Löbtau

Gemeindesiegel von Löbtau

Postleitzahl: 01159


  Générique 120/600

 


Bildungseinrichtungen
in Löbtau

HOMEPAGE DER

35. MITTELSCHULE
DRESDEN-LÖBTAU

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der
36. Mittelschule 
Dresden


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der
37. Grundschule
Dresden-Löbtau


Löbtauer Vereine:


Die Geschichte Löbtaus beginnt mit der Entstehung einer slawischen Siedlung, die bereits 1068 als Liubituwa erstmals erwähnt wurde und zu den ältesten dokumentierten Orten im Elbtal gehört. Der Ortsname ist wahrscheinlich von einem slawischen Personennamen abgeleitet (Leute des Lubeta). In diesem Jahr vergab der deutsche König Heinrich IV. zwei Hufen aus seinem Besitz an das Hochstift Meißen. Bis zur Reformation unterstand Löbtau dem Domkapitel, welches hier 12 Bauernstellen vergeben hatte. 1559 kam der Ort an das kurfürstliche Amt Dresden und musste 1568 42 Hektar Ackerland an das Kammergut Ostra abgeben. Die verbliebene Flur wurde noch bis ins 19. Jh. landwirtschaftlich genutzt. Heute erinnern nur noch wenige Gebäude am früheren Dorfplatz Altlöbtau (Foto) an die Vergangenheit des Ortes. Wegen der verbreiteten Viehzucht wurde Löbtau früher auch spöttisch “Kuh-Löbte” genannt. Als Weidefläche diente der Anger, der sich zwischen Tharandter und Zwickauer Straße erstreckte.

Bereits im 16. Jh. begannen Veränderungen im Ort. So ließ Kurfürst Johann Georg IV. 1692 einen Garten mit einem Wasserpalais anlegen, der ab 1702 Reisewitz´scher Garten genannt wurde. Noch wichtiger für die spätere Entwicklung Löbtaus war die Ansiedlung einiger Gewerbebetriebe an der Weißeritz sowie am von dieser abzweigenden Weißeritzmühlgraben. Diese Mühlen bildeten das erste bedeutende Industriegebiet Dresdens und wurden zum Teil bis 1945 als Fabriken genutzt. Der eigentliche Weißeritzmühlgraben wurde 1937 trockengelegt und ist heute nur noch in Resten vorhanden. Zu den wichtigen frühen Unternehmen auf Löbtauer Flur gehörte auch der Holzhof an der späteren Oederaner Straße. 1740 wurde auf dem Löbtauer Anger der Dresdner Galgen aufgestellt, an dem noch bis 1837 öffentliche Hinrichtungen stattfanden.

Begünstigt durch die gesellschaftlichen Veränderungen in Sachsen nach 1830 und durch die Einführung der Gewerbefreiheit im Jahr 1862 wandelte sich das frühere Bauerndorf Löbtau endgültig zum Industriestandort. 1857 entstand eine Zementfabrik, 1858 eine Eisengießerei, 1862 die bekannte  Schokoladenfabrik Petzold & Aulhorn. Diese neuen Unternehmen siedelten sich bevorzugt entlang der Weißeritz an der Tharandter und Löbtauer Straße an. Die übrigen Flächen wurden ab 1860 mit Arbeiterwohnhäusern bebaut.

Typisch für Löbtau ist das 1875 vom Geometer Emil Ueberall entworfene rasterförmige Straßennetz und die aufgelockerte Bebauung mit den “Würfelhäusern” (Foto: Essener Straße 9) . Bis zur Jahrhundertwende verdrängten die neuen Wohn- und Gewerbeviertel die bisherige Landwirtschaft sowie die zahlreichen Löbtauer Gärtnereien fast völlig. 1875 entstand der Neue Annenfriedhof an der Kesselsdorfer Straße, 1890 die Friedenskirche, 1923 die katholische Kirche St. Antonius, 1936 die Hoffnungskirche. Ab 1881 verband eine Pferdestraßenbahn Löbtau und Dresden, die 1893 bis Wölfnitz verlängert und drei Jahre später elektrifiziert wurde. 1909 folgte die Verbindungsstrecke über die heutige Rudolf-Renner-Straße nach Cotta.

Löbtau gehörte bereits 1890 mit über 12.000 Einwohnern zu den größten Gemeinden Sachsens und war ein Zentrum der Dresdner Arbeiterbewegung. An einige frühere Arbeiterfunktionäre erinnern bis heute Straßennamen, so an den bekannten Dresdner Fischhändler August Paschky. Um die Lebensbedingungen im dichtbesiedelten Löbtau zu verbessern, entstanden um 1900 kleinere Parkanlagen am heutigen Conertplatz, am Bonhoefferplatz und am 1945 zerstörten Löbtauer Rathaus. Am 1. Januar 1903 wurde der Ort mit 39.000 Einwohner als zehntgrößte Landgemeinde Sachsens nach Dresden eingemeindet

Foto: Tharandter Straße mit Rathausvorplatz und Weißeritzbrücke um 1910

Die Luftangriffe auf Dresden trafen auch die Vorstadt Löbtau schwer. Neben Industrieanlagen, dem Rathaus und der Friedenskirche wurden auch zahlreiche Wohngebäude Opfer der Bomben, vor allem im Bereich um den heutigen Ebertplatz und an der Kreuzung Kesselsdorfer/Tharandter Straße. Auch der bekannte “Drei-Kaiser-Hof” fiel den Bomben zum Opfer. Noch am 17. 4. 1945 wurde das Städtische Krankenhaus an der Löbtauer Straße getroffen und brannte aus.

