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Die Geschichte der Friedrichstadt begann am 25. Juli 1670, als der damalige Kurfürst Johann Georg II. in einer Bekanntmachung dazu aufforderte, sich an der zum Ostravorwerk führenden Straße anzusiedeln und
dort neue Häuser zu bauen. Eine Siedlung hatte es hier bereits im 12. Jahrhundert gegeben. 1206 wurde dieses Dorf Ostra erstmals urkundlich erwähnt, welches aus einem Herrengut und mehreren Bauernhöfen bestand. Ursprünglich befand sich der Ort im Besitz des Meißner Bischofs, wurde jedoch 1550 von Kurfürst August erworben. 1568 ließ dieser die Einwohner umsiedeln, um hier das Ostravorwerk als landwirtschaftlichen Großbetrieb zur Versorgung der Stadt Dresden einzurichten. An dieses erinnert noch heute der Flurname Ostragehege.
Um die Besiedlung der
zunächst “Neustadt-Ostra” genannten Vorstadt zu befördern, wurden allen Bauwilligen unentgeltlich Grundstücke überlassen und weitere Vergünstigungen wie Gewerbe- und Steuerfreiheit zugesagt. Das stieß
jedoch auf den Widerstand des Dresdner Rates und der Handwerkerinnungen, die in der neuen Siedlung eine bedrohliche Konkurrenz sahen und deshalb den Zuzug boykottierten. Stattdessen erwarben wohlhabende Dresdner Bürger,
Adlige und Hofbeamte die Flächen, um hier Sommergärten anzulegen. So gab es auch 20 Jahre später nur wenige Gebäude in der Friedrichstadt. 1692 eröffnete an der Schäferstraße eine Salpeterhütte, der 1718 die Wachsbleiche des Barons von Blumenthal folgte.
Nachdem 1720 das Manteuffelsche Brauhaus seinen Betrieb aufgenommen hatte, nahm die Siedlungstätigkeit weiter zu. Entlang der Weißeritz sowie zwischen Friedrichstraße und Schäferstraße entstanden einfache vorstädtische
Wohngebäude, die aus strategischen Gründen nicht unterkellert und nur in Holz- bzw. Fachwerkbauweise gebaut werden durften (Foto: Adlergasse)
. Erst nach Aufhebung dieses Verbotes wurden ab 1734 an der Friedrichstraße erste Steinhäuser mit Barockfassaden errichtet. 1720 ließ August der Starke für die am Hof tätigen Katholiken den Inneren Katholischen Friedhof anlegen, welcher wegen seiner zahlreichen Grabstätten prominenter Persönlichkeiten zu
den bedeutendsten Kulturdenkmalen der Stadt gehört. Im 19. Jahrhundert kam der Äußere Katholische Friedhof an der
Bremer Straße hinzu.
Bedeutendstes historisches Bauwerk der Friedrichstadt ist das frühere Marcolinipalais, welches seit 1849 als Städtisches Krankenhaus genutzt wird (Foto)
. Unter Mitwirkung des Baumeisters Johann Christoph Knöffel ließ der sächsische Minister Brühl 1736 ein schon vorhandenes kleines Sommerpalais zu
einer Schlossanlage ausbauen. Zum Areal gehörte auch ein weitläufiger Park mit Wasserspielen und Skulpturen, der für Feste genutzt wurde. 1774 erwarb Graf
Camillo Marcolini das Palais, ließ es von Hofbaumeister Johann Daniel Schade erweitern und mit Plastiken und Wandmalereien ausgestalten. In den Räumen kam
es am 28. Juni 1813 zu dem historisch bedeutsamen Treffen zwischen Napoleon und dem österreichischen Minister Fürst Metternich, in dessen Ergebnis sich Österreich den Verbündeten anschloss und
damit Napoleons Niederlage einleitete.
