Straßen und Plätze in Gompitz

Altgompitz

Als Altgompitz wird seit 1999 der Dorfplatz des Ortes Gompitz bezeichnet. Hier haben sich bis heute noch einige Bauernhöfe erhalten, die teilweise unter Denkmalschutz stehen. Sehenswert ist ein im Bauerngut Altgompitz 16/18 erhaltener historischer Taubenschlag. Unweit davon erinnert ein Denkmal an die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Einwohner. Dieses befand sich ursprünglich hinter der Schule und wurde erst nach 1990 an seinen heutigen Standort versetzt.

 

 

 

Fotos: Steinerne Zeugnisse der Vergangenheit: links ein mittelalterliches Sühnekreuz, in der Mitte der historische Taubenschlag im ehemaligen Bauerngut Altgompitz, rechts das Kriegerdenkmal für die Opfer der beiden Weltkriege.

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Altnossener Straße

Die Altnossener Straße ist Teil der ehemaligen Nossener Poststraße, die von Dresden über Gompitz nach Wilsdruff und von dort weiter nach Nossen führte. Nach dem Ausbau der neuen Chaussee zwischen Kesselsdorf und Wilsdruff durch Napoleon im Jahr 1812/13 verlor diese Straße an Bedeutung und ist heute nur noch Verbindungsstraße zwischen Gompitz und seinen Ortsteilen Pennrich, Zöllmen und Steinbach. An der Kreuzung Altnossener Straße / Kesselsdorfer Straße wurde 1828 eine Wegsäule aufgestellt, die heute jedoch leider nicht mehr vorhanden ist.

In Pennrich blieben einige Bauerngüter erhalten. Interessant ist vor allem das frühere Allodialgut mit einer großen Sonnenuhr am Giebel. Dieses befand sich seit 1821 im Besitz der Wettiner und gehörte als Zubehör zum Gompitzer Kammergut. 1869 wurde das Vorwerk aufgelöst und verkauft. Noch bis 1900 bildete es einen eigenen Gutsbezirk. Im Nachbargehöft wurde am 9. Juni 1881 Graf Felix Nikolaus von Luckner geboren. Während des Ersten Weltkrieges erlangte er als “Seeteufel” Berühmtheit. 1945 rettete Luckner als Parlamentär die Stadt Halle durch kampflose Übergabe an die Amerikaner vor der Zerstörung. 2006 wurde aus Anlass seines 125. Geburtstages ein Gedenkstein enthüllt.

Am Schreiberbach

Seit 2002 trägt die Hauptstraße von Unkersdorf den Namen Am Schreiberbach und verbindet den Ort mit dem benachbarten Oberwartha. 1912 wurde sie als Fahrstraße ausgebaut, wobei auch die früher schwer zu überwindende “Hohle” beseitigt wurde. Im Ortskern sind noch zahlreiche Bauernhöfe erhalten geblieben, die heute jedoch meist nur noch Wohnzwecken dienen. In einem der Güter befindet sich seit einigen Jahren die rustikale Gaststätte “Unkersdorfer Hof” mit Pension.

Am Wetterbusch

Der Name Am Wetterbusch erinnert an einen alten Flurnamen, der 1825 als “Wetterbüschgen” erwähnt wurde. Das Wäldchen wurde zuvor auch als Pfarrbusch bezeichnet, da es im Besitz des Unkersdorfer Pfarrers war. 1813 brannten napoleonische Soldaten den Pfarrbusch teilweise nieder. Von hier bietet sich ein schöner Blick über Unkersdorf und seine Umgebung.


Drei-Häuser-Weg

Der Drei-Häuser-Weg in Steinbach, früher auch als Dreihäuser Weg bezeichnet, erinnert an die jahrhundertelange Teilung des Dorfes in einen Scharfenberger und Leuteritzer Teil. Beide unterstanden verschiedenen Rittergütern und Ämtern und wurden erst im 19. Jh. zu einer Gemeinde vereinigt. 1691 kam der kleinere Leuteritzer Teil zum Rittergut Maxen bei Pirna.

