Pumpspeicherwerk

 


 


 

Das Werk wurde 1927 gegen den Protest der umliegenden Gemeinden durch die Energieversorgung Groß-Dresden AG gebaut. Ziel des neuen Kraftwerkes war die Gewinnung zusätzlicher Elektroenergie in Spitzenzeiten, während die lastschwachen Zeiten zur Umwälzung des Wassers genutzt werden. Für das Pumpspeicherwerk entstanden der obere und untere Stausee, die mittels gewaltiger Rohrleitungen verbunden sind. Am unteren Stausee wurden das Turbinenhaus und ein Verwaltungsgebäude im Bauhausstil errichtet. Das Niederwarthaer Pumpspeicherwerk ging am 27. November 1929 noch vor seiner vollständigen Fertigstellung in Betrieb und war erstes leistungsfähiges Wasserkraftwerk seiner Art in der Welt.

1946 erfolgte im Zusammenhang mit Reparationsforderungen der Sowjetunion eine Demontage der Kraftwerksanlagen, so dass das Werk vorerst stillgelegt werden musste. Erst 1954 konnten die technischen Anlagen soweit wiederhergestellt werden, das das Pumpspeicherwerk wieder in Betrieb ging. Zwischen 1958 und 1960 erfolgte eine Erweiterung bis zu einer maximalen Kapazität von 120 MW. Das Werk, welches bis heute in Betrieb ist, stellt ein einzigartiges technisches Denkmal der Elektroerzeugung dar und gehört heute zum schwedischen Energiekonzern Vattenfall Europe. Der untere Stausee wird zugleich als Freibad genutzt. 2010 soll mit dem Bau eines modernen Kraftwerkes neben den historischen Anlagen begonnen werden. Außerdem ist eine Sanierung der beiden Speicherbecken geplant.

 

Technische Daten:

Stauraum des Oberbeckens

2,9 Mio m³

Anzahl Maschinensätze

6

Stauraum des Unterbeckens

2,5 Mio m³

Turbinen-Bauart

Francis-Turbine

Höhenlage des Oberbeckens

254 m NN

Turbinen-Nenndurchfluss

18 m³/s

Höhenlage des Unterbeckens

110 m NN

Pumpen-Bauart

einstufige Kreiselpumpe

Arbeitsvermögen

591 MWh

Pumpen-Nennförderstrom

11 m³/s

   

Generatorleistung

31,5 MVA

Rohrsystem

3 Rohrleitungen

Generatorspannung

10,5 kV

Länge

1.920 m

Leistung (Turbinenbetrieb)

20 MW

Durchmesser

2,5 bis 3,5 m

Leistung (Pumpbetrieb)

20 MW

Mittlere Fallhöhe

143 m

Gesamtnennleistung

120 MW

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Rohrleitungssystem zwischen Ober- und Niederwartha,
rechts ein Blick in die Turbinenhalle

 


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