Im Umfeld des Marcolinipalais entwickelte sich auf regelmäßigem Grundriss eine kleine Siedlung, die ab 1731 zu Ehren des sächsischen
Kurprinzen Friedrichstadt genannt wurde, ohne jedoch das formale Stadtrecht zu erhalten. Allerdings besaß der Ort einen eigenen Marktplatz (heute Hohenthalplatz) und eine nach Plänen Pöppelmanns errichtete Kirche (Matthäuskirche). Trotz einiger wohlhabender Grundstücksbesitzer und mehrerer Gewerbebetriebe blieb die
Friedrichstadt eine relativ arme Vorstadt. 1835 erfolgte deren formale Einbeziehung in den städtischen Gemeindebezirk.
Da diese jedoch durch die Weißeritz vom übrigen Stadtgebiet getrennt und nur über eine einzige Brücke im Verlauf der
Friedrichstraße erreichbar war, behielt die Friedrichstadt auch danach noch lange eine gewisse Eigenständigkeit, die erst 1893 mit Verlegung der Weißeritz und dem Ausbau der Weißeritzstraße auf dem ehemaligen Flußbett endete. Nach
Umwidmung des Ostravorwerks in einen Betrieb der Milchwirtschaft, weiteren gewerblichen Ansiedlungen und
zunehmender Bautätigkeit wandelte sich die Friedrichstadt Mitte des 19. Jahrhunderts zum Arbeiterwohnort. Allerdings
lebten hier zeitweise auch bekannte Dresdner Persönlichkeiten, wie der Komponist Richard Wagner und der Bildhauer
Ernst Hähnel, die ihre Wohnräume im Marcolinipalais hatten, sowie der Erbauer der ersten deutschen Lokomotive Andreas Schubert. Der im ehemaligen Ostragut wohnende Vermessungsingenieur Moritz Preßler entwarf, unter dem
Eindruck der schweren Hochwasserkatastrophe 1845, Pläne für eine umfassende Umgestaltung der Friedrichstadt. Diese sahen u.a. eine Verlegung der Weißeritzmündung nach Cotta vor. Auf dem gewonnenen Gelände sollten
neue Bahnanlagen entstehen. Außerdem regte Preßler den Bau des Alberthafens und die Anlage eines Friedrichstädter Rangierbahnhofes (Foto) an. Zwischen 1873 und 1894 wurden diese Planungen in leicht veränderter Form in die
Realität umgesetzt. 1878 erklärte der Rat der Stadt die Friedrichstadt ausdrücklich zum Fabrikbezirk. Der einstige Vorort war damit endgültig zu einem wichtigen wirtschaftlichen Zentrum
Dresdens geworden. Zu den hier ansässigen Unternehmen gehörten die Eisenbahnwerkstätten (später Reichsbahnausbesserungswerk), die Bienertsche Hafenmühle, der Städtische Vieh- und Schlachthof, die Zigarettenfabrik Yenidze, das Dresdner Kühlhaus und die Nähmaschinenfabrik Seidel & Naumann.
Der zentrumsnahe und von gewerblichen Unternehmen durchsetzte Stadtteil entwickelte sich nun schnell zum dichtbesiedelten Arbeiterwohnort, was zur Anlage neuer Straßen und zum Bau zahlreicher neuer Wohngebäude führte.
Gleichzeitig erstarkte die organisierte Arbeiterbewegung, die sich regelmäßig in einem der zahlreichen Lokale des Stadtteils traf. Als Treffpunkt bekannt war vor allem das “Keglerheim” an der Weißeritzstraße, nicht zuletzt durch den
tragischen Ausgang einer Versammlung am 25. Januar 1933, bei der neun Arbeiter von Polizisten erschossen wurden.
