

Die kurze Voßstraße, eine Querstraße der Wiener Straße, erhielt ihren Namen nach dem deutschen Dichter Johann Heinrich Voß (1751-1826), der als Vertreter der Aufklärung verschiedene gesellschaftskritische Werke schrieb.

Walter-Arnold-Straße

Die Walter-Arnold-Straße entstand nach 1980 im Zusammenhang mit dem Bau des Neubauviertels an der Reicker Straße. Ihren Namen verdankt sie dem Bildhauer Walter Arnold (1909-1979), der ab 1949 als Professor für Plastik an der Hochschule für Bildende Künste tätig war. Zwischen 1959 und 1964 leitete er als Präsident den Verband Bildender Künstler in der DDR.

Wasaplatz


 


Wasastraße

Die um 1880 angelegte Wasastraße erhielt ihren Namen nach dem schwedischen Königsgeschlecht Wasa. Mit der Namensgebung sollte die Gemahlin König Alberts, Carola von Wasa-Holstein-Gottor (1833-1907) geehrt werden, die diesem Geschlecht entstammte. 1853 hatte sie den sächsischen Thronfolger geheiratet. Zu DDR-Zeiten wurde die Wasastraße nach einem LDPD-Politiker Johannes-Dieckmann-Straße genannt. Johannes Dieckmann (1893-1969) war zeitweise Präsident der Volkskammer und stellvertretender Vorsitzender des Staatsrates der DDR. Im Oktober 1991 bekam die Wasastraße ihren früheren Namen zurück. Bis heute sind hier zahlreiche Villen und Landhäuser verschiedener Stilrichtungen erhalten, die nach erfolgter Sanierung meist gewerblichen Zwecken dienen.

Foto: die 1902 von Otto Foerster erbaute Villa Wasastraße 10

Nr. 1: Die schloßartige Villa entstand 1885 für einen Rechtsanwalt und befand sich später im Besitz dessen Sohnes, eines Möbelfabrikanten. 1945 wurde das Haus beim Luftangriff schwer beschädigt, konnte jedoch 1947 in leicht veränderter Form wieder aufgebaut werden. Das zu DDR-Zeiten als Mietshaus genutzte Gebäude erlitt im Jahr 2000 bei einem Brand erneut größere Schäden. 2009 erfolgte eine denkmalgerechte Wiederherstellung und Sanierung der Villa durch einen privaten Investor.

Weberplatz

Der Weberplatz entstand als Vorplatz des 1910 erbauten Friedrich-August-Seminars und erhielt seinen Namen nach dem bekannten Komponisten Carl Maria von Weber (1786-1826), der viele Jahre als Hofkapellmeister in Dresden wirkte. Gleichzeitig entstanden die Diesterwegstraße und die Wigardstraße, die heute nicht mehr vorhanden sind und nach 1945 mit Ergänzungsbauten der Technischen Universität überbaut wurden. Sowohl der Pädagoge Adolph Diesterweg (1790-1866) als auch der Stenograph Franz Wigard (1807-1885) waren an den bürgerlichen Reformen des 19. Jahrhunderts beteiligt und sollten mit dieser Namensgebung in Nachbarschaft der ersten modernen Lehrerbildungsstätte in Sachsen geehrt werden.

Wundtstraße

Die Wundtstraße erhielt ihren Namen nach dem Philosophen und Psychologen Wilhelm Wundt (1832-1920), der als Begründer der modernen experimentellen Psychologie gilt. 1972 entstanden an der Wundtstraße fünf Studentenwohnheime für die Technische Universität, welche in den vergangenen Jahren saniert und mit neuen Außenfassaden versehen wurden.


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