Trotz der Kriegsschäden entwickelte sich Löbtau in der Nachkriegszeit zu einem Zentrum des Dresdner Geschäftslebens. So nahm die Kesselsdorfer Straße zeitweise eine Ersatzfunktion für die zerstörten Geschäfte der Innenstadt ein. An der Nossener Brücke entstand 1962/64 ein Heizkraftwerk, welches 1995 durch ein modernes Gasturbinenkraftwerk an der Siebenlehner Straße ersetzt wurde. Gleichzeitig verfiel die um die Jahrhundertwende entstandene Bausubstanz (Foto: Tharandter Straße), was zu Abrissen von Gebäuden an der Kesselsdorfer Straße und am Ebertplatz führte. Erst 1990 begann die schrittweise Rekonstruktion vieler Wohnhäuser, wobei einige Baulücken mit Neubauten geschlossen wurden. Das Gebiet um die Kesselsdorfer Straße soll künftig wieder zu einem Einkaufs- und Geschäftszentrum entwickelt werden, was jedoch vor allem eine Lösung der Verkehrsprobleme voraussetzt. Auf den Flächen ehemaliger Gewerbebetriebe und des früheren Kohlebahnhofes an der Freiberger Straße wurde 2007/08 der “Grünzug Weißeritz” als Teil eines künftig bis nach Freital führenden Fuß- und Radweges angelegt.

 

Schulen in Löbtau:

Dorfschule: Löbtau besaß bereits ab 1770 einen eigenen Schullehrer, der seinen Unterricht meist abwechselnd in den Bauernhäusern oder im Gemeindehirtenhaus am Dorfplatz abhielt. Zuvor mussten die Kinder die Schule in Briesnitz besuchen. Für seine Tätigkeit erhielt dieser Lehrer sechs Taler Beihilfe sowie einen Schlaf- und Wohnraum im Schulgebäude. 1832 errichtete die Gemeinde ein eigenes Schulhaus an der Lübecker Straße, welches 1866 durch einen größeren Neubau ersetzt wurde. Das später auch als Gemeindeamt genutzte und 1945 beschädigte Gebäude wurde 1990 abgerissen.

36. Volksschule: Ende des 19. Jahrhunderts genügte die alte Dorfschule wegen der stark angewachsenen Bevölkerung nicht mehr den Anforderungen. 1874 wurde deshalb eine neue Schule an der Gröbelstraße errichtet. Diese später 36. Volksschule genannte Einrichtung wurde 1945 zerstört.

Bürgerschule Löbtau: 1877 wurde als weiteres Löbtauer Schulhaus die bis heute erhaltene “Wallwitzschule” auf der damaligen Wallwitzstraße (heute Clara-Zetkin- Straße 20) eingerichtet. 1899/1900 entstand hier das heute noch vorhandene Schulgebäude (Foto). Das Grundstück, welches ursprünglich zur Errichtung eines Schlachthofes vorgesehen war, wurde von der Gemeinde Löbtau zur Verfügung gestellt. Der imposante Jugendstilbau erhielt neben den Klassenzimmern auch einige Lehrerwohnungen, eine Turnhalle und ein Uhrtürmchen mit Glockenspiel. In einem Nebengebäude befand sich ab 1901 das Löbtauer Volksbad.

Nach der Eingemeindung des Ortes wurde die Schule als 54. Volksschule in das Dresdner Schulnetz eingegliedert. Seit 1945 nutzten die zerstörte 35. und die 54. Volksschule das Gebäude gemeinsam. Später erhielt diese Schule den Namen 35. POS “Clara Zetkin”. In den 70er Jahren wurde die 54. POS zur Canalettostraße verlegt, während der Löbtauer Bau nur noch von der 35. POS genutzt wurde. Das Schulhaus dient heute als 35. Mittelschule. Außerdem befindet sich hier der Schulhort der benachbarten 35. Grundschule.

35. Volksschule: Diese Schule (Fröbelschule) bestand ab 1888 als dritte Löbtauer Volksschule auf der Bünaustraße, wurde jedoch 1945 zerstört. Nach 1945 besuchten die Schüler die benachbarte 54. Volksschule Wallwitzstraße (Clara-Zetkin-Straße). Auf dem Gelände des früheren Schulhauses befindet sich seit 2007 eine Kindertagesstätte.

37. Volksschule: Die Schule am westlichen Ortsrand entstand um 1890 zwischen der damaligen Herbertstraße (Emil-Ueberall-Straße) und der Stollestraße. Heute haben hier die 37. Grund- und die 36. Mittelschule ihr Domizil (Foto).

Katholische Volksschule: Diese Schule wurde auf einem 1910 von der katholischen Gemeinde erworbenen Grundstück an der Bünaustraße 12 errichtet und 1912 eingeweiht. Nebenan entstand 1923 die katholische St. Antonius-Kirche. Nach 1990 diente das Gebäude als Berufsschule für Wirtschaft und wird seit 2010 von der 35. Grundschule genutzt..

  Schulfreunde wiederfinden!

Rathaus:

Das Löbtauer Rathaus entstand ab 1895 unmittelbar am Weißeritzufer und löste das bisher in der früheren Dorfschule untergebrachte Gemeindeamt ab. Der Entwurf für den repräsentativen Bau mit seinem Turm stammte vom Dresdner Architektenbüro Schilling & Gräbner. Kurz vor Fertigstellung zerstörte das schwere Weißeritzhochwasser 1897 einen Teil des Gebäudes, so dass sich die Einweihung verzögerte. Nach dem Anschluss Löbtaus nach Dresden nutzten städtische Behörden das Gebäude (Luftbild).

1945 wurde das Rathaus durch Bomben zerstört. Lediglich ein Nebengebäude (Bild links) blieb bis heute erhalten und wird derzeit von einem Jugendclub genutzt. An Stelle des Löbtauer Rathauses entstand in der Nachkriegszeit eine kleine Grünanlage. 1948 wurde hier die Plastik “Danaide” aufgestellt. Die bronzene Brunnenfigur stammt von Johannes Schilling und befand sich ursprünglich auf einem Privatgrundstück in Niedersedlitz (Bild rechts) . 2009 wurde sie zum Schutz vor Vandalismus abgebaut und soll künftig nach Niedersedlitz zurückkehren.

 

 

 

 

Löbtauer Straßen

Weiterführende Literatur und Quellen

Löbtauer Nachrichten

3. Dezember 2011: Der Vorplatz des ehemaligen Volksbades am Badweg soll im kommenden Jahr  als “Treff der Generationen” neu gestaltet werden. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des früheren Wannen- und Brausebades war 2010 zum „Theaterkindergarten“ umgebaut worden.

  Feinste Christollen

20. August 2011: Das Areal des früheren Löbtauer Glaswerks soll wieder bebaut werden. Dafür wurde jetzt ein Vorentwurf für einen Bebauungsplan erarbeitet. Vorgesehen ist die Ansiedlung gewerblicher Unternehmen. Erhalten bleibt in jedem Fall der am Rande der Fläche gelegene Spazierweg im Rahmen des „Grünzuges Weißeritz“, welcher dem Verlauf des früheren Flussbettes folgt.

24. Mai 2011: Das traditionsreiche Fotogeschäft Hahn hat kürzlich neue Geschäftsräume auf der Kesselsdorfer Straße 43 gezogen. Das charakteristische Eckhaus an der Einmündung der Saalhausener Straße ist in Löbtau als “scharfe Ecke” bekannt, da sich hier einst um 1900 ein gleichnamiges Lokal befand. Nach 1990 nutzte eine Bankfiliale die Räume. Mit der Eröffnung schließt das zu klein gewordene Geschäft wenige hundert Meter weiter.

14. Mai 2011: An der Wernerstraße 37–41 entsteht ein neues Pflegeheim. Mit den Bauarbeiten wurde Anfang Mai begonnen. Die Fertigstellung ist für Juni nächsten Jahres geplant. Dann werden hier 96 Einzel- und neun Partnerzimmer für pflegebedürftige Menschen zur Verfügung stehen. Vorgesehen sind sowohl Vollzeit- als auch Kurzzeit-Pflegeplätze.

13. Mai 2011: Der Innenraum der Hoffnungskirche auf der Clara-Zetkin-Straße ist fertig saniert. Am kommenden Sonntag wird in der frisch sanierten Kirche der erste Gottesdienst gefeiert.

23. März 2011: Die moderne Wohnanlage am Conertplatz wird weiter ausgebaut. Im zweiten Bauabschnitt sollen ein Dreifamilienhaus und ein Doppelhaus entstehen. Nähere Infos unter: www.bauforum-dresden.de

4. März 2011: In Löbtau hat seit kurzem ein neuer Buchladen geöffnet. Das neue Geschäft befindet sich auf der Reisewitzer Straße und heißt - passend zur Hausnummer - „Buchlese 29“. Neben Romanen, Fach- und Kinderbüchern wird auch eine Auswahl an Spielzeug angeboten.

28. Januar 2010: Neue Chancen für die Realisierung des “Boulevards Kesselsdorfer Straße”. Nachdem sich nun auch die Bürgerfraktion für die autofreie Variante im unteren Abschnitt ausgesprochen hat, gibt es im Stadtrat wieder eine Mehrheit für das umstrittene Projekt. Die Umgestaltung der Haltestellen vor der Löbtau-Passage wird jedoch frühestens 2013 beginnen.


Literatur zu Löbtau und anderen Stadtteilen finden Sie auch hier:

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