Trotz aller Bemühungen verschiedener sozialer und politischer Organisationen blieb die Friedrichstadt bis 1945 ein
Wohngebiet der ärmeren Bevölkerungsschichten, was zur spöttischen Bezeichnung “Topflappenviertel” führte. Von
diesem Milieu angezogen ließen sich auch einige Künstler in der Friedrichstadt nieder. 1905 wurde in einem ehemaligen Ladenlokal auf der Berliner Straße die Künstlergruppe “Brücke” gegründet, der u.a. Erich Heckel, Ernst Ludwig
Kirchner und Karl-Schmidt-Rottluff angehörten. Die nicht zuletzt durch ihre Verkehrsanlagen strategisch wichtige Friedrichstadt war während des Zweiten Weltkriegs
wiederholt das Ziel alliierter Bomber, die über 440 Gebäude des Stadtteils zerstörten. Zu den Opfern der Luftangriffe gehörten das katholische Stift St. Michael auf der Friedrichstraße sowie die Matthäuskirche, welche erst 1974 wieder
aufgebaut werden konnte. Im Mittelpunkt des Wiederaufbaus standen jedoch die Verkehrsanlagen und gewerblichen Betriebe des Stadtteils, während die verbliebene Wohnsubstanz weitgehend vernachlässigt wurde. Obwohl 1976-78
Teile der Berliner Straße im Rahmen eines städtebaulichen Modellprojektes gründlich saniert wurden, verfielen andere
Wohnviertel immer mehr, was 1988/89 zu Flächenabrissen an der Schäfer- und Weißeritzstraße führte. Große Teile der
Friedrichstadt warten jedoch bis heute auf eine Neugestaltung. Ein nach 1990 zwischen Seminar- und Friedrichstraße
geplantes Stadtteilzentrum mit Läden und einem Großkino kam nicht zustande. Lediglich einige Baulücken konnten in den letzten Jahren geschlossen werden.
Schulen in der Friedrichstadt: Armenschulen: Obwohl die Bevölkerung der Friedrichstadt seit Beginn des 18. Jahrhunderts deutlich gewachsen war,
besaß die Vorstadt zunächst lediglich einige Armen- und Winkelschulen. So eröffnete mit finanzieller Unterstützung des
Dresdner Superintendenten Löscher 1731 die “Lingkesche Armenschule” ihre Türen. Wenig später folgte die ebenfalls
von privaten Spendern finanzierte “Johnische Armenschule”. Außerdem gab es ab 1729 eine Gemeindeschule im Ort. 48. Volksschule: Erst mit Hilfe wohlhabender Stifter gelang es ab 1784, einen regelmäßigen
Schulbetrieb zu organisieren. Zunächst fand dieser in angemieteten Räumen am Hohenthalplatz, ab 1785 in einem neu errichteten Schulhaus auf der damaligen Badergasse
(Seminarstraße 11) statt. Neben den Klassenräumen gab es auch einen Saal mit eingebauter Orgel sowie ein Arbeitsschulhaus, in dem die Schüler einfache Tätigkeiten wie Flachsspinnen,
Strohflechten und Näh- und Stickarbeiten erlernen konnten. Die Eröffnung dieser Realschule erfolgte am 31. Oktober 1785. Zwei Jahre später entstand in diesem Gebäude das erste sächsische Lehrerseminar.
Trotz mehrfacher Umbauten und Namenswechsel blieb das historische Gebäude im Hof des
Schulkomplexes zwischen Seminar- und Wachsbleichstraße bis heute seiner Zweckbestimmung treu und ist damit ältestes noch genutztes Dresdner Schulhaus. Der
schlichte Bau weist über den Eingängen und Fenstern mehrere Reliefs und Inschriften auf und trägt einen Dachreiter (Foto)
. Ab 1838 wurde diese Schule als 4. Distriktschule, ab 1841 als 3. Bürgerschule bezeichnet. 1920 wurde sie schließlich zur 48. Volksschule (heute 48. Grundschule).
Da das alte Schulhaus Mitte des 19. Jahrhunderts zu klein geworden war, entschloss man sich um 1870 für einen Ergänzungsbau. Das sogenannte “Jungenhaus” in der Straßenfront der Seminarstraße (Nr. 11) und die angrenzende
Turnhalle stammen aus dem Jahr 1871 und wurden später ebenfalls von der 48. Grundschule genutzt. Hier hat seit 2006
das neue Dresdner Schulmuseum seinen Sitz, in welchem neben historischen Unterrichtsmaterialien auch original eingerichtete Klassenzimmer der Kaiserzeit, der Zwanziger und Dreißiger Jahre und der DDR-Zeit zu sehen sind.
