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Steinbach entstand als Waldhufendorf deutscher Siedler im Quellgebiet des Zschonerbaches und wurde 1361 erstmals als “Steynbach” urkundlich erwähnt. 1378 ist das Dorf im Verzeichnis der Orte des Amtes
Dresden aufgeführt. Neben diesem Amt, welches die obere Gerichtsbarkeit besaß, hatten auch der Meißner Lorenzaltar und das dortige Hospital Zinsrechte in Steinbach. Um 1590 gehörte Steinbach teilweise zum Rittergut
Scharfenberg, teilweise zum Rittergut Rothschönberg. Diese Zweiteilung des Ortes blieb bis ins 19. Jahrhundert erhalten. Während der größere Scharfenberger Teil aus einigen großen Bauerngütern bestand, lebten im
kleineren Ortsteil ausschließlich Häusler, die ihren Lebensunterhalt mit Obst- und Weinbau verdienten. Zur Steinbacher Flur gehörte auch die abseits des Ortes gelegene Schulzenmühle, die vermutlich ursprünglich zur Wüstung Zschon gehört hatte.
1691 kam der Rothschönberger Ortsteil, der im Besitz der Adelsfamilie von Schönberg war, gemeinsam mit dem nahegelegenen Dorf Leuteritz
an Hans Heinrich von Schönberg. Dieser hatte kurz zuvor das Rittergut Maxen bei Pirna erworben. Grund des Besitzerwechsels waren mehrere Erbteilungen innerhalb der weitverzweigten Familie. 1760
eroberten preußische Truppen das Dorf und brannten mehrere Gehöfte nieder, die bis 1763 wüst lagen. Auch in den Napoleonischen Kriegen fanden auf Steinbacher Flur Kampfhandlungen statt.
Mit der sächsischen Landgemeindereform wurden 1838 der Scharfenberger und der Leuteritzer Teil zu einer Gemeinde vereinigt, die ab 1850 zum Gerichtsamt Wilsdruff gehörte, später zum Amt Meißen. Dominierender
Wirtschaftszweig blieb neben der Landwirtschaft der Obstbau. Neben der Schulzenmühle existierte zeitweise auch eine Windmühle im Ort. Um 1910 verlängerte der Gebirgsverein Briesnitz den Wanderweg durch den Zschonergrund
bis zur Steinbacher Schulzenmühle. 1950 erfolgte die Eingemeindung des Dorfes mit ca. 150 Einwohnern nach Unkersdorf. Ab 1974 gehörte der Ort zu Gompitz und ist seit dem 1. Januar 1999 Stadtteil von Dresden. Für
Proteste sorgte im gleichen Jahr der Baubeginn der neuen Autobahnbrücke über den Zschonergrund in der Nähe der Schulzenmühle. Weiterführende Literatur und Quellen
Steinbacher Nachrichten 10. September 2011:
Aus Anlass des 650. Ortsjubiläums von Steinbach soll eine Postkarte gedruckt werden. Das wurde auf der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Gompitz beschlossen. Steinbach hatte das Jubiläum Anfang September mit einem Familienfest gefeiert.
11. März 2011:
Steinbach feiert in diesem Jahr sein 650. Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung. Bis 2003 ging die Heimatforschung davon aus, dass der Ort erst seit 1378 besteht, weshalb es auch damals eine Jubiläumsfeier gab. Jüngere Recherchen haben jedoch ergeben, dass der Ort bereits 1361 erstmals erwähnt wurde. Der Heimatverein fand im Sächsischen Hauptstadtarchiv eine alte handschriftliche Aufzeichnung, über eine Familie, die schon 1361 in Steinbach lebte.
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