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Älteste Besiedlungsspuren auf Roitzscher Flur stammen von 5.000 v. Chr. und werden der Kultur der Bandkeramiker zugeordnet. 1922 wurde an der Ortsgrenze zu Unkersdorf ein Beil gefunden, welches sich
heute in der Heimatsammlung Wilsdruff befindet. Der Ort selbst geht auf einen slawischen Rundweiler zurück, der bereits 1071 erstmals als Grodice urkundlich erwähnt wurde und somit zu den ältesten Siedlungen im
Stadtgebiet gehört. Roitzsch wird in einer Urkunde des Bischofs Benno als zugehörig zum Burgward Woz genannt. Der Name weist auf eine frühgeschichtliche Burganlage hin. In neueren Quellen wird dieses Grodice jedoch auch
mit dem zu Omsewitz gehörigen Burgstädtel in Verbindung gebracht. 1378 gehörte
der Ort zum Amt Dresden. Am 30. 9. 1408 vergab der Markgraf zu Meißen den Dresdner Bürgern Vinzensius, Hans Alexius und Jorge Busmann einige Güter und Zinsen in Roitzsch zum Lehen. Später kam das Dorf in den
Besitz der Familie von Miltitz und unterstand dem Rittergut Scharfenberg. Kirchlich war Roitzsch der Unkersdorfer Kirche zugeordnet.
1745 war die Dorfflur Schauplatz von Gefechten im Zusammenhang mit der
Schlacht von Kesselsdorf. Der spätere Sieger der Schlacht, Leopold von Dessau, leitetet diese vom Roitzscher Hufenbusch aus, bevor er mit seinem Stab weiter
nach Pennrich zog. Mit Ablösung der Fronen und Aufhebung der feudalen Abgaben wurde Roitzsch zur Landgemeinde und gehörte ab 1850 dem Gerichtsamt Wilsdruff an. Später kam die kleine Siedlung zum Amt Dresden. Das Dorf,
welches nur aus wenigen Gehöften bestand, besaß stets nur ca. 80 Einwohner und wurde 1950 nach Unkersdorf eingemeindet. Gemeinsam mit Gompitz und weiteren Dörfern der Umgebung kam der Ort 1999 zu Dresden und gehört
heute zu den kleinsten Stadtteilen der Landeshauptstadt. Um den Dorfplatz sind noch einige historische Bauerngüter aus
dem 19. Jh. erhalten geblieben. Interessant ist auch ein in einem Garten aufgestelltes Mühlenmodell, welches von Roitzscher Jugendlichen geschaffen wurde.
Roitzscher Nachrichten 16. Oktober 2009:
Der Dorfteich in Roitzsch soll im kommenden Jahr entschlammt und mit einem neuen Zufluss versehen werden. Die Arbeiten sind Teil der bereits 2006 begonnenen Maßnahmen zum Ausgleich von Schäden durch den Bau der Autobahn.
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