Außerdem besitzt das Museum eine große Sammlung historischer Unterrichtsmaterialien, die größte sächsische Schulbuchbibliothek sowie eine Ausstellung zur Geschichte der Berufsausbildung, vor allem im Gastronomiegewerbe.
Fotos: im neuen Dresdner Schulmuseum 17. Volksschule:
1881 wurde an der benachbarten Wachsbleichstraße 6 ein weiteres Schulhaus errichtet. Die Planungen lieferte das Städtische Hochbauamt unter Leitung
von Theodor Fredrich. Der repräsentative Bau entstand im Stil des Historismus und ist baulich mit einer Turnhalle im Innenhof verbunden. Nach 1945 befand sich hier die
nach einem Antifaschisten benannte 17. POS “Christian Beham”. Heute nutzt eine Berufsschule für angehende Gastronomen das Gebäude. Diese trägt nach dem früheren
Obermeister der Dresdner Köche-Innung und Begründer der gastronomischen Berufsausbildung seit 2008 den Namen “Ernst Lößnitzer”
3. Bezirksschule:
Die bereits 1841 gegründete III. Bezirksschule bezog 1848 einen an der Bräuergasse 1 errichteten Neubau.
Der Schulbezirk erfasste die Kinder aus dem Gebiet zwischen Schäferstraße, Grüner Straße und Ostra-Allee. Am 3. September 1875 wurde hier durch den „Gemeinnützigen Verein zur Förderung der sittlichen und ökonomischen
Interessen der Bevölkerung Dresdens“ die erste Dresdner Volksbibliothek eröffnet. Bereits um 1880 genügte das Schulgebäude jedoch nicht mehr den Anforderungen, weshalb die Schule am 27. April 1881 zur Wachsbleichstraße
verlegt wurde. Das Gebäude übernahm daraufhin das Friedrichstädter Krankenhaus und nutzte es ab 1888 als Hautklinik, später als Schwesternschule (Haus L). 21. Bezirksschule: Die XXI. Bezirksschule entstand Ende des 19. Jahrhunderts für
die stark angewachsene Bevölkerung der Friedrichstadt und des benachbarten Löbtaus an der Fröbelstraße 1. Im Hintergebäude war ab 1938 die Jüdische Schule
untergebracht. Diese mussten auf Weisung der Nationalsozialisten alle jüdischen Kinder Dresdens besuchen, nachdem ihnen der Besuch der deutschen Volksschulen
und Höheren Schulen verboten worden war. Die Einrichtung existierte bis 1939 und wurde dann zur Zeughausstraße 1 verlegt. Das Schulgebäude auf der Fröbelstraße
wurde 1945 schwer beschädigt, ist heute jedoch noch in verändertem Zustand erhalten und wird gewerblich genutzt.
Freimaurerinstitut: Diese private Armenschule entstand 1771/72 als Reaktion auf
eine Hungersnot und wurde von den Dresdner Freimaurerlogen “Zu den drei Schwertern” und “Zu den wahren Freunden” (später “Asträa zur grünenden Raute”)
finanziert. Entgegen den ursprünglichen Absichten wandelte man die Schule 1843 in eine Heimschule um, die nur noch von Knaben besucht werden konnte. Zu den
Schülern gehörten u. a. der durch seine Lokomotive “Saxonia” bekannt gewordene Ingenieur Johann Andreas Schubert sowie der Maler Ferdinand Rayski.
Zwischen 1849 und 1875 wurden nach Plänen von Ottomar Glöckner mehrere neue Schulgebäude errichtet, die sich um einen zur Wachsbleichstraße hin offenen Hof gruppierten. Da das alte
Schulgelände an der Institutsgasse trotz dieser Erweiterungen Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr den Anforderungen genügte, wurde das Freimaurerinstitut 1899 nach Striesen verlegt. Heute hat in diesem Gebäude die Kreuzschule ihr
Domizil. Die früheren Schulgebäude in der Friedrichstadt verfielen wenig später dem Abbruch. Weiterführende Literatur und Quellen
Friedrichstadt-Nachrichten
Wer kann helfen? Die Interessengemeinschaft “Historische Friedrichstadt sucht
neue Mitglieder, welche sich mit Geschichte und Gegenwart des Stadtteils befassen möchten. Gesucht werden Hobby- Historiker, Heimatkundler, Fotografen und Denkmalpfleger
für die Aufarbeitung und Vervollständigung der Geschichtsunterlagen. Treffpunkt ist jeden 3. Donnerstag im Monat ab 17 Uhr im Dachgeschoss des “Riesa efau” auf der
Adlergasse 13. Kontakt: Erich Riedel, Tel. 0351-2164291 |
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26. Januar 2012: Anfang März soll am Emerich-Ambros-Ufer mit der Sanierung der letzten
Weißeritzbrücke begonnen werden. Das im Volksmund „Pegelbrücke“ genannte Bauwerk stammt aus dem Jahr 1904 und ist Standort des einzigen Weißeritzpegels im Stadtgebiet.
18. Januar 2012: Die im Zuge der Neubebauung des früheren Bramsch-Geländes angelegte neue Straße zwischen Friedrichstraße und Magdeburger Straße erhält offiziell den Namen “Am
Bramschkontor”. 22. Dezember 2011: Bei einem Gespräch zwischen dem Investor des geplanten Einkaufszentrums
an der Ecke Friedrich-/Weißeritzstraße und Vertretern der Bürgerinitiative Friedrichstadt wurde jetzt
ein Kompromiss erzielt, der den bisherigen Entwurf deutlich verbessert. Umstritten bleibt neben der architektonischen Gestaltung jedoch die Größe des Zentrums und der hier vorgesehenen
Verkaufsflächen. 9. November 2011:
Das von Hans Erlwein entworfene Stadthaus an der Löbtauer Straße 2 wird im kommenden Jahr saniert und soll dann als Wohnhaus genutzt werden. Auf dem Brachgrundstück
gegenüber wird hingegen ein Kinder- und Jugendfreizeitpark entstehen. Auch hierfür laufen die Vorbereitungen.8. November 2011:
Mehrere historische Wohnhäuser im Viertel zwischen Wölfnitz- und Fröbelstraße wurden jetzt von einem Investor erworben, der die denkmalgeschützten Gebäude in den nächsten fünf
Jahren sanieren will. 19. Oktober 2011: Der Bebauungsplan für das frühere Bramschgelände wurde jetzt verändert. Grund
sind Änderungen am Konzept, nachdem nun statt Reihen- Einzelhäuser errichtet werden sollen. Vorgesehen sind insgesamt 33 Einzel-, zwölf Reihen- und vier Doppelhäuser. Wenn der Plan
bestätigt wird, kann 2012 mit der Umsetzung begonnen werden. 2. Oktober 2011: Auf der Wachsbleichstraße 3-7 ist jetzt ein neues Pflegewohnzentrum eröffnet
worden. Künftig stehen hier Ein- und Zweibettzimmer für bis zu 61 Bewohner zur Verfügung. Angeboten werden auch Tagespflege und Kurzzeitbetreuung. 22. September 2011:
Die Eisschnelllaufbahn im Sportpark im Ostragehege wird 32 Jahre nach ihrem Bau derzeit erneuert. Wenn alles klappt, kann die Bahn ab dem 9. Oktober wieder vereist
werden und steht pünktlich zu Beginn der Wintersaison wieder zur Verfügung. 20. September 2011:
Das Stadtteilhaus „riesa efau“ kann sein Stammhaus auf der Adlergasse bis auf weiteres nicht nutzen. Grund sind ungenehmigte Baumaßnahmen, die die Statik des Hauses
gefährden könnten und deshalb zur baupolizeilichen Sperrung führten. Die meisten Veranstaltungen sollen jedoch in die benachbarte Motorenhalle verlegt werden.
18. September 2011: Auf dem Alten Katholischen Friedhof wird eine Gedenkstele für den italienischen Musiker Francesco Maria Cattaneo übergeben. Der 1698 geborene Künstler gehörte
viele Jahre der Hofkapelle an und übernahm 1755 das Amt des Hofkapellmeisters. Das eigentliche Grab ist nicht mehr vorhanden. 13. September 2011:
Bis zum Jahresende soll der Vorplatz des Bahnhofs Dresden-Mitte an der Weißeritzstraße neu gestaltet werden. Vorgesehen ist eine Verlegung des Domäne-Parkplatzes und
die Schaffung von Grünflächen. Die alten Bahnbögen sollen jedoch derzeit nicht verändert werden. Bürger hatten zuvor die Gestaltung mit Wandbildern nach dem Vorbild der Könneritzstraße angeregt. 9. September 2011: Die Abbrucharbeiten auf dem Grundstück des ehemaligen Sauerstoffwerkes
sind beendet. Ob und wann eine Neubebauung der Brachfläche erfolgt, ist noch nicht entschieden. 1. September 2011:
Übergabe einer neuen Vollkunststoffrasenanlage für den Eisenbahner- Sportverein. Der sanierte Sportplatz am Emerich-Ambros-Ufer 74 kann dank seines speziellen
Belags als einziger in Dresden sowohl für Fußball als auch für Hockey genutzt werden. 30. August 2011:
Die Wohnhäuser Behringstraße 46 und 48 werden derzeit saniert. Im kommenden Frühjahr sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. 24. August 2011:
Auf der Brachfläche zwischen Löbtauer und Roßthaler Straße soll ein Jugendpark entstehen. Mitarbeiter der „Mobilen Arbeit Friedrichstadt“ und dem Spielmobil Wirbelwind sammeln
derzeit Ideen für die künftige Gestaltung der Freifläche. 6. August 2011: Für das verfallene Erlweinhaus an der Löbtauer Straße 2 wurde jetzt durch den
Eigentümer ein Bauantrag gestellt. Dieser ist die Voraussetzung, dass das unter Denkmalschutz stehende Haus saniert werden kann. Die Arbeiten an dem Gebäude sollen auch mit Fördermitteln
unterstützt werden. Bürgerproteste hatten Anfang der 1990er Jahre den bereits geplanten Abriss verhindert. 3. August 2011:
Der Verein Quartier Friedrichstadt sucht derzeit nach Spuren des früheren Bramsch-Denkmals, welches 1920 auf dem Werksgelände der Dresdner Preßhefe- und
Kornspiritusfabrik aufgestellt worden war. 1954 wurde es im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Belegschaftshaus beseitigt. Während die Bronzeplakette heute am Familiengrab auf dem
Matthäusfriedhof zu sehen ist, verschwand der Denkmalssockel vermutlich im Untergrund. Geplant ist nun eine Rekonstruktion und Wiederaufstellung im Wohngebiet „Am Bramschkontor“.
7. Juli 2011: Eine derzeit noch landwirtschaftlich genutzte Fläche in der Friedrichstädter Flutrinne soll
künftig begrünt werden. Die Aktion ist als Ausgleichsmaßnahme für die Inanspruchnahme von Flächen für den geplanten Bau eines Bus- und Pkw-Parkplatzes in Pillnitz vorgesehen.
1. Juli 2011: Das unter Denkmalschutz stehende Wohnhaus Friedrichstraße18 wird bis zum Frühjahr
2012 saniert. Das Gebäude stand seit der Jahrhundertflut 2002 leer und soll künftig Arztpraxen, eine Apotheke und neun Wohnungen beherbergen. 30. Juni 2011:
Künftig können sich interessierte Besucher vom Diener Graf Marcolinis, dem Italiener “
Francesco Amorosi” durch den Stadtteil führen lassen. Die Idee zum historischen Stadtteilrundgang stammt vom Schauspieler Stephan Reher, welcher seine Gäste zu historisch bedeutsamen Orten in
der Friedrichstadt führt. Initiator ist der Verein “Quartier Friedrichstadt”. 11. Mai 2011:
Eine Gedenktafel wird künftig im Heinz-Steyer-Stadion an die dort erzielten
Weltrekorde erinnern. Die von der Dresdner FDP-Stadträtin Barbara Lässig initiierte Tafel wird am 19. Mai geweiht und befindet sich auf der rechten Seite des Haupttors an der Flutschutzmauer.19. April 2011: Auf dem Neuen Katholischen Friedhof sollen noch in diesem Jahr historische
Grabmale restauriert werden, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Die Finanzierung erfolgt durch die Stadt und private Spender. Die meisten wurden bei den regelmäßig durchgeführten
Friedhofsführungen von Christoph Pötzsch geworben. 11. April 2011: Heute beginnt der Gleisbau an der neuen Messebahnbrücke über die Flutrinne.
Zunächst wird eine Gummimatte unter das künftige Gleisbett gelegt, welche dann mit einer Schotterschicht versehen wird. Im Anschluss kann dann die Montage der Straßenbahngleise erfolgen.
Die Fertigstellung der Trasse ist bis zum Kirchentag geplant 7. April 2011: Das seit vielen Jahren verfallende Stadthaus von Hans Erlwein auf der Löbtauer
Straße 2 wird wahrscheinlich noch in diesem Jahr zu Wohnzwecken umgebaut und renoviert. Die Arbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude sollen auch mit Fördermitteln unterstützt werden.
Vorgesehen ist die Einrichtung von Seniorenwohnungen. 5. April 2011: Nach längerer Vorbereitungsphase soll noch in diesem Jahr mit dem Bau eines
Geschäftshaus an der Friedrichstraße / Ecke Weißeritzstraße begonnen werden. Die Weimarer Firma Florana will hier mit der Friedrichstadt-Passage ein Einkaufszentrum für den Stadtteil errichten. 29. März 2011: Das Grundstück des ehemaligen Sauerstoffwerkes (VEB Technische Gase) soll bis
zum Juni beräumt werden. Nach Beseitigung der maroden Industriebauten ist vorerst eine Grünfläche, später eine Neubebauung vorgesehen. 24. März 2011:
Ein Brand hat den Dachstuhl des seit Jahren leer stehenden Wohnhauses Roßthaler Straße 1 zerstört. Ursache ist vermutlich Brandstiftung. Die ursprünglich zum Abriss vorgesehenen
Häuser sollen demnächst zu Studentenwohnungen und Proberäumen der Musikhochschule ausgebaut werden. 15. März 2011:
Im Mai soll eine Gedenktafel am Heinz-Steyer-Stadion angebracht werden, welche an die dort erzielten Frauen-Weltrekorde erinnert. Nach Recherchen Dresdner Sportfreunde sind
zwischen 1973 und 1986 insgesamt 13 Weltrekorde in verschiedenen Leichtathletik-Disziplinen im Stadion aufgestellt worden. 18. Februar 2011:
Eine auf dem Gelände der früheren Spirituosenfabrik Bramsch gelegene neue Erschließungsstraße soll künftig den Namen “Am Bramschkontor” tragen. Bis 1991 wurde hier
produziert, die Gebäude mit Ausnahme des ehemaligen Kontorhauses 2005 abgerissen. Künftig ist hier eine kleine Wohnsiedlung mit dem Namen “Friedrichsdorf” geplant.
5. Februar 2011: In einer feierlichen Prozession werden die Urnen des von Nationalsozialisten
ermordeten Priesters Alois Andritzki und zweier weiterer Priester vom Alten Katholischen Friedhof in die Hofkirche überführt. Die drei Männer kamen 1943 im KZ Dachau ums Leben. Ihre Urnen werden
künftig in einem Seitenschiff der Hofkirche aufbewahrt. Alois Andritzki soll am Pfingsmontag als erster Sorbe selig gesprochen werden. |
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