Kohlsdorfer Straße

Die Kohlsdorfer Straße, früher auch als Kohlsdorfer Weg bezeichnet, erhielt ihren Namen nach dem heutigen Freitaler Stadtteil Kohlsdorf bei Wurgwitz. Ebenso wie die Ockerwitzer Allee war auch diese Straße Teil des alten Kohlwegs nach Dresden, über den die Kohletransporte des Zauckeroder Reviers ihren Weg ins Elbtal nahmen. Am Abzweig des Fußweges nach Altfranken steht eine Wegsäule aus dem 19. Jahr.

Ockerwitzer Allee

Die frühere Hauptstraße von Ockerwitz wurde 1999 in Ockerwitzer Allee umbenannt. Die Straße ist Teil des alten Kohlweges, der von Wurgwitz über Ockerwitz ins Elbtal führte. Da ihn die Bewohner des Dorfes als Weg zum Briesnitzer Friedhof benutzten, war zeitweise auch die Bezeichnung Ockerwitzer Leichenweg in Gebrauch.

Ockerwitzer Dorfstraße

Als Ockerwitzer Dorfstraße wird seit 1999 der Dorfkern des Ortsteils Ockerwitz  bezeichnet. Deutlich ist noch die Anlage des slawischen Rundlings mit den einzelnen Gehöften zu erkennen. Die Drei-und Vierseithöfe erhielten ihre heutiges Aussehen im 19. Jh. und stehen heute unter Denkmalschutz. An einigen Gebäuden, so am Hof Nr. 1 (Foto) und Nr. 9 haben sich Inschriftentafeln mit den Initialien der Besitzer und dem Baujahr erhalten.

Oskar-Maune-Straße

Der Name Oskar-Maune-Straße erinnert an einen früheren Pennricher Gemeindevorstand. Die Geschichte der Familie Maune lässt sich bis ins 13. Jh. zurückverfolgen. Die weitverzweigte Sippe stammte ursprünglich aus dem Dorf Mauna bei Meißen und war früher in vielen Orten der Wilsdruffer Umgebung ansässig. Im 19. Jh. siedelten sich die Maunes auch in Pennrich an und waren zeitweise Besitzer des früheren Luckner-Gutes. Ab 1866 stellten Vertreter dieser Familie regelmäßig den Gemeindevorstand von Pennrich.

Foto: Ortseingang Pennrich an der Oskar-Maune-Straße
 

Paul-Breyer-Straße

Die Paul-Breyer-Straße wurde nach einem Gompitzer SED-Funktionär benannt. Paul Breyer (1883-1965) war in der Nachkriegszeit Bürgermeister des Ortes. Das Straßenbild dominieren bis heute Einfamilienhäuser, die meist nach 1960 errichtet wurden.

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Schwarmweg

Die frühere Rennersdorfer Straße, alte Verbindungsstraße zwischen Unkersdorf und Rennersdorf, wird seit 2002 wieder als Schwarmweg bezeichnet. Der Flurname Schwärme findet sich in zahlreichen alten Flurkarten und bezeichnet das Areal zwischen den Dörfern Unkersdorf, Rennersdorf, Brabschütz, Podemus und Roitzsch. Durch den Autobahnbau wurde die Straße unterbrochen und seit 1936 über eine neue Brücke geführt. Diese verschwand 1999 für den Ausbau des Autobahndreiecks Dresden-West.

Zum Jammertal

Der Flurname Jammertal zwischen Pennrich und Zöllmen wurde im Zusammenhang mit einem Landverkauf erstmals1606 erwähnt. Ein Zusammenhang mit Kämpfen während der Hussitenkriege ist nicht belegt. Vermutlich erhielt das Flurstück diese Bezeichnung wegen seiner ungünstigen Bodenbeschaffenheit und der schweren Bestellbarkeit. Während der Schlacht von Kesselsdorf 1745 war dieser Teil des Ortes besonders schwer umkämpft.


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