Nordfriedhof



Nordfriedhof
Kannenhenkelweg 1
01099 Dresden

Tel. 0351/8 04 13 83

Verwaltung:
Löbtauer Str. 70
01159 Dresden

Tel. 0351/4 39 36 00

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Der Nordfriedhof wurde als Garnisonsfriedhof der Albertstadt angelegt und am 1. 10. 1901 eröffnet. 1902 folgte die Einweihung der Friedhofskapelle. Das Areal am Kannenhenkelweg in der Dresdner Heide diente zunächst fast ausschließlich der Beisetzung von verstorbenen Militärangehörigen. Aus dieser Zeit sind noch einige Grabstätten hoher Offiziere und Generäle der sächsischen Armee erhalten, die zum Teil aus bekannten Adelsfamilien stammen. Während des Ersten Weltkriegs wurde der Friedhof erweitert und nun auch für Bestattungen von Zivilpersonen genutzt. Zwischen 1917 und 1920 entstand ein Ehrenhain, der an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten erinnert. Die Gedenktafeln stammen vom Bildhauer Emil Hartmann (Foto).
 

 

 

Fotos: Gedenktafeln für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges im Ehrenhain des Nordfriedhofs


Am 17. September 1922 wurde außerdem ein Denkmal eingeweiht, welches früherenAngehörige der Brigade “Graf von Pfeil” stifteten. Nach einem Modell des Bildhauers Lange entstand eine Bronzegruppe mit zwei Soldaten, von denen einer im Todeskampf niedersinkt. Die künstlerisch anspruchsvolle Plastik wurde 1947 aufgrund einer Weisung der SMAD entfernt und eingeschmolzen. Der Sockel des Denkmals fand für das noch bestehende Mahnmal der Opfer des 13. Februar 1945 Verwendung.

1940 erfolgte die dritte und letzte Erweiterung des Garnisonsfriedhofes. Hier fanden auch 437 beim Luftangriff ums Leben gekommene Soldaten und Feuerwehrleute ihre letzte Ruhestätte. In weiteren Gräbern wurden Zwangsarbeiter und 127 erschossene Wehrdienstverweigerer beigesetzt. Seit 1946 wird der Friedhof offiziell Nordfriedhof genannt. Unweit des deutschen Garnisonsfriedhofs entstand 1945 ein Sowjetischer Garnisonsfriedhof für verstorbene Militärangehörige der Roten Armee. Beide Friedhöfe stehen seit 1987 unter Denkmalschutz.

 

Bedeutende Grabstätten:

Zu den bedeutenden Militärs, die auf dem Garnisonsfriedhof begraben liegen, gehören der frühere sächsische Kriegsminister Karl Paul Edler von der Planitz (Foto), der letzte Oberbefehlshaber der sächsischen Armee Carl Adolph von Carlowitz und der preußische General Georg Maercker. Außerdem finden sich hier die Gräber des früheren Präsidenten der sächsischen Landessynode Graf Vitzthum von Eckstädt und des Regierungsbaurates Emil Hartmann, der auch das Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges schuf. Gedenksteine bzw. -tafeln erinnern an die Generäle Hans Oster und Friedrich Olbricht, die im Zusammenhang mit dem Hitler-Attentat 1944 erschossen wurden.


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