Weißeritzbrücke Kesselsdorfer Straße: Die erste Weißeritzbrücke in Löbtau entstand bereits im Mittelalter und war ältester Übergang über diesen Fluß in Dresden
überhaupt. Die mehrfach erneuerte hölzerne Brücke verband den aus der Innenstadt kommenden Fahrweg (heute Freiberger Straße) mit der bedeutenden “Freybergischen Chaussee” (Kesselsdorfer Straße). Da sie nur sehr eingeschränkt tragfähig war, mussten schwerere Fuhrwerke eine in der Nähe
liegende Furt benutzen. Erst nach einem Umbau im 16. Jh., bei dem die Brücke steinerne Pfeiler erhielt, konnte sie als Straßenbrücke genutzt werden. Trotz dieser Maßnahme zerstörten immer wieder Hochwasser und Eisgang
dieses Bauwerk. Deshalb entschloss man sich Anfang des 18. Jahrhunderts zu einem kompletten Neubau in Stein, der 1704 vollendet werden konnte. 1837 entstand die bis heute erhaltene Brücke, die zunächst
Chausseehausbrücke genannt wurde, bevor sie 1902 den Namen Bismarckbrücke erhielt. 1916 wurde an der Brücke eine Gedenktafel mit Bildnis des “Eisernen Kanzlers” angebracht, welche jedoch nach 1945 entfernt wurde. Die
heute offiziell unbenannte Brücke wurde 1995 saniert. Zur Entlastung entstand unmittelbar neben dem historischen Bauwerk eine moderne Straßenbrücke für den stark angewachsenen Verkehr. Beim Weißeritzhochwasser im August
2002 wurde auch diese Brücke in Mitleidenschaft gezogen, ist mittlerweile jedoch wieder befahrbar. Nossener Brücke: Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Dresdner
Eisenbahnanlagen machte sich ein weiterer Brückenbau erforderlich. Dieser verband den alten Zelleschen Weg mit der Freiberger Straße und erhielt 1889 den Namen Hohenzollernbrücke. Unter der Brücke verliefen die Gleise
der 1855 eröffneten Albertbahn und der Anlagen des Bahnbetriebswerks. Um 1900 erhielt dieses Bauwerk den Namen Nossener Brücke. Die als Stahlträgerbrücke ausgeführte alte Nossener Brücke genügte jedoch nach 1945
nicht mehr den Verkehrsanforderungen und wurde Anfang der 60er Jahre durch eine neue Stahlbetonbrücke ersetzt. Die neue Brücke war bedeutend länger und wurde am 28. Juni 1964 als Brücke der Jugend dem Verkehr übergeben.
Gleichzeitig erfolgte eine Verlängerung der O-Bus-Linie bis zum Willi-Ermer-Platz (Ebertplatz). Nach 1990 wurde diese Brücke komplett erneuert und erhielt dabei auch ihren früheren Namen zurück. Bereits 1989 war
im Anschluss mit dem Bau einer modernen Hochstraße begonnen worden, die von der Nossener Brücke aus den Ebertplatz und die Weißeritz überquert und schließlich am Emerich-Ambros-Ufer endet. Der Verkehrszug ist Teil der
geplanten Südtangente und soll vor allem zur Entlastung der Kesselsdorfer Straße beitragen. 1996 erhielt das Bauwerk offiziell den Namen Löbtauer Brücke, wird jedoch meist Neue Nossener Brücke genannt. |