Das Gelände des heutigen Leutewitzer Parks wurde noch um 1900 als Lehmgrube
einer örtlichen Ziegelei genutzt, die ihren Betrieb jedoch mangels Rentabilität einstellen musste. 1906 erwarb die Stadt Dresden das ca. sieben Hektar große Areal, um hier
einen Volkspark für die zahlreichen Arbeiterfamilien der Dresdner Westvororte anzulegen. Zwischen 1908 und 1911 entstand so der Volkspark Leutewitz mit Sport-
und Spielplätzen. Vertraglich festgelegt wurde die kostenlose Nutzung des Parks durch die Leutewitzer Einwohner. Die offizielle Einweihung erfolgte am 30. September 1911.
Nach 1933 begann der schrittweise Verfall der Parkanlage, die einst ein bedeutendes
Zeugnis der Volksparkbewegung der Jahrhundertwende war. Mangels Pflege verwilderten Teile des Geländes. Auch nach 1945 setzte sich diese Entwicklung fort. 1976 verschwand
das Denkmal des Heimatdichters Erich Langer, der zwischen 1903 und 1927 Lehrer in Leutewitz war. Die historischen gußeisernen Bänke wurden kurz darauf als Requisiten für den
DEFA-Film “Adel im Untergang” entfernt und kehrten nie zurück. Erst 1981 begannen erste Schritte zur Wiederherstellung des Volksparks. U. a. wurden zwei neue Plastiken aufgestellt
und ein Kinderspielplatz angelegt. 1994 folgte eine Studie zur Wiederherstellung der historischen Blickbeziehungen und des Wegenetzes im Park. Das Foto (rechts) zeigt die “Bremer Stadtmusikanten” im Leutewitzer